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ID1312231900

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    Plenarprotokoll 13/122 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 122. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 12. September 1996 Inhalt: Glückwünsche zum Geburtstag des Bundeswirtschaftsministers Dr. Günter Rexrodt 10931 B Begrüßung des Präsidenten der Handwerkskammer Budapest und des stellvertretenden Fraktionsführers der sozialistischen Partei im ungarischen Parlament 11008 B Tagesordnungspunkt 1: a) Fortsetzung der ersten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 1997 (Haushaltsgesetz 1997) (Drucksache 13/5200) . . 10931 A b) Fortsetzung der Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 1996 bis 2000 (Drucksache 13/5201) 10931 A Dr. Günter Rexrodt, Bundesminister BMWi 10931 B Hans Büttner (Ingolstadt) SPD . . . . 10932 D Hans-Eberhard Urbaniak SPD . . . . 10933 A Ernst Schwanhold SPD . . . . 10934B, 10958 C Kurt J. Rossmanith CDU/CSU 10937 D Margareta Wolf (Frankfurt) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10939 D Dr. Otto Graf Lambsdorff F.D.P. . 10942B, 109558 Rolf Kutzmutz PDS 10944 B Dr.-Ing. Paul Krüger CDU/CSU . 10945D, 10949A, 10950B Eckart Kuhlwein SPD 10947 D Rolf Schwanitz SPD 10948 C Dr. Christa Luft PDS 10949D Anke Fuchs (Köln) SPD . . . . 10951A, 10956B Ulrich Petzold CDU/CSU 10953 A Dr. Heiner Geißler CDU/CSU 10953D, 10954 B Friedhelm Ost CDU/CSU . . . 10956D, 10959A Dr. Norbert Blüm, Bundesminister BMA . 10959 D Ingrid Matthäus-Maier SPD . 10960D, 10981A Oswald Metzger BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10961C Ulrike Mascher SPD 10963 A Ottmar Schreiner SPD 10964 C Dr. Gisela Babel F.D.P 10965 C Hans-Joachim Fuchtel CDU/CSU . . . 10967 D Andrea Fischer (Berlin) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10970B Dr. Barbara Hendricks SPD . 10970D, 10983 B Dr. Barbara Höll PDS 10971 A Annelie Buntenbach BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10971 C Dr. Gisela Babel F.D.P 10973C, 10976A Andrea Fischer (Berlin) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10975 D Petra Bläss PDS 10976 B Dr. Konstanze Wegner SPD 10978 B Karl-Josef Laumann CDU/CSU 10979 D Ottmar Schreiner SPD . . . . 10980C, 10982 B Volker Kauder CDU/CSU 10982 B Leyla Onur SPD 10984 B Dr. Jürgen Rüttgers, Bundesminister BMBF 10986A Edelgard Bulmahn SPD . . . 10987C, 11006C Edelgard Bulmahn SPD 10990 B Steffen Kampeter CDU/CSU 10993 D Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10996 B Franz Thönnes SPD 10996 D Simone Probst BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10997 C Jürgen Koppelin F.D.P 10998 D Dr. Ludwig Elm PDS 11001A Günter Rixe SPD 11002 C Dr. Jürgen Rüttgers CDU/CSU 11003D, 11004A Werner Lensing CDU/CSU 11004 B Dr. Gerhard Friedrich CDU/CSU . . . 11006A Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11008 C Jörg Tauss SPD 11009D Jürgen Koppelin F.D.P 11010B Claudia Nolte, Bundesministerin BMFSFJ 11011D Heidemarie Lüth PDS 11013A Christel Hanewinckel SPD 11014 D Johannes Singhammer CDU/CSU . 11015C Peter Jacoby CDU/CSU 11017A Irmingard Schewe-Gerigk BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11018C Sabine Leutheusser-Schnarrenberger F.D.P 11020A, 11021C Rita Grießhaber BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11021B Rosel Neuhäuser PDS 11021 D Maria Eichhorn CDU/CSU 11022 D Irmingard Schewe-Gerigk BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11023 C Siegrun Klemmer SPD 11024 C Horst Seehofer, Bundesminister BMG . 11026C Klaus Kirschner SPD 11030 D Horst Seehofer CDU/CSU . . 11033A, 11033 C Hubert Hüppe CDU/CSU . . . 11036B, 11038D Waltraud Lehn SPD 11036 C Dr. Wolfgang Wodarg SPD 11037 A Editha Limbach CDU/CSU 11037 C Monika Knoche BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11038B Marina Steindor BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11039A Dr. Dieter Thomae F.D.P 11040C Klaus Kirschner SPD . . . . 11041D, 11044 D Dr. Ruth Fuchs PDS 11042 B Editha Limbach CDU/CSU 11043A Monika Knoche BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11043C Waltraud Lehn SPD 11045 B Wolfgang Gröbl, Parl. Staatssekretär BML 11046A Horst Sielaff SPD 11048 B Bartholomäus Kalb CDU/CSU 11050 D Peter Harry Carstensen (Nordstrand) CDU/CSU 11051B Ulrike Höfken BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 11053D Wolfgang Gröbl CDU/CSU 11054 D Ulrich Heinrich F D P. 11055 C Bartholomäus Kalb CDU/CSU . . . . 11056B Dr. Günther Maleuda PDS 11056 D Ilse Janz SPD 11057 D Peter Harry Carstensen (Nordstrand) CDU/CSU 11059B Nächste Sitzung 11059 D Berichtigung 11059 Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . 11060 * A 122. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 12. September 1996 Beginn: 9.02 Uhr
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    Berichtigung 121. Sitzung, Seite 10886D, vorletzter Absatz, Zeile 9: Das Wort „nicht" ist durch das Wort „doch" zu ersetzen. Anlage zum Stenographischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Augustin, Anneliese CDU/CSU 12. 9. 96 Beck (Bremen), BÜNDNIS 12. 9. 96 Marieluise 90/DIE GRÜNEN Borchert, Jochen CDU/CSU 12. 9. 96 Graf von Einsiedel, PDS 12. 9. 96 Heinrich Glos, Michael CDU/CSU 12. 9. 96 Dr. Jacob, Willibald PDS 12. 9. 96 Kurzhals, Christine SPD 12. 9. 96 Möllemann, Jürgen W. F.D.P. 12. 9. 96 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Nitsch (Rendsburg), BÜNDNIS 12. 9. 96 Egbert 90/DIE GRÜNEN Regenspurger, Otto CDU/CSU 12. 9. 96 Schlauch, Rezzo BÜNDNIS 12. 9. 96 90/DIE GRÜNEN Schütz (Oldenburg), SPD 12. 9. 96 Dietmar Thieser, Dietmar SPD 12. 9. 96 Voigt (Frankfurt), SPD 12. 9. 96 Karsten D. Dr. Zöpel, Christoph SPD 12. 9. 96
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Wolfgang Gröbl


