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ID1007429000

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 10/74 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 74. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 7. Juni 1984 Inhalt: Nachruf auf das ehemalige Mitglied des Deutschen Bundestages, Professor Dr. Ernst Schellenberg 5319 A Absetzung eines Punktes von der Tagesordnung 5425 D Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Steger, Roth, Catenhusen, Fischer (Homburg), Grunenberg, Nagel, Stahl (Kempen), Stockleben, Vahlberg, Vosen und der Fraktion der SPD Unterstützung des französischen EG-Memorandums „Eine neue Stufe Europas: ein gemeinsamer Raum für Industrie und Forschung" durch die Bundesregierung — Drucksache 10/1305 — in Verbindung mit Beratung des Ersten Berichts und der Empfehlung der Europa-Kommission zur Frage der Personenkontrolle im innergemeinschaftlichen Grenzverkehr und zur Einführung des Europa-Passes — Drucksache 10/1126 — in Verbindung mit Beratung des Zweiten Berichts und der Empfehlung der Europa-Kommission zur Herstellung eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes — Drucksache 10/1221 — in Verbindung mit Beratung des Dritten Berichts und der Empfehlung der Europa-Kommission zur Frage der parlamentarischen Behandlung des Entwurfs eines Vertrages zur Gründung der Europäischen Union — Drucksache 10/1261 — in Verbindung mit Beratung der Unterrichtung durch das Europäische Parlament Entschließung zum Entwurf eines Vertrags zur Gründung der Europäischen Union — Drucksache 10/1423 — in Verbindung mit Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung Vorschlag eines Beschlusses des Rates über die Entsprechung der beruflichen Befähigungsnachweise zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft — Drucksachen 10/546 Nr. 23, 10/1422 — in Verbindung mit Beratung der Unterrichtung durch das Europäische Parlament Entschließung zur Notwendigkeit der Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes — Drucksache 10/1357 — II Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 74. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 7. Juni 1984 Dr. Dregger CDU/CSU 5350 D Dr. Ehmke (Bonn) SPD 5353 C Dr. Rumpf FDP 5355 D Vogt (Kaiserslautern) GRÜNE 5359 C Dr. Mertes, Staatsminister AA 5361 D Dr. Steger SPD 5365 C Dr. Stercken CDU/CSU 5367 A Antretter SPD 5368 D Dr. Schwörer CDU/CSU 5371 B Brück SPD 5373 C Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Asylverfahrensgesetzes — Drucksache 10/1255 — Beschlußempfehlung und Bericht des Innenausschusses — Drucksache 10/1546 — Dr. Olderog CDU/CSU 5376 A Wartenberg (Berlin) SPD 5377 B Dr. Hirsch FDP 5379A Schneider (Berlin) GRÜNE 5380 C Dr. Waffenschmidt, Parl. Staatssekretär BMI 5382 B Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes — Drucksache 10/319 —Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/1447 — Klein (Dieburg) SPD 5383 C Beckmann FDP 5384 D Frau Nickels GRÜNE 5386 A Erhard, Parl. Staatssekretär BMJ . . . 5387 A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Deutschen Richtergesetzes — Drucksache 10/1108 — Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/1541 — in Verbindung mit Zweite Beratung des von den Abgeordneten Fischer (Osthofen), Bachmaier, Dr. Emmerlich, Klein (Dieburg), Dr. Kübler, Lambinus, Schmidt (München), Schröder (Hannover) Dr. Schwenk (Stade), Stiegler, Dr. de With, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Deutschen Richtergesetzes — Drucksache 10/213 —Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/1541 — in Verbindung mit Zweite Beratung des von den Abgeordneten Fischer (Frankfurt), Dr. Jannsen, Frau Reetz, Schily und der Fraktion DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Deutschen Richtergesetzes — Drucksache 10/1184 — Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/1541 — Bohl CDU/CSU 5388 A Fischer (Osthofen) SPD 5390 A Kleinert (Hannover) FDP 5392 B Dr. Jannsen GRÜNE 5394 D Engelhard, Bundesminister BMJ . . . 5396 C Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Pinger, Frau Fischer, Dr. Hüsch, Lamers, Austermann, Repnik, Schreiber, Feilcke, Hedrich, Höffkes, Graf von Waldburg-Zeil, Dr. Pohlmeier, Dr. Kunz (Weiden), Ruf, Biehle, Herkenrath, Sauter (Epfendorf), Dr. Hoffacker, Dr. Lammert, Schulze (Berlin), Link (Frankfurt), Dr. Stavenhagen, Schemken, Dr. Götz, Dr. Rose, Sauter (Ichenhausen), Clemens, Schwarz, Graf Huyn, Jagoda, Pfeffermann, Lenzer, Seehofer, Spilker, Frau Dr. Hellwig, Dr. Möller, Maaß, Dr. Lippold, Dr. Stercken, Roth (Gießen), Dr. Becker (Frankfurt), Magin, Tillmann, Sauer (Stuttgart), Haungs, Dr. Bugl, Dr.-Ing. Kansy, Jung (Lörrach), Dr. Faltlhauser, Dr. Meyer zu Bentrup und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Dr. Rumpf, Dr. Feldmann, Bredehorn, Frau Seiler-Albring, Schäfer (Mainz), Ronneburger, Dr. Haussmann, Grünbeck, Beckmann, Wurbs, Wolfgramm (Göttingen) und der Fraktion der FDP Intensivierung der Handwerksförderung in der Dritten Welt — Drucksache 10/1214 — Schreiber CDU/CSU 5398 D Bindig SPD 5400 B Dr. Rumpf FDP 5402 A Schwenninger GRÜNE 5403 B Dr. Warnke, Bundesminister BMZ . . 5405A Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 74. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 7. Juni 1984 III Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, FDP und der Fraktion DIE GRÜNEN Lage in Afghanistan — Drucksachen 10/1277, 10/1499 — Dr. Todenhöfer CDU/CSU 5406 D Neumann (Bramsche) SPD 5409 A Frau Dr. Hamm-Brücher FDP 5411 A Reents GRÜNE 5412 B Dr. Mertes, Staatsminister AA 5415A Beratung des Antrags der Abgeordneten Reschke, Daubertshäuser, Dreßler, Dr. Holtz, Frau Huber, Menzel, Dr. Mertens (Bottrop), Reuschenbach, Dr. Steger, Urbaniak, Kretkowski, Meininghaus, Toetemeyer, Schröer (Mülheim), von der Wiesche, Wieczorek (Duisburg), Westphal, Dr. Klejdzinski und der Fraktion der SPD S-Bahn-Verbindungen im mittleren Ruhrgebiet — Drucksache 10/1352 — Reschke SPD 5418 D Milz CDU/CSU 5420 B Kohn FDP 5421 D Drabiniok GRÜNE 5423 B Fragestunde — Drucksachen 10/1538 vom 1. Juni 1984 und 10/1553 vom 6. Juni 1984 — Aufenthaltsort und Befinden Andrej Sacharows und seiner Ehefrau sowie Bemühungen der Bundesregierung, Leben und Gesundheit beider zu retten und für sie die Ausreiseerlaubnis zu erwirken DringlAnfr 06.06.84 Drs 10/1553 Jäger (Wangen) CDU/CSU Antw BMin Genscher AA 5319 D ZusFr Jäger (Wangen) CDU/CSU . . . 5320 A ZusFr Würtz SPD 5320 B ZusFr Gerster (Mainz) CDU/CSU . . . 5320 B ZusFr Repnik CDU/CSU 5320 C ZusFr Frau Dr. Hamm-Brücher FDP . 5320 D ZusFr Dolata CDU/CSU 5321A ZusFr Frau Hoffmann (Soltau) CDU/CSU 5321A ZusFr Horacek GRÜNE 5321 B ZusFr Schulze (Berlin) CDU/CSU . . . 5321 B Kriegsdienstverweigerung nach Ablehnung von Tauglichkeitseinsprüchen MdlAnfr 34 01.06.84 Drs 10/1538 von Schmude CDU/CSU Antw PStSekr Würzbach BMVg . . . 5321 C ZusFr von Schmude CDU/CSU 5321 C ZusFr Waltemathe SPD 5322 A Transport der Drucksachen des Stuttgarter CDU-Parteitages in bundeseigenen Fahrzeugen, insbesondere in Flugzeugen MdlAnfr 37, 38 01.06.84 Drs 10/1538 Dreßler SPD Antw PStSekr Würzbach BMVg . . . 5322 B ZusFr Dreßler SPD 5322 B Bereitstellung von Ausbildungsplätzen beim Bundesministerium der Verteidigung; Gefährdung dieser Ausbildungsplätze durch Sparmaßnahmen MdlAnfr 39, 40 01.06.84 Drs 10/1538 Hedrich CDU/CSU Antw PStSekr Würzbach BMVg . . . 5322 D ZusFr Hedrich CDU/CSU 5323A ZusFr Frau Steinhauer SPD 5323 B Zahl der stationierten sowjetischen Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 MdlAnfr 45 01.06.84 Drs 10/1538 Reents GRÜNE Antw PStSekr Würzbach BMVg . . . 5323 D ZusFr Reents GRÜNE 5323 D Geheimhaltung weiterer Stationierungen von Pershing-Il-Raketen und Cruise Missiles in der Bundesrepublik Deutschland MdlAnfr 46 01.06.84 Drs 10/1538 Reents GRÜNE Antw PStSekr Würzbach BMVg . . . 5324 B ZusFr Reents GRÜNE 5324 B Weiterbau der A4 vom Autobahnkreuz Olpe-Süd nach Hattenbach MdlAnfr 49, 50 01.06.84 Drs 10/1538 Breuer CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Schulte BMV . . . 5324 D ZusFr Breuer CDU/CSU 5325 A ZusFr Frau Steinhauer SPD 5325 B Reaktion der Bundesregierung auf die restriktive Haltung Südafrikas bei Einreisevisen für deutsche Bundesbürger MdlAnfr 52, 53 01.06.84 Drs 10/1538 Frau Dr. Hamm-Brücher FDP Antw BMin Genscher AA 5326A ZusFr Frau Dr. Hamm-Brücher FDP . 5326 A ZusFr Bindig SPD 5326 B IV Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 74. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 7. Juni 1984 Aufnahme von Gesprächen über die Gestaltung langfristiger Ost-West-Beziehungen MdlAnfr 56, 57 01.06.84 Drs 10/1538 Dr. Czaja CDU/CSU Antw BMin Genscher AA 5327 A ZusFr Dr. Czaja CDU/CSU 5327 B Unterzeichnung, Entgegennahme und Verbreitung einer Petition der „Schlesischen Jugend" durch Mitglieder der Bundesregierung, insbesondere Staatsminister Friedrich Vogel MdlAnfr 58, 59 01.06.84 Drs 10/1538 Voigt (Frankfurt) SPD Vereinbarkeit von Formulierungen in der vom Bundeskanzleramt verbreiteten Petition der „Schlesischen Jugend" mit Buchstaben und Geist des Warschauer Vertrages MdlAnfr 60, 61 01.06.84 Drs 10/1538 Dr. Ehmke (Bonn) SPD Weiterführung der Politik des Ausgleichs und der Fortentwicklung der Beziehungen zur Volksrepublik Polen entsprechend dem deutsch-polnischen Vertrag vom 7. Dezember 1970 MdlAnfr 62 01.06.84 Drs 10/1538 Becker (Nienberge) SPD Bekräftigung des deutsch-polnischen Vertrages vom 7. Dezember 1970 MdlAnfr 63 01.06.84 Drs 10/1538 Schmitt (Wiesbaden) SPD Gültigkeit der Bestimmungen des Artikels I des deutsch-polnischen Vertrages vom 7. Dezember 1970 MdlAnfr 64 01.06.84 Drs 10/1538 Sielaff SPD Uneingeschränkte Gültigkeit des Artikels I Abs. 2 des deutsch-polnischen Vertrages vom 7. Dezember 1970 MdlAnfr 65 01.06.84 Drs 10/1538 Frau Weyel SPD Heraushebung des Art. I Abs. 3 des deutsch-polnischen Vertrages vom 7. Dezember 1970 in der deutschen Politik MdlAnfr 66 01.06.84 Drs 10/1538 Waltemathe SPD Antw BMin Genscher AA 5328 B ZusFr Voigt (Frankfurt) SPD 5329 C ZusFr Dr. Ehmke (Bonn) SPD 5331A ZusFr Dr. Hupka CDU/CSU 5331A ZusFr Lowack CDU/CSU 5331 B ZusFr Sauer (Salzgitter) CDU/CSU . . 5331 D ZusFr Waltemathe SPD 5332 C ZusFr Frau Huber SPD 5333 C ZusFr Frau Hoffmann (Soltau) CDU/CSU 5333C ZusFr Stahl (Kempen) SPD 5334 B ZusFr Frau Weyel SPD 5334 C ZusFr Dr. Czaja CDU/CSU 5334 D ZusFr Schmitt (Wiesbaden) SPD . . . 5335A ZusFr Dr. Klejdzinski SPD 5335C ZusFr Sielaff SPD 5335 D ZusFr Horacek GRÜNE 5336 C ZusFr Becker (Nienberge) SPD 5336 D ZusFr Schmitt (Wiesbaden) SPD . . . . 5337 A Zur Geschäftsordnung Becker (Nienberge) SPD 5337 B Aktuelle Stunde betr. deutsch-polnische Beziehungen Dr. Ehmke (Bonn) SPD 5337 D Rühe CDU/CSU 5338 C Horacek GRÜNE 5340 A Ronneburger FDP 5340 D Frau Huber SPD 5341 C Dr. Czaja CDU/CSU 5343 A Genscher, Bundesminister AA 5344 B Schmitt (Wiesbaden) SPD 5345 C Freiherr Heeremann von Zuydtwyck CDU/ CSU 5346 C Frau Weyel SPD 5347 B Mischnick FDP 5348 A Klein (München) CDU/CSU 5348 C Voigt (Frankfurt) SPD 5349 C Nächste Sitzung 5425 D Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . 5426*A Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 74. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 7. Juni 1984 5319 74. Sitzung Bonn, den 7. Juni 1984 Beginn: 13.00 Uhr
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    Berichtigung Auf Seite 5360 C ist in der Rede des Abgeordneten Vogt (Kaiserslautern) nach der 11. Zeile hinter dem Wort werden —, einzufügen: „zu einer Abrüstungsagentur ausgebaut wird. Das sind konkrete". Anlage zum Stenographischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Dr. Ahrens * 8. 6. Frau Dr. Bard 8. 6. Brandt 8. 6. Broll 8. 6. Collet 8. 6. Dr. Glotz 8. 6. Dr. Haack 8. 6. Dr. Hauff 7. 6. Kalisch 8. 6. Keller 8. 6. Frau Kelly 8. 6. Klose 7. 6. Frau Krone-Appuhn 8. 6. Dr. Kunz (Weiden) 8. 6. Lemmrich* 8. 6. Marschewski 8. 6. Dr. Müller* 8. 6. Müntefering 7. 6. Polkehn 8. 6. Porzner 8. 6. Poß 7. 6. Schmidt (Hamburg) 8. 6. Schmidt (Wattenscheid) 7. 6. Dr. Schöfberger 8. 6. Schröer (Mülheim) 7. 6. Graf Stauffenberg 8. 6. Vogt (Düren) 7. 6. Voigt (Sonthofen) 8. 6. Weiskirch (Olpe) 8. 6. * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
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    Rede von Otto Reschke


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Antrag der SPD- Bundestagsfraktion auf Drucksache 10/1352 hat zum Ziel, die verkehrspolitischen Bemühungen der Gemeinden zum Ausbau des Schnellbahnsystems im Revier, bestehend aus S-Bahn und U-Bahn, weiter voranzubringen.
    Die Gemeinden haben sich dazu in mehreren Sitzungen ihrer Stadträte geäußert; die Stadt Velbert z. B. schon 1980, Herr Schemken, in ihrem Wirtschaftsausschuß, der Rat der Stadt Essen erst vor wenigen Wochen. Zum Beispiel schreiben die Städte Essen, Bottrop und auch Marl dazu: Die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs ist eine entscheidende Voraussetzung für die Verbesserung des Lebenswertes und der Wirtschaftskraft des Ruhrgebiets, des Bergischen Raums und deren Ballungsrandzonen. Entsprechend dieser Entschließung der Räte der genannten Städte sollten wir versuchen, das, was in den vergangenen Jahren aus den Kassen von Bund und Ländern in die Ballungsrandzonen des Ruhrgebietes geflossen ist, fortzuführen.
    Gemeinsam haben Bund und Länder bis Ende 1983 1,22 Milliarden DM für den S-Bahn-Ausbau im Ruhrgebiet und in den Ballungsrandzonen investiert. Der Bestand an S-Bahn-Ausbauverträgen beinhaltet noch ein Bauvolumen von rund 800 Millionen DM. Diese 800 Millionen DM werden zum größten Teil bis Ende 1986 — man spricht von dem S-Bahn-Finanzierungsberg — investiert, d. h. ver-



    Reschke
    baut werden. Unsere Bemühung muß dahin gehen, gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen für 1985 und folgende den Fünfjahresplan fristgerecht fortzuschreiben, um nach Fertigstellung der verschiedensten S-Bahn-Bereiche und Auslaufen der Bauvolumina Anschlußaufträge in den verschiedensten Bereichen vorliegen zu haben.
    Beantragt ist hier der S-bahnmäßige Ausbau der Nahverkehrsstrecke N 9, zur Zeit im Takt befahren von Haltern über Bottrop nach Essen, Langenberg, Neviges bis hin nach Wuppertal-Vohwinkel. Seit geraumer Zeit weist diese Strecke, die ungefähr seit zweieinhalb, drei Jahren in den verschiedensten Abschnitten im Takt befahren wird, eine erhebliche Zunahme der Fahrgastzahlen auf. Die Größenordnung, meine ich, ist es wert, hier genannt zu werden. Bezogen auf das Jahr 1978 in Reisenden-Kilometern je nach Streckenabschnitt und Zählung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr sind Zunahmen zwischen 18 und 36 % zu verzeichnen, und das alles bei vorsintflutlichem Bundesbahngerät unterschiedlichster Art. Ich kann nur einfach einmal darauf hinweisen — die Praktiker aus der Region vor Ort kennen es —: Alte Diesellocks fahren größtenteils unter Stromleitungen. Elektrifizierung gibt es dort kaum. Bahnsteige sind nicht angepaßt.
    Bundesbahngerät, Bahnhöfe und Parkplätze, städtebauliche Verbesserungen und die Elektrifizierung der Reststrecke von Steele über Langenberg, Neviges bis nach Wuppertal stellen den Investitionsbedarf dar.

    (Dr. Bötsch [CDU/CSU]: Da machen wir mal einen Betriebsausflug hin!)

    — Das können wir einmal machen. Wir fahren gemeinsam die Strecke ab. Ich lade Sie herzlich dazu ein.
    Es ist erstaunlich, daß die 80 Millionen DM für diese 32 km Kabel fehlen, wo doch zur Zeit fast die ganze Bundesrepublik für Milliarden verkabelt wird.
    Für die zukünftige S 9 ist schon eine erhebliche Vorweginvestition getätigt worden. Erst in diesem Jahr noch ist gemeinsam mit Zustimmung des Bundes der Ausbau des S-Bahn-Haltepunkts EssenHolthausen bewilligt worden.
    Zu den bestehenden Strecken S 1 und S 6, die in Betrieb sind, gehört die Planung einer Nahverkehrsstrecke Essen-Kettwig-Heiligenhaus-VelbertNeviges, also eine Querverbindung zwischen der zukünftigen S 9 und der S-Bahn Düsseldorf.
    Wir schließen uns mit dieser Forderung als SPD- Bundestagsfraktion ausdrücklich dem Votum des Wirtschaftsausschusses der Stadt Velbert an, der 1980 — ich zeige Ihnen gleich das Protokoll, Herr Schemken — ausdrücklich im Zuge des Wegfalls der A 31 diese öffentliche personennahverkehrsmäßige Anbindung gefordert hat.

    (Zustimmung bei der SPD)

    Die südliche Ballungsrandzone mit weit über 10 000 Einwohnern im Bereich des Reviers erhält dadurch einen attraktiven Nahverkehrsanschluß.

    (Dr. Vogel [SPD]: Richtig!)

    Die Weiterverfolgung des S-Bahn-Ausbaus der Linien S 2 und S 4, von Dortmund kommend, ist eine verkehrs- und strukturpolitische Konsequenz für das nördliche Ruhrgebiet auf Grund der bisherigen Investitionen. Wir meinen, es gibt guten Grund, den Ausbau der fehlenden Nord-Süd-S-Bahn-Verbindung anzupacken, weil die jetzige S 1 verkehrspolitisch vom Betrieb, vom Fahrgastaufkommen und vom Betriebsergebnis her ein Torso bleiben wird und bleiben muß, wenn die fast anderthalb bis zwei Millionen Menschen in Ruhrgebiet-Mitte, Ruhrgebiet-Nord, in der Ballungsrandzone Nord, in Ruhrgebiet-Süd, in der Ballungsrandzone Süd und im Raum Wuppertal nicht angeschlossen werden.
    Die Gesamtinvestitionen schätzen wir auf rund 800 Millionen DM. Herr Schemken, damit wir uns richtig verstehen — ich spreche Sie speziell als Velberter an —: Wir sehen darin Zuwachsinvestitionen für den Verkehrsinfrastrukturbereich, weil wir der Auffassung sind, daß dadurch keine sinnvolle notwendige Straßenplanung verhindert werden soll.
    Die Infrastrukturwirkung dieser Investitionen für