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    Plenarprotokoll 12/59 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 59. Sitzung Bonn, Dienstag, den 26. November 1991 Inhalt: Tagesordnungspunkt I: Eidesleistung eines Ministers Präsidentin Dr. Rita Süssmuth 4885 A Friedrich Bohl, Bundesminister (ChefBK) 4885 B Tagesordnungspunkt II: Zweite Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 1992 (Haushaltsgesetz 1992) (Drucksachen 12/1000, 12/1329) Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsidialamt (Drucksachen 12/1401, 12/1600) 4885D Einzelplan 02 Deutscher Bundestag (Drucksachen 12/1402, 12/1600) 4885 D Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 12/1403, 12/1600) 4886A Einzelplan 08 Geschäftsbereich des Bundesministers der Finanzen (Drucksachen 12/1408, 12/1600) in Verbindung mit Einzelplan 32 Bundesschuld (Drucksachen 12/1426, 12/1600) in Verbindung mit Einzelplan 60 Allgemeine Finanzverwaltung (Drucksachen 12/1430, 12/1600) in Verbindung mit Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 12/1420, 12/1600) in Verbindung mit Tagesordnungspunkt III: Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung eines Nachtrags zum Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 1991 (Nachtragshaushaltsgesetz 1991) (Drucksachen 12/1300, 12/1587, 12/1599) Helmut Wieczorek (Duisburg) SPD 4886 C Jochen Borchert CDU/CSU 4892 B Helmut Wieczorek (Duisburg) SPD 4892D, 4923 B Helmut Esters SPD 4893 A Dr. Wolfgang Weng (Gerlingen) FDP 4897 A Dr. Willfried Penner SPD 4899 C Dr. Dietmar Keller PDS/Linke Liste 4900 C Werner Schulz (Berlin) Bündnis 90/GRÜNE 4903 D Dr. Theodor Waigel, Bundesminister BMF 4907 B Joachim Poß SPD 4913 D Josef Duchac, Ministerpräsident des Landes Thüringen 4917 D Helmut Esters SPD 4920 A Johannes Gerster (Mainz) CDU/CSU 4920 D II Deutscher Bundestag — 12. Wahlperiode — 59. Sitzung. Bonn, Dienstag, den 26. November 1991 Adolf Roth (Gießen) CDU/CSU 4922 C Dr. Nils Diederich (Berlin) SPD 4926 B Hans-Werner Müller (Wadern) CDU/CSU 4927C Einzelplan 12 Geschäftsbereich des Bundesministers für Verkehr (Drucksachen 12/1412, 12/1600) Ernst Waltemathe SPD 4930 A Dr. Peter Struck SPD 4931 C Wilfried Bohlsen CDU/CSU 4933D Werner Zywietz FDP 4936 A Dr. Klaus-Dieter Feige Bündnis 90/GRÜNE 4938 A Dr. Günther Krause, Bundesminister BMV 4940 A Ernst Waltemathe SPD 4940 C Dr. Klaus-Dieter Feige Bündnis 90/ GRÜNE 4941 D Einzelplan 25 Geschäftsbereich des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Drucksachen 12/1422, 12/1600) Dr. Nils Diederich (Berlin) SPD 4943 A Hans-Wilhelm Pesch CDU/CSU 4946 A Carl-Ludwig Thiele FDP 4948 A Rolf Rau CDU/CSU 4949 C Dr. Irmgard Schwaetzer, Bundesministerin BMBau 4951A Namentliche Abstimmung 4952 D Ergebnis 4967 A Einzelplan 16 Geschäftsbereich des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 12/1416 [neu], 12/1600) Hans Georg Wagner SPD 4953 A Dr. Klaus-Dieter Uelhoff CDU/CSU 4953 B Michael von Schmude CDU/CSU 4956 D Jutta Braband PDS/Linke Liste 4958 C Gerhart Rudolf Baum FDP 4961 C Dr. Klaus-Dieter Feige Bündnis 90/ GRÜNE 4961 D Dr. Klaus-Dieter Feige Bündnis 90/GRÜNE 4963 B Bernd Schmidbauer, Parl. Staatssekretär BMU 4964 A Nächste Sitzung 4969 C Berichtigung 4969 Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten 4971 * A Deutscher Bundestag — 12. Wahlperiode — 59. Sitzung. Bonn, Dienstag, den 26. November 1991 4885 59. Sitzung Bonn, den 26. November 1991 Beginn: 9.00 Uhr
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    Berichtigung 57. Sitzung, Seite 4676A: Die unter ZP 2 und ZP 3 abgedruckten Texte sind zu streichen. Folgende Fassung ist einzufügen: ZP2 Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung des Verhältnisses von Kriegsfolgengesetzen zum Einigungsvertrag — Drucksache 12/1504 — Überweisungsvorschlag: Innenausschuß (federführend) Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung Haushaltsausschuß ZP3 Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der Bundesärzteordnung und weiterer Bundesgesetze für Heilberufe — Drucksache 12/1524 — Überweisungsvorschlag: Ausschuß für Gesundheit Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Antretter, Robert SPD 26. 11. 91 * Bargfrede, Heinz-Günter CDU/CSU 26. 11. 91 Bernrath, Hans Gottfried SPD 26. 11. 91 Blunck, Lieselott SPD 26. 11. 91 ** Börnsen (Ritterhude), SPD 26. 11. 91 Arne Büchler (Hof), Hans SPD 26. 11. 91 Clemens, Joachim CDU/CSU 26. 11. 91 Dr. Däubler-Gmelin, SPD 26. 11. 91 Herta Doppmeier, Hubert CDU/CSU 26. 11. 91 Genscher, Hans-Dietrich FDP 26. 11. 91 Dr. Glotz, Peter SPD 26. 11. 91 Helmrich, Herbert CDU/CSU 26. 11. 91 Jaunich, Horst SPD 26. 11. 91 Koschnick, Hans SPD 26. 11. 91 Kretkowski, Volkmar SPD 26. 11. 91 Kubicki, Wolfgang FDP 26. 11. 91 Dr. Lehr, Ursula CDU/CSU 26. 11. 91 Meißner, Herbert SPD 26. 11. 91 Dr. Müller, Günther CDU/CSU 26. 11. 91 ** Dr. Neuling, Christian CDU/CSU 26. 11. 91 Anlage zum Stenographischen Bericht Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Nolte, Claudia CDU/CSU 26. 11. 91 Dr. Paziorek, Peter Paul CDU/CSU 26. 11. 91 Reddemann, Gerhard CDU/CSU 26. 11. 91 * Rempe, Walter SPD 26. 11. 91 Rennebach, Renate SPD 26. 11. 91 Rixe, Günter SPD 26. 11. 91 Dr. Scheer, Hermann SPD 26. 11. 91 Schmidt (Mülheim), CDU/CSU 26. 11. 91 Andreas Schuster, Hans Paul FDP 26. 11. 91 Hermann Seidenthal, Bodo SPD 26. 11. 91 Dr. Soell, Hartmut SPD 26. 11. 91 ** Stübgen, Michael CDU/CSU 26. 11. 91 Dr. Töpfer, Klaus CDU/CSU 26. 11. 91 Dr. Ullmann, Wolfgang Bündnis 26. 11. 91 90/GRÜNE Voigt (Frankfurt), SPD 26. 11. 91 Karsten D. Dr. Voigt (Northeim), CDU/CSU 26. 11. 91 Hans-Peter Vosen, Josef SPD 26. 11. 91 Wollenberger, Vera Bündnis 26. 11. 91 90/GRÜNE Zierer, Benno CDU/CSU 26. 11. 91 ** * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ** für die Teilnahme an Sitzungen der Westeuropäischen Union
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    Rede von Werner Zywietz


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)

    Vielen Dank, Herr Präsident.
    Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der ansonsten geschätzte Kollege Wieczorek hat heute morgen die Haushaltsdebatte begonnen, indem er behauptet hat, die Koalition trete das Grundgesetz mit Füßen.

    (Helmut Wieczorek [Duisburg] [SPD]: Richtig!)

    Ich kann das in der Kürze der Zeit nicht in allen Facetten überprüfen. Aber für die FDP kann ich sagen, daß wir dieses edle Werk keineswegs mit Füßen treten.

    (Ernst Waltemathe [SPD]: Art. 110!)

    Wir begnügen uns auch nicht damit, es unter dem Arm zu tragen. Wir haben die Kerninhalte des Grundgesetzes, wie es sich gehört, selbstverständlich im Kopf, und wir beherzigen sie auch.

    (Beifall bei der FDP)

    Der vorliegende Verkehrsetat ist ein deutlicher Ausweis dafür, daß wir uns bemühen, die Lebensverhältnisse für alle Bundesbürger, für die aus der ehemaligen DDR, aus den neuen Bundesländern, und für die hier, in möglichst kurzer Zeit vergleichbar und angemessen zu gestalten. Genau das ist die Quintessenz dieses edlen Grundgesetzes.

    (Zuruf von der SPD: Für alle!)

    Diese Lebensverhältnisse kann man dadurch schnell und zweckmäßig angleichen, indem man die Verkehrsinfrastruktur — das Angebot an die Bürger, das Angebot an die Wirtschaft im Verkehrsbereich — gut ausbaut. Dieser Haushaltsplan ist ein deutlicher Beleg dafür. Er gehört mit seinen 40 Milliarden DM zu den großen Einzelplänen, und er gehört zu den Einzelplänen, die einen hohen Investitionsanteil haben. Er hat einen Investitionsanteil, der über 50 % seines Volumens ausmacht. Das ist das, was wir auch brauchen. Wenn die Lebensverhältnisse angeglichen werden sollen, dann müssen wir sehen, daß wir von dem konsumtiven, von dem sozial aufgewandten Teil langsam herunterkommen und den investiven Teil dieses Haushaltes stabilisieren, weil er eine andauernde verbessernde Wirkung für die Bevölkerung hat.
    In diesem Haushalt spiegelt sich das im Bereich der Aufwendungen für die Straße, für die Schiene, für die
    Wasserstraßen und auch für die Flugsicherheit wider.
    Lieber Ernst Waltemathe, ich glaube, es war ein wiederholter Versuch, der aber etwas leiser geworden ist, eine Scheinkonkurrenzsituation bei Schiene und Straße zu konstruieren. Du hast es noch einmal mit findig herausgesuchten Prozentsätzen gemacht. Aber ich muß sagen, es gibt hier kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-Als-auch. Wir bauen die Straßen dort aus, wo dies im Sinne der Planung erforderlich ist, und wir werden auch das Erforderliche für den Ausbau der Schienenverbindungen tun.
    Aber in der Tat gilt für den Bereich der Schiene folgendes. — Ich hätte beinahe gesagt: Denke ich an die Bundesbahn bei Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Ganz so schlimm ist es aber nicht. Es handelt sich hier in der Tat — Herr Minister und alle, die daran mitwirken; wir wissen um die Arbeiten der Kommission, deren Ergebnisse bald vorgelegt werden sollen — um eine Herkulesarbeit; denn wenn von den 40 Milliarden DM dieses Einzelplans etwa 20 Milliarden DM für Reichsbahn und Bundesbahn aufgewendet werden, dann ist das ein Betrag, der zu hoch ist und der in der Zukunft der Änderung bedarf. Insofern sind wir sehr daran interessiert, daß die Vorschläge der Kommission rasch vorgelegt werden und daß dann die Weichen für eine ökonomische, marktwirtschaftliche Besserung im Bereich der Bahn gestellt werden.
    Diese Besserung wird sicherlich auch mit dem einhergehen, was mit dem Stichwort Änderung des Grundgesetzes beschrieben wird. Denn es wird damit zusammenhängen, inwieweit öffentliche Aufgaben von der öffentlichen Hand oder in anderen Organisationsformen privatisiert durchgeführt werden sollen. Wir sind für einen weitestmöglichen Teil an Privatisierung auch in diesem Bereich. Veränderungen bei der Bundesbahn oder bei der Reichsbahn — da muß man kein Hellseher sein — werden auch etwas mit der Trennung des investiven Teils, des Anlagevermögens, der Schiene und des Nutzerteils zu tun haben; das heißt, daß der Nutzer ein Entgelt zu zahlen hat und daß es nicht nur der öffentliche Nutzer sein muß, der diesen Investitionsteils benutzt. Auch das ist ein Weg, um die Ökonomie zu verbessern. Weiter wird das auch etwas damit zu tun haben, ein kostenstellenorientiertes Rechnungswesen aufzubauen, damit man weiß, welche Bereiche profitabel oder ausgeglichen sind und welche nicht, und damit man sozusagen die Steuerung des ökonomischen Ausgleichs marktgerecht nach den Kundenwünschen und in Kenntnis der Kostenstrukturen effizienter angehen kann, als dies jetzt der Fall ist.
    Aber das ist heute sicherlich nicht in acht oder zwölf Minuten zu diskutieren. Wir warten den Bericht mit Interesse ab. Wir sind für eine Bahnpolitik in der angedeuteten Richtung.
    Wir möchten auch die Verbesserung der Verhältnisse im Bereich der Bahn, aber vor allem im Bereich der Straße in Richtung Ausbau nicht irgendwann, sondern wir wollen sie am liebsten zu Lebzeiten der meisten Bürger in den neuen Bundesländern erreicht wissen. Zur Erreichung dieses Zieles hat eben auch ein Beschleunigungsgesetz seinen Sinn, weil dies nicht



    Werner Zywietz
    irgendwann der Fall sein soll, sondern bald, in überschaubaren Zeiträumen. Die Politik, die hier zielgerichteter vorgeht, die Politik, die hier Tempo macht, ohne zu übertreiben, können wir aus voller Überzeugung unterstützen.
    Gewiß geht damit auch ein Stück mehr Verantwortungsübernahme durch das Parlament einher, wenn Fristen kürzer werden und wenn Mitwirkungsmöglichkeiten der Bevölkerung an der einen oder anderen Stelle etwas kleiner geschrieben werden. Aber wir leben in einer repräsentativen Demokratie, und hier hat dann das Parlament einen Teil dieser Verantwortung wahrzunehmen.

    (Dr. Klaus-Dieter Feige [Bündnis 90/ GRÜNE]: Möglichst alle!)

    — Ja, dazu haben wir alle unseren Teil beizutragen. Aber man kann nicht einfach sagen, Verkürzung von Fristen oder ein anderes Vorgehen bedeute einen Abbau von Demokratie. Mit solchen Schlagworten, so glaube ich, sollten wir nicht miteinander umgehen.

    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

    Es liegt im Interesse der Bevölkerung, hier rascher, zügiger vorzugehen, ohne große Fehler zu machen und Benachteiligungen anderer Art zu produzieren. Im menschlichen Leben ist das sehr wohl möglich, wenn man sich anstrengt. Solche Anstrengungen verdienen Unterstützung. Wir sind dazu gern bereit.
    Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, daß von den 40 Milliarden DM aus dem Bundeshaushalt 20 Milliarden DM für die Bundesbahn und die Reichsbahn und ca. 10 Milliarden DM für den Bundesstraßenbau, d. h. für Autobahnen und Bundesfernstraßen, verwendet werden. Ich möchte in der Kürze der Zeit auch erwähnen, daß wir auch aus dem Bundeshaushalt eine Menge Geld zur Verfügung stellen, um die Verkehrsverhältnisse der Gemeinden zu verbessern und den öffentlichen Personennahverkehr zu fördern. Dies geschieht mit einer Quote von 50 zu 50. Rund 2,5 Milliarden DM werden für die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs und rund 2,5 Milliarden DM werden für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden aufgewendet.
    Auch dies darf einmal im Rahmen einer Bundeshaushaltsdebatte gesagt werden. Es geht nämlich nicht nur um die einzelnen Maßnahmen, die „Bundesautobahn" oder „Bundesstraße" heißen, sondern auch um die Maßnahmen, die in den Kommunen, insbesondere in den Ballungsgebieten, anfallen, die zwar eine andere Bezeichnung haben, die aber mit einem erheblichen Anteil an Steuermitteln, die wir zu verantworten haben und hier gerne verantworten, gefördert werden. In diesen Bereich — das sei noch hinzugefügt — verzeichnen wir für das Jahr 1992 und in der Planung für 1993 außerordentliche Steigerungsraten. Das ist auch gut so.
    Was die Situation der Flughäfen und der Flugsicherheit anbelangt, dazu in der Kürze vielleicht nur zwei Aspekte: Wir von der FDP sind heilfroh — weil wir das immer angemahnt haben und auch konstruktiv mitgearbeitet haben — , daß die Vorarbeiten für eine koordinierte Privatisierung im Bereich der Flugsicherheit jetzt offensichtlich so weit gediehen sind,
    daß dieser Weg zu Ende gegangen werden kann; denn es wurde Einverständnis darüber erzielt, den militärischen Flugsicherheitsbedarf mit dem der Privatwirtschaft zu koordinieren und ihn von der öffentlichen Verantwortung in die private Verantwortung überzuleiten. Hier, liebe Kollegen von der SPD, waren wir uns in der Sache einig. Ich hoffe, wir bleiben uns auch einig, wenn es darum geht, eine Grundgesetzänderung zu erreichen, um das auf den Weg bringen zu können.
    Was die Flughäfen anbelangt, so ist bei allen guten Vorarbeiten noch etwas mehr konzeptionelle Arbeit hinsichtlich des weiteren Ausbaus vonnöten. Insbesondere erwünschen wir uns eine bessere Gleichbehandlung der Flughafenunterstützung und ein stärkeres Augenmerk darauf, daß auch Teile privatisiert werden können.

    (Beifall bei Abgeordneten der FDP)

    Die Unterschiedlichkeit der Kreditvergabe und die Unterschiedlichkeit der Anteile, die der Bund an verschiedenen Flughäfen hält, sind nicht gottgegeben. Da steckt auch viel Regionalpolitik drin. Eine Überprüfung der Anteile der Privatisierung und die Gleichbehandlung der Flughafengesellschaften sind schon Zielpunkte, die wir aus liberaler, marktwirtschaftlicher Sicht für die Zukunft gerne unterstützen.
    Obwohl von der Küste kommend kann ich mich sowohl bei dem, was zum Ausbau der Binnenwasserstraßen gesagt wurde, als auch bei dem, was zu den Schiffahrtshilfen gesagt wurde, meinen Vorrednern anschließen, die noch kenntnisreicher als ich sind.

    (Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Noch kenntnisreicher?)

    Ernst, ich nehme Deine Anleitung zum Selbstlob gerne auf; denn einen klügeren Parlamentarier als Dich könnte es — Deiner eigenen Definition zufolge — kaum geben. Ich folge also hier den klugen Ausführungen der Vorredner, schließe mich ihnen in diesem Teil an und möchte nur noch sagen, daß auch beim Transrapid die Strecke des Forschens und die Strecke des Diskutierens bald zu Ende kommen mögen. Ich hoffe, daß die Einsatzreife gesichert sein wird und wir nun möglichst bald im Inland — wenn es möglich ist, auch im Ausland; auch solche Projekte gibt es — zur Anwendung kommen.
    Ich möchte abschließend sagen: Wir müssen uns nicht gleich die kompliziertesten und längsten Strekken beispielsweise die von Berlin nach Bonn, aussuchen — über Tal und Hügel — , sondern wir können uns die sympathische Strecke Hamburg—Berlin durchaus als eine gute Erststrecke für den Transrapid vorstellen.

    (Heiterkeit bei der FDP und der CDU/CSU — Jochen Borchert [CDU/CSU]: Das ist liberale Marktwirtschaft!)

    Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)



Rede von Helmuth Becker
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der nächste Redner ist jetzt unser Kollege Dr. Klaus-Dieter Feige.




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    Rede von: Unbekanntinfo_outline


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: ()

    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist mir schon fast unangenehm, immer über „Idealhaushalte" und „Idealgesetze" reden zu müssen. Aber dieser Einzelplan 12 ist immerhin gut zwanzigmal so groß wie der, den das Umweltministerium zur Verfügung hat. Wenn man da hineinschaut, dann ist man schon erstaunt, was für Ideale manche Menschen haben. Ich habe vielleicht andere. Daraus ergeben sich möglicherweise auch unterschiedliche Interpretationen der einzelnen Positionen.
    Es gibt im Osten, in Mecklenburg-Vorpommern, die Insel Hiddensee, wo, von wenigen Versorgungsfahrzeugen abgesehen, kein Autoverkehr herrscht. Das Leben auf der Insel ist trotzdem nicht zusammengebrochen. Die dort lebenden Menschen sind mit der Situation, so glaube ich, weitestgehend zufrieden.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Das gibt es auch woanders!)

    — Ich habe bisher nicht so viel Zeit gehabt, herumzufliegen und mir das alles anzugucken.
    Die Bundesrepublik Deutschland ist sicherlich keine Insel. Ich glaube aber, viele unserer Verkehrsplaner würden sich glücklich schätzen, wenn sie auf einer dieser Inseln einmal Urlaub machen könnten. Die Luft ist von ungeahnter Klarheit, man kann wandern und klettern, und man steht nicht in irgendwelchen Staus.

    (Zuruf von der FDP: Nur Geld verdienen kann man nicht!)

    Ich frage mich also: Warum streben wir ein solches Wohlgefühl während der Urlaubszeit nicht als Dauerzustand in unserem alltäglichen Leben an?

    (Zuruf von der FDP: Die Arbeitsplätze fehlen!)

    — Das Leben soll schön sein! Hier eine Differenz hereinzubringen erscheint mir doch bemerkenswert einseitig. Aber das ist vielleicht Ihre Politik.
    Der Einzelplan 12 des Verkehrsministeriums für das Jahr 1992 gönnt den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes eine solche Perspektive nicht. Ganz im Gegenteil wird durch diverse Maßnahmen, die meines Erachtens sogar extrem beschleunigt durch die Instanzen gepeitscht werden sollen, alles mögliche in die Wege geleitet, um das Atmen in Deutschland zur Unerträglichkeit werden zu lassen.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Dann müssen Sie auswandern!)

    Die Verkehrswegeplanung ignoriert dabei nahezu alle Proteste der Betroffenen. Sie ignoriert die steigenden Unfallzahlen oder interpretiert sie sich zurecht, sie verdrängt die toten Kinder, die u. a. durch eine seit Jahren unqualifizierte Verkehrsentwicklung in den Städten sterben mußten.
    Anstatt die Realität auf den Straßen in unserem Land wahrzunehmen, werden selbst durch den Verkehrsminister Horrorbilder einer künftigen Verkehrsentwicklung in der Bundesrepublik skizziert, die uns noch schrecklicher erscheinen sollen als das, was wir jetzt schon erleben. Da wird von einer Verachtfachung der Verkehrsströme gesprochen, es wird ein weiterhin ungehemmt steigender individueller Autoverkehr prognostiziert, aber nicht ein Wort ist von Ihnen, Dr. Krause, darüber zu hören, wie man diese Entwicklung bremsen oder gar umkehren kann.
    Ich weiß nicht, wer Ihnen eingeredet hat, daß Verkehrsminister zu sein gleichbedeutend mit Verkehrsbegünstigung ist. Ihre Tätigkeit muß nicht dem Wohl der deutschen und internationalen Autoproduktion dienen, sondern sollte im ganzheitlichen Sinne Schaden vom ganzen deutschen Volk — nicht nur von der Autofahrernation — abhalten.
    Nun sagen Sie mir bitte, wo sich im Haushalt diese Positionen verstecken. Ich glaube, Sie selbst würden gar nicht erst nachschauen, weil Sie wissen, daß nahezu nichts zu finden ist, oder Sie würden wieder beteuern, daß Maßnahmengesetze vorgesehen sind, die im Osten zu einer Entwicklung des Wohlstandes führen sollen. Das habe ich heute schon mehrfach gehört. Diese führten Sie schon bei der Begründung zum Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz als für das Erreichen dieses Ziels unumgänglich auf. Diese Argumentation erinnert aber doch zu deutlich an Baron Münchhausen, der vorgab, sich schon einmal an den eigenen Haaren aus einem Sumpf gezogen zu haben. So ist auch die von Ihnen vorgelegte Begründung zu verstehen. Sie suggerieren, daß der Straßenverkehr ins Unermeßliche steigen wird, und schlußfolgern, daß man weitere Straßen bauen muß. Haben die Bürger das erst einmal verdaut, kommt das Argument, daß ja die Bevölkerung dieses Landes neue Straßen haben will, weil doch der Verkehr ansteigt. Dieser Zirkelschluß ist unzulässig.
    Bei dieser Strategie der Verdummung glaube ich nicht mehr an einen Zufall, sondern werde immer sicherer, daß der Verkehrsminister nicht tatsächlich im Interesse der Menschen dieses Landes handelt. So hat mir auch die öffentliche — nicht unsere interne — Diskussion zum Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz gezeigt, daß die Bevölkerung unseres Landes den demokratieeinschränkenden Charakter dieses Gesetzes schon erkannt hat. Nun frage ich Sie, besonders Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, die Sie auch diese Erkenntnis haben: Wird Ihre doch wohl mehr auf die Meinung der Menschen achtende Partei im Bundesrat dieses unsinnige Gesetz verhindern? Der Umweltausschuß des Bundesrates hat — im Gegensatz zu seinem Verkehrsausschuß — aus guten Gründen mehrheitlich gegen das Gesetz votiert. Ist den SPD-regierten Ländern der Verkehr auf den Straßen eventuell auch mehr wert als eine lebenswerte Umwelt?
    Wenn ich mich an Ihre Habilitationsschrift erinnere, Herr Dr. Krause, so war ich ja schon einmal geneigt, Ihnen Lernfähigkeit in bezug auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leistung von Experten zuzubilligen. Wie kann ich dann aber Ihre Argumentation gegen eine aus ökologischen Gründen von nahezu allen Fachleuten — nicht von Politikern — geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung verstehen? Sie widerspricht jeglicher Logik

    (Dr. Dionys Jobst [CDU/CSU]: Sie dürfen heute schon langsamer fahren!)




    Dr. Klaus-Dieter Feige
    und scheint mir lediglich einer reinen Autofahrlustbefriedigung zu gehorchen. Vernunft neben der reinen Triebbefriedigung ist doch das, was die Menschen von den Tieren unterscheidet. Das hat wohl auch der CSU-Arbeitskreis „Umweltsicherung" so gesehen, aber dieser steht in der CSU wohl allein. Wenn also die Koalitionsfraktionen schon keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen haben wollen, frage ich Sie: warum nicht eine sinnvolle Geschwindigkeitseinschränkung wenigstens in den Städten, wo es permanent Gefährdungsbereiche gibt?

    (Dr. Dionys Jobst [CDU/CSU]: Da gibt es doch ein Tempolimit!)

    — Es gibt zwar ein Limit; es verhindert aber nicht, daß immer noch viele Menschen dort sterben. Ich glaube, daß Sie die öffentlichen Proteste in diesen Bereichen einfach ignorieren. Das Ergebnis wird in einer ganz anderen Form kommen. Sehen Sie sich die verkehrskranken Menschen in Hamburg, Lübeck oder sonstwo an! Ich garantiere Ihnen, daß, wenn die Politiker in unserem Lande die Städte nicht weitgehend verkehrsfrei bekommen, diese Städte durch das demokratische Aufbegehren der Bevölkerung verkehrsfrei werden. Ich glaube, die Menschen haben ein Recht darauf, solche Proteste durchzuführen. Die Protestwelle wird von Unfalltotem zu Unfalltotem in den Städten zunehmen. Die Innenstädte werden dann nicht nur an Wochenenden verkehrsfrei sein. Sie werden sich, wenn Sie den Widerstand durch die selbstorganisierte Verkehrspolitik erleben, noch sehnsüchtig an die dann harmlos erscheinenden Anti-AKW-Demonstrationen der letzten Jahre zurückerinnern.

    (Dr. Dionys Jobst [CDU/CSU]: Die Verkehrssicherheit in den alten Bundesländern ist trotz steigenden Verkehrs besser geworden!)

    — Die Verkehrssicherheit ist sicher in irgendeiner Form gestiegen. Aber gehen Sie davon aus, welches Ziel wir in der Zeit hätten erreichen können, wo wir in vielen Fällen einfach nur gewartet haben!
    Noch haben sich nicht einmal alle Kritiker der Verkehrspolitik der Bundesregierung verbündet. Denken Sie an die Freunde in Ihrer eigenen Partei. Ich habe z. B. die Mitglieder der Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre" im Auge, die noch heute verzweifelt nach einem ökologischen Umbau der Verkehrspolitik suchen. Sie haben längst erkannt, daß es nicht allein darum gehen kann, sogenannte intelligente Verkehrsleitsysteme zu bauen, sondern daß es um eine grundsätzlich neue Entwicklung, um eine „ökologisch intelligente" Verkehrsstrategie geht.
    Es ist schon nahezu schizophren, wenn das Koalitionspapier als Ziel bis zum Jahre 2005 eine Senkung der CO2-Emission von 25 % bis 30 % vorsieht, aber der Wirtschaftsminister in seinen Prognosen von nur 11 % auszugehen gedenkt. Auch im Verkehrsministerium — zumindest sind diese Zahlen so veröffentlicht worden — denkt man an 10 %. Wenn Sie selbst mit Ihrer Arithmetik diese Zahlen zusammenzählen, kommen Sie niemals auf 25 % oder gar 30 %. Ich glaube, daß Sie hier den Mund zu voll genommen haben. Die aktuellen Entwicklungen sind anders. Die Bundesregierung sollte sich einmal der Erkenntnisse ihrer eigenen Abgeordneten bedienen und nicht immer nur nach der finanzstarken Wirtschaftslobby schielen.
    Ich erinnere Sie auch an die Proteste der Naturschutzverbände gegen den Raubbau an unversiegelten Flächen durch neue Straßen. Hat nicht der Bundesverkehrsminister selbst unlängst zigtausend Unterschriften gegen das Fällen von Alleebäumen entlang ostdeutscher Bundesstraßen entgegengenommen und Abhilfe versprochen? Seine Erklärung, daß zum Schutz dieser Alleen neue Autobahnen gebaut werden sollen, wirkt für einen engagierten Naturfreund wie ein Hohn. Sind es neben den Sägen der Flurbereiniger nicht gerade die Autoabgase, die die Bäume in unserem Land schädigen und auch die Menschen krank machen?
    Ich bezweifle nicht, daß es für eine Übergangszeit auch in der Bundesrepublik individuellen Autoverkehr geben wird. Ich akzeptiere auch, daß es Ansätze für die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs gibt. Aber sie sind zu langsam. Angesichts steigender Tarife im Personen- und Güterverkehr ist das auch kein Wunder. Ich sehe daneben die Preise für einen Liter Benzin oder Diesel. Mir wird dann klar, warum sich viele Unternehmer keine Lagerhäuser mehr leisten wollen und mit einem Just-in-timeTransport die Straßen für rollende Lager mißbrauchen. Allein die sofort machbare Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene würde mancher kollabierenden Stadtdurchfahrt die notwendige Entlastung geben. Übrigens ist in Japan, einem Land, in dem man gar nicht so sensibel mit Umweltfragen umgeht, der Ausstieg längst vorgenommen und auf diese Form der Transportlagerwirtschaft verzichtet worden. Müssen wir die Fehler, die andere schon gemacht haben, auch machen, um klug zu werden?
    Die Länge der Übergangszeit zu einem integrierten öffentlichen Personennahverkehr wird durch den Verkehrsminister und sein Team entscheidend mitbestimmt. Nach den gegenwärtigen Ergebnissen und Ihrem „Idealhaushalt" gehe ich von einem tausendjährigen Planungszeitraum aus, bis wir das schaffen werden.
    Erlauben Sie mir zum Abschluß einen kleinen Seitensprung zu dem berühmten grünen Pfeil.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Was? — Dr. Dionys Jobst [CDU/CSU]: Ein Seitensprung ist hier im Plenum nicht erlaubt!)

    — Die sind hier nicht erlaubt? Das ist wunderbar, dann bin ich der erste, der so etwas macht. Da es ein grüner Pfeil ist, kann ich mir diesen Seitensprung schon erlauben.

    (Ernst Waltemathe [SPD]: Sie sind doch für Verkehrsvermeidung!)

    Dieser grüne Pfeil hat in unsere Diskussionen schon Eingang gefunden. Meine Erfahrungen mit diesen verkehrsregelnden Einrichtungen sind gut. Deshalb habe ich auch nichts gegen eine diesbezügliche bundesweite Ausdehnung. Andererseits erscheint mir jedoch die Begründung des Verkehrsministers für diese Ausweitung des Geltungsbereichs sehr skurril. Wer, wie Herr Krause, lediglich glaubt, daß es darauf ankommt, die Autos nur besser hin- und herzuschieben,



    Dr. Klaus-Dieter Feige
    hat das Grundproblem, nämlich die Gesamtmenge des Autoverkehrs, nicht durchschaut.
    Herr Krause, wenn es wirklich so ist, wie Sie sagen, daß man durch den Rechtsabbiegepfeil eine um 50 % gesteigerte Durchlaßfähigkeit auf den Straßen bekommt, dann sollten alle Autofahrer permanent immer nur rechts abbiegen und im Kreis fahren — das würde dann immer mehr Einsparungen bringen —, bis die Straßen autoleer sind.

    (Heiterkeit bei der SPD und der PDS/Linke Liste sowie bei Abgeordneten der CDU/ CSU)

    Ich werde — das muß ich hier sagen; selbst bei einer Zustimmung für eine an sich sinnvolle Verkehrsmaßnahme — unsicher, weil ich dann damit rechne, daß Sie der deutschen Öffentlichkeit bei Gelegenheit diesen grünen Pfeil gegen eine oder zwei Autobahnen aufrechnen werden. In dieser Hinsicht schwant mir Krausenvolles.
    Schönen Dank.

    (Beifall bei Abgeordneten der PDS/Linke Liste)