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Entwurf des Bundeshaushalts 1997 sind für den Agrarbereich Ausgaben in Höhe von rund 12 Milliarden DM vorgesehen. Das sind 0,6 Prozent weniger als im laufenden Jahr. Der Agrarhaushalt ist damit in die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte eingebunden, gibt weiterhin Perspektiven für die bäuerliche Zukunft und nimmt Rücksicht auf die derzeit schwierige landwirtschaftliche Situation.

    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)

    Während die Betriebe mit Marktfruchtbau, Schweine- und Geflügelmast einigermaßen über die Runden kommen

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Dank einer vernünftigen Agrarpolitik!)

    - dank einer guten Agrarpolitik - (Lachen bei der SPD)

    - wo er recht hat, hat er recht -, ist die Situation bei Rindfleisch- und Milchproduzenten extrem schwierig. Deshalb bitte ich um Verständnis dafür, daß ich mich in diesen 15 Minuten nicht mit der ganzen Bandbreite der Agrarpolitik beschäftige, sondern mich im wesentlichen diesen beiden Bereichen widme.
    Unsere Rindermäster sind infolge der britischen Rinderseuche BSE völlig unverschuldet in das tiefe Tal der Verbraucherverunsicherung gezogen worden
    - unverschuldet, weil Deutschland BSE-frei und unser Rindfleisch absolut in Ordnung ist.

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Ja!) Trotzdem ist die Nachfrage auch bei uns deutlich eingebrochen.


    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Gerade bei uns!)

    Die Erzeugerpreise für Rindfleisch sind im Keller. Nicht viel besser sieht es auf Grund der Preisdruckpolitik der EU-Kommission bei der Milch aus.
    Die Bundesregierung hat beschlossen, die Möglichkeit zur Pauschalierung der Vorsteuer auch für buchführungspflichtige Betriebe bis zum 1. Januar 1999 fortzuführen. Dies ist das entscheidende Datum für die Umsetzung der Ergebnisse der Einkommensteuerneuordnung. Die Bauern bekommen damit nicht mehr Geld, wie fälschlicherweise einige Zeitungen geschrieben haben.

    (Ulrich Heinrich [F.D.P.]: Das war eine totale Falschmeldung!)

    Vielmehr haben sie schlicht und einfach nicht weniger als jetzt. Manche sollen das ja mißverstanden haben, so gern es ihnen leid tat.

    (Heiterkeit bei der CDU/CSU)

    Dieses Signal der Bundesregierung ist bei den Bauern sehr wohl verstanden worden. Welche Einsparungen dafür im Einzelplan 10 erbracht werden, sollen die Gespräche in den zuständigen Gremien, vor allem des Parlaments, zeigen.
    Die Bundesregierung - auch das wissen die Bauern - kämpft darüber hinaus dafür, daß die Perspektiven bei Rindfleisch und Milch wieder besser werden und daß die günstigen Perspektiven bei Getreide nicht durch gleichzeitige willkürliche Eingriffe zunichte gemacht werden.
    Zentrale Frage dabei ist, wie wir das Vertrauen der Verbraucher in den hohen Gesundheitswert unseres einwandfreien Rindfleischs wieder stärken können. Dazu müssen erstens die Handelsverbote gegenüber Großbritannien aufrechterhalten werden,

    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)

    was um so wichtiger ist, solange Großbritannien den diesem Land auferlegten Verpflichtungen zur BSE-Bekämpfung nicht nahtlos Folge leistet.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie der Abg. Lisa Peters [F.D.P.])

    Zweitens brauchen wir eine konsequente Herkunftssicherung für unser Rindfleisch, damit es wieder in die heimische Pfanne gelangt.
    Diese notwendigen, vertrauensbildenden Maßnahmen greifen allerdings nur langfristig. Kurzfristig hätte ich mir von der EU-Kommission Vorschläge gewünscht, die das Vertrauen in die europäische Agrarpolitik festigen. Das Gegenteil ist der Fall.
    So nimmt die Kommission die Rindfleischmisere zum Anlaß, die Agrarreform gerade dort, wo sie eindeutig positive Ergebnisse gebracht hat, in Frage zu stellen. Die Getreidebauern sollen durch Kürzung der Preisausgleichszahlungen und der Stillegungsprämien die Stützungsmaßnahmen auf dem Rind-

    Parl. Staatssekretär Wolfgang Gröbl
    fleischmarkt finanzieren. Es soll ja auch Kolleginnen und Kollegen hier in diesem Raum geben, die diese Maßnahme begrüßen.

    (Ulrich Heinrich [F.D.P.]: Das kann nicht wahr sein!)

    - Auch ich glaube es fast nicht. Aber die werden sich ja noch äußern.
    Für die Bundesregierung ist diese Kürzung der Ausgleichszahlungen weder akzeptabel noch in irgendeiner Weise notwendig. Die Finanzmittel der EU sind zwar knapp, aber sie sind ausreichend. Warum will man denn unbedingt den Ackerbauern jetzt etwas wegnehmen? Der Getreidemarkt funktioniert, die Erzeuger kommen mit der Kombination von Preisen und Beihilfen zwischenzeitlich zurecht, und die Marktordnungsausgaben sind stabil.
    Beim Sektor Rindfleisch stehen uns harte Beratungen bevor. Was die Kommission zur Rettung dieses Marktes plant, mag für die extensiven Ochsenmäster und auch für die Mutterkuhhaltung gut sein; für unsere Bullenmäster ist es keine Lösung.
    Der Vorschlag für die künftige Prämiengestaltung ist im Ansatz richtig, aber halbherzig. Völlig abwegig ist für uns der Vorschlag der Kommission, die Prämienplafonds bei uns in Deutschland abzusenken und in anderen Mitgliedstaaten anzuheben. Das ist eine einseitige Belastung und Knebelung unserer Rindfleischerzeuger. Wir lehnen das entschieden ab.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der F.D.P.) Da vermisse ich jetzt Ihren Beifall, Herr Sielaff.


    (Horst Sielaff [SPD]: Wir können nicht andauernd klatschen!)

    - Das nehme ich zur Kenntnis, Sie kriegen Rabatt.
    Richtig ist: Wir haben EU-weit zu viele Prämientiere. Wir fordern daher eine gleichmäßige Kürzung in allen Mitgliedstaaten und aller Prämienplafonds, also für Bullen, für Ochsen und für Mutterkühe, für alle Rindviecher.
    Ebenso falsch ist das Festhalten der Kommission an der 90-Tier-Grenze und deren Einführung in den neuen Bundesländern. Wir fordern dagegen die Aufhebung der 90-Tier-Grenze für ganz Europa.

    (Beifall bei Abgeordneten der F.D.P.)

    Der EU-Vorschlag, die extensive Rindermast noch stärker zu fördern, übersieht, daß auch ein Zuviel an extensiv gemästeten Tieren die Lage auf dem Rindfleischmarkt verschärft. Wir brauchen keine verschärfenden, wir brauchen kurzfristig entlastende Maßnahmen. Vieles, wie die Erhöhung der Exporterstattungen oder die Sonderintervention, haben wir erreicht. Dadurch konnte ein stärkerer Rückgang der Erzeugerpreise verhindert werden. Natürlich wissen wir, daß die Intervention nicht unproblematisch ist. Sie ist teuer; sie löst das Überschußproblem nicht und verschiebt es lediglich auf einen späteren Zeitpunkt.

    (Zurufe von der SPD: So ist es! Wo er recht hat, hat er recht!)

    Damit nun nicht der gesamte Überschuß auf die Intervention zuläuft, fordern wir zusätzliche Marktentlastungsmaßnahmen wie eine Beihilfe zur privaten Lagerhaltung mit Exportauflage und die Einführung einer Frühvermarktungsprämie. Eine solche Prämie greift natürlich nur dann, wenn die Einfuhren von Kälbern und Jungrindern aus anderen Staaten, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa, gebremst werden.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der F.D.P.)

    Wir fordern daher die Kommission auf, hierfür unverzüglich die Verhandlungen aufzunehmen.
    Handeln muß die Kommission jetzt auch bei der Milch. Der Preisdruckpolitik muß endlich ein Ende gesetzt werden. Schließlich haben wir die Quotenregelung eingeführt, weil wir vernünftige Preise wollten. Das hat ja auch ganz leidlich funktioniert, bis vor etwa drei bis vier Jahren, eben bis zu dem Zeitpunkt, als die Kommission begonnen hat, immer wieder die Interventionsbedingungen zu verschärfen, die Verbilligungsmaßnahmen in bezug auf den Binnenmarkt abzubauen und die Exporterstattungen kontinuierlich zu senken. Derartige Maßnahmen schlagen sofort auf die Erzeugerpreise durch.
    Deshalb fordern wir die Kommission auf, alle Möglichkeiten zur Marktstützung voll auszuschöpfen. Darüber hinaus fordern wir erneut eine europaweite Kürzung der Milchquoten gegen Ausgleichszahlungen. Denn damit verringern wir das überschüssige Milchangebot, tragen zur Stabilisierung der Milcherzeugerpreise bei und bewirken mittelfristig auch eine Entlastung des Rindfleischmarkts. Man muß diese beiden Bereiche ja im Zusammenhang sehen. Das sind die Fakten; das ist in groben Zügen unsere Verhandlungslinie.
    Verehrte Kolleginnen und Kollegen, bereits 1999 stehen die WTO-II-Verhandlungen an. Nach der Jahrtausendwende beginnt die schrittweise Osterweiterung der EU. Das alles sind große Herausforderungen für die Landwirtschaft, die es zu meistern gilt.

    (Horst Sielaff [SPD]: Sagen Sie doch einmal, was Sie vorschlagen!)

    Dazu braucht die Landwirtschaft unsere Unterstützung. An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders an die Kolleginnen und Kollegen wenden, die nicht so wie wir ständig mit den Problemen der Agrarpolitik konfrontiert sind. Wir brauchen auch ihre Solidarität mit der Landwirtschaft.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Denn unsere Landwirtschaft versorgt unsere Verbraucher nicht nur mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu angemessenen Preisen und in einer noch nie dagewesenen Vielfalt; sie erschließt ein riesiges Potential nachwachsender Rohstoffe für die Industrie - inzwischen ist auch Hanf darunter -, und sie pflegt unsere Kultur- und Erholungslandschaft. Der Bauernstand ist ein wichtiger, prägender Kulturträger unserer Gesellschaft. Unsere Landwirtschaft

    Parl. Staatssekretär Wolfgang Gröbl
    erfüllt vielfältige Aufgaben, auf deren Bewältigung wir alle nicht verzichten wollen.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der F.D.P. sowie bei Abgeordneten der SPD)

    Deutschland braucht seine „grünen Berufe"; ich meine nicht die in der Mitte unseres Plenums.

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Aber nicht die Grünen!)

    Deutschland braucht seine Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft.
    Deshalb sparen wir, ohne den Rasenmäher einzusetzen. Deshalb setzen wir Prioritäten bei der Sozialpolitik, weil diese Mittel direkt bei den Bäuerinnen und Bauern ankommen. Deshalb haben wir unsere Ressortforschung so konzipiert, daß sie wirksamer und preiswerter zugleich arbeiten kann. Deshalb führen wir die Mittel der Gemeinschaftsaufgabe so behutsam zurück, daß es nicht zu spürbaren Einbußen beim Einkommen der Landwirte kommen muß, insbesondere nicht bei der einzelbetrieblichen Investitionsförderung und der Ausgleichszulage.
    Die Bäuerinnen und Bauern wissen das. Und Sie, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, wissen es spätestens jetzt auch. Deshalb sage ich: Unterstützen Sie uns auf diesem Weg bei den anstehenden Haushaltsberatungen!
    Vielen Dank.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der F.D.P.)



Rede von Hans Klein
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)
Das Wort hat der Kollege Horst Sielaff.

  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Horst Sielaff


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

    Herr Präsident! Zunächst möchte ich dem Landwirtschaftsminister gute Genesungswünsche übermitteln. Ich hoffe, daß er bald wieder voll arbeitsfähig ist.

    (Beifall)

    Gerade angesichts der Pläne des Gesundheitsministers ist das wichtig. Ich glaube, wir werden uns freuen, wenn er wieder gesund unter uns sein kann.
    Es war sicherlich entlarvend, lieber Herr Gröbl, daß Sie eben vorwiegend über die EU-Agrarpolitik gesprochen und fast gar nicht den eigenen Haushalt erwähnt haben. Sie tun so, als wäre die Bundesrepublik Deutschland an der EU-Politik überhaupt nicht beteiligt. Dabei hat der Agrarministerrat alles vorwiegend gemeinsam erarbeitet und beschlossen.
    Dieser Agrarhaushalt ist ziel- und perspektivlos. Der Agraretat wird schon im dritten Jahr gekürzt. Trotzdem wird der von Waigel verkündete strikte Sparkurs nicht eingehalten. Die Kürzungen, die vorgenommen wurden, scheinen ohne Sinn und Verstand gemacht zu sein.
    Einige Beispiele zur Illustration. Je schlechter es der deutschen Landwirtschaft geht, um so stärker steigen die Ausgaben an knappen Steuermitteln für die Öffentlichkeitsarbeit des Ministers.

    (Zuruf von der SPD: Hört! Hört!)

    Gegenüber 1,7 Millionen DM sollen 1997 für die Öffentlichkeitsarbeit 2,6 Millionen DM ausgegeben werden. Das ist eine Steigerung von rund 55 Prozent.

    (Zuruf von der SPD: Hört! Hört!)

    Die perspektivlose Agrarpolitik der Bundesregierung soll offensichtlich gutgeschrieben und schöngeredet werden.

    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Ulrich Heinrich [F.D.P.]: Unsere Bauern lassen sich nichts vormachen! Zuruf von der SPD: Hochglanz statt Hochleistung!)

    Die Schaffung einer ganz neuen, zusätzlichen Abteilung für Kommunikation zum Amtsantritt des Ministers und die Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit - so sieht offensichtlich die Vorstellung dieser Bundesregierung von einem schlanken Staat aus.
    Es wäre 1996 an der Zeit gewesen, mit dem Haushalt für 1997 den Mißgriff vom Anfang der Amtsperiode zu bereinigen. Die wirklich wichtigen Aufgaben dieser Abteilung könnten neu verteilt und die Abteilungsleiterstelle eingespart werden. Dies wäre auch eine glaubhafte Geste gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungseinrichtungen des BML gewesen.

    (Beifall bei der SPD)

    Deren Etat und Mitarbeiterzahl wird schrumpfen: in zehn Jahren um ein Drittel; so lautet jedenfalls der Beschluß der Bundesregierung. Das ist das Schrumpfen eines Bereichs, der Lösungen für Zukunftsaufgaben vor allem in defizitären Forschungsbereichen erarbeiten sollte, wie die von uns seinerzeit beantragte und durchgeführte Anhörung von Experten es gezeigt hat.
    Dabei handelt es sich um Strukturprobleme in ländlichen Räumen, die Ernährungsforschung für die Verbraucher, die Viehseuchenforschung, die Erhaltung der genetischen Ressourcen, Fragen und Probleme der Gen- und Biotechnologie und Welternährungsprobleme. Doch bei Zukunftsaufgaben wird gekürzt, bei rückwärtsgerichteten Propagandaaufgaben geklotzt. Einzige Ausnahme: Die Zuschüsse zur Förderung nachwachsender Rohstoffe werden im Haushalt 1997 geringfügig aufgestockt; das hat auch Herr Gröbl gesagt.
    Sofern die Ergebnisse ökologisch und ökonomisch vertretbar sind, unterstützen wir das ausdrücklich. Angesichts des Rückgangs der Flächenstillegung muß sich jedoch zeigen, welche Marktmacht nachwachsende Rohstoffe nunmehr erreicht haben. Die Bundesregierung hat, wie ich meine, zu lange einseitig auf Raps und die energetisch aufwendige Veresterung gesetzt.

    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    Horst Sielaff
    Über die Verwendung und Nutzung von heimischem Holz ist dagegen erschreckend wenig geforscht worden.

    (Beifall bei der SPD)

    Es ist jetzt an der Zeit, daß die Bundesregierung einmal lückenlos darstellt, welche wettbewerbsfähigen Einsatzfelder für nachwachsende Rohstoffe im Nichtnahrungsbereich mit wieviel Förderung bisher erschlossen werden konnten.
    Die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist alles andere als gut. Sie ist gekennzeichnet - ich nenne nur wenige Beispiele - durch fortdauernden Preisdruck bei Milch, Verfall der Rindfleischpreise, stagnierende und rückläufige Einkommen.
    Besonders prekär ist die Situation in den Rindermast- und Milchviehbetrieben, wozu die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe bei uns gehört. Die Situation verschärft sich in den Gebieten, in denen diese Produktionsausrichtungen konzentriert sind.
    Sichtbarer Ausdruck der existenzbedrohenden Lage waren sicherlich die Pfiffe vor wenigen Tagen in Leer. Wenn Bäuerinnen und Bauern konservative Politiker nicht zu Wort kommen lassen, muß die Existenzangst schon groß sein.

    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)

    Die trostlose Situation auf dem Rindfleischmarkt haben Sie, Herr Staatssekretär, richtig beschrieben und angesprochen. Hier gehen wir - ich hoffe, bis zum Ende - gemeinsame Schritte. Wir können es nicht hinnehmen, daß die hierzu von der EU gefaßten Beschlüsse wieder aufgeweicht werden.
    Aber die Situation ist nicht allein Resultat des BSE-Geschehens in Großbritannien. Die mittelmäßige Wettbewerbsfähigkeit unserer landwirtschaftlichen Unternehmen im EU-Binnenmarkt hat nichts mit dem britischen BSE-Skandal zu tun. Sie ist auch Ausdruck einer verfehlten und verpaßten Politik in den zurückliegenden Jahren, die genauso falsch weitergeführt werden soll.
    Die Bundesregierung spart bei Investitionen zur Entwicklung wettbewerbsfähiger und umweltverträglicher landwirtschaftlicher Unternehmen und zur Entwicklung ländlicher Räume. Nicht genug damit! Nach Planungen der Bundesregierung soll die Investitionsförderung kontinuierlich bis zum Jahre 2000 um rund 600 Millionen DM zurückgefahren werden. Wie die deutsche Landwirtschaft so aus ihrer mittelmäßigen Wettbewerbsstellung im EU-Binnenmarkt herauskommen soll, muß uns die Bundesregierung einmal erklären.

    (Beifall bei der SPD)

    Statt dessen werden knappe öffentliche Mittel ziellos verteilt oder - besser ausgedrückt - verregnet. Die Verregnung von 415 Millionen DM über die Unfallversicherung, als Währungsausgleich gedacht, ist einer dieser Mißgriffe.

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Das ist nicht wahr!)

    Ein gezielter Ausgleich tatsächlicher Verluste durch Wechselkursverschiebungen in den Marktordnungsbereichen erfolgt nicht. Die Nichtbetroffenen werden begünstigt, Betroffene erhalten hingegen nicht die notwendigen Finanzmittel.

    (Beifall bei der SPD)

    Es wäre viel gerechter und zukunftsträchtiger, die zur Verfügung gestellten knappen öffentlichen Mittel zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Produktion und Vermarktung zu verwenden. Jede Mark, die für die Investitionsförderung aufgewendet wird, ist im Interesse des Erhalts und des Ausbaus der ländlichen Wertschöpfung und damit der Beschäftigung besser angelegt als die ziellose Verregnung im wesentlichen für konsumtive Zwecke.
    Abgesehen davon schafft sich die Bundesregierung mit dem Mißbrauch sozialpolitischer Instrumente zur breitgestreuten Verteilung von Steuergeldern zusätzlich Arbeit und holt den Trägern der Sozialversicherungen und sich selbst Ärger ins Haus. Die gut 1 Milliarde DM Steuergelder, die zur Senkung der Unternehmerbeiträge in der Unfallversicherung 1996 aufgewendet wurden, sollen nach der Finanzplanung der Bundesregierung scheibchenweise auf 315 Millionen DM im Jahre 2000 gesenkt werden.
    Entsprechend der Senkung müssen die von den Bauern zu zahlenden Unternehmerbeiträge steigen. Ich kann mir gut vorstellen, Herr Hornung, wie das in den landwirtschaftlichen Familien bei sinkenden Einkommen von jetzt an Jahr für Jahr ankommen wird. Es wird nicht nur Proteste hageln - diese zu Recht -, sondern ich bin auch gespannt, wie das die Kommunikationsabteilung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kompensieren und beschreiben wird. Offensichtlich wurden deshalb die Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit aufgestockt.

    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)

    Ähnlich ist es mit der Verschiebung der von der Bundesregierung beabsichtigten Streichung der Vorsteuerpauschale für buchführende landwirtschaftliche Unternehmen. Die seit Jahren gewährten Subventionen in Höhe von 600 Millionen DM jährlich sollen nun für bestimmte Unternehmen zwei Jahre fortgesetzt werden. Um einen zusätzlichen Ausgleich für BSE-geschädigte Betriebe handelt es sich hier jedoch in keiner Weise, wie vielfach der Presse zu entnehmen war.

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Das hat aber der Staatssekretär klargestellt!)

    Wir wissen, daß einigen Betrieben Einbußen aus dieser Streichung entstehen werden. Ob und wie wir bestimmte Betriebe mit sinnvollen Ausgleichsmaßnahmen zielgerichtet und ökologisch sinnvoll unterstützen können, darüber muß man nachdenken. Aber Landwirte sind Unternehmer - das betonen sie auch immer wieder -, verstehen sich als solche und sollten daher auch wie andere Unternehmer in steuerlicher Weise behandelt werden.

    (Beifall bei der SPD)


    Horst Sielaff
    CDU/CSU und F.D.P. sind im Gleichschritt mit ihrer Bundesregierung dabei, die Axt an wieder und neu eingerichtete landwirtschaftliche Unternehmen in den neuen Bundesländern zu legen, wenn sie an der 4. Novelle zum Landwirtschaftsanpassungsgesetz in der vorliegenden Form festhalten.

    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der PDS)

    Betrieben, die vielfach sehr effektiv wirtschaften, würden so große Steine in den Weg gelegt werden, daß sie das Handtuch werfen. Die Regierungsparteien würden sich zum Erfüllungsgehilfen sehr einseitiger Interessengruppen machen. Die schmerzlichen und unrechtmäßigen Enteignungen würden nicht geheilt. Statt dessen brächte die Novelle Unsicherheit, neue Unruhe und Unfrieden in die Unternehmen und Dörfer.
    Der Bundeslandwirtschaftsminister verkündet landauf, landab, die Preisausgleichszahlungen aus der Agrarreform seien fest und verläßlich. Er verschweigt tunlichst, daß er selber der Ackerkulturenverordnung von 1992 zugestimmt hat. Sie sieht in Art. 15 ausdrücklich eine Überprüfung der Zahlungen bei Änderungen der Produktivität und der Marktpreise vor. Kein Wunder, wenn jetzt bei den Beratungen hierzu in Brüssel Unmut bei den Landwirten aufkommt.
    Nicht anders verhält es sich mit dem Engagement der Bundesregierung auf europäischer Ebene. Minister Borchert und offensichtlich auch Herr Gröbl reagieren nur, warten immer die Initiativen anderer ab. Es gibt praktisch keine Impulse für bald anstehende wichtige Ereignisse, die lediglich angesprochen worden sind.
    Der Agrarminister sagt nicht, wie die Milchmarktpolitik nach Auslaufen der jetzigen Quotenregelung im Jahr 2000 fortgeführt werden soll. Er entwickelt keine eigenen Vorstellungen, wie es mit GATT und WTO in der zweiten Runde weitergehen soll, welche Konsequenzen sich aus den Freihandelsaktivitäten des Außen- und Wirtschaftsministers für die Landwirtschaft ergeben, obwohl die Verhandlungen schon 1997 weitergehen sollen.
    Der Minister hat kein Konzept, wie aus agrarpolitischer Sicht mit der bevorstehenden und vielbeschworenen Osterweiterung der EU umgegangen werden soll, obwohl gerade die Agrarpolitik bei der Erweiterung in besonderem Maße betroffen sein wird. Er hat keine phantasievollen Lösungen dafür, ob und wie im einzelnen die Agrarreform weiterzuentwickeln ist.
    Wir haben, meine Damen und Herren, mit unserer Großen Anfrage „Zu den Auswirkungen und der Zukunft der Garantiemengenregelung Milch (Milchquoten) in Deutschland" bereits Anfang 1995 und mit der Großen Anfrage „Zukunft der Landwirtschaft im Zusammenhang mit der EU-Agrarreform, der Osterweiterung und GATT-WTO" im März dieses Jahres Zukunftsfragen der Landwirtschaft in Europa aufgegriffen. Die Antworten der Bundesregierung sind leider enttäuschend. Abwarten ist die Devise der Bundesregierung. Vielleicht will man sich nicht in die Karten sehen lassen. Vielleicht befürchtet die Bundesregierung, daß ihre Verhandlungsstrategie - sofern sie wirklich eine hat - in Brüssel zum gegebenen Zeitpunkt gestört oder durchkreuzt wird. Ich werte das auch als Ausdruck mangelnden Mutes, Verantwortung zu übernehmen, sich der Kritik zu stellen und damit auseinanderzusetzen.

    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

    Unverständlich ist ferner - lassen Sie mich das als letzten Punkt ansprechen - die Behandlung der Nebenerwerbslandwirte durch die Bundesregierung bei der sogenannten Reform der Arbeitsförderung. In agrarpolitischen Sonntagsreden äußert sich die Bundesregierung gern über die unverzichtbare Rolle der Nebenerwerbslandwirtschaft für die Erhaltung der sozialen Strukturen in den Dörfern und der Kulturlandschaft.

    (Meinolf Michels [CDU/CSU]: Ist auch wichtig!)

    - Eben! - Aber, Herr Michels, der von CDU/CSU und F.D.P. im Hohen Haus eingebrachte Gesetzentwurf enthält massive soziale Ungerechtigkeiten für viele Nebenerwerbslandwirte im Falle der Arbeitslosigkeit. Wir werden das so nicht hinnehmen und versuchen, spätestens mit Hilfe des Bundesrates das wieder ins richtige Lot zu bringen. Gerade in den Gebieten, in denen der Anteil der Nebenerwerbsbetriebe sehr groß ist und wo sie aus sozialen und ökologischen Gründen eine große Bedeutung haben, beispielsweise in vielen Mittelgebirgen, wäre eine solche Politik fatal.

    (Siegfried Hornung [CDU/CSU]: Die Zustimmung der SPD ist gewiß!)

    Meine Damen und Herren, die Weichen müssen endlich so gestellt werden, daß die deutsche Haupterwerbslandwirtschaft wettbewerbsfähig im EU-Binnenmarkt mithalten kann und die Nebenerwerbslandwirtschaft wegen ihrer gesellschaftspolitischen Aufgaben nicht vor die Hunde geht.

    (Beifall bei der SPD)

    Die Bundesregierung muß endlich die Zeichen der Zeit erkennen und richtige Schwerpunkte im Haushalt und damit in ihrer Politik setzen. Leider wird die Bundesregierung auch in der heutigen Debatte diesem Anspruch in keiner Weise gerecht.
    Ich danke Ihnen.

    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der PDS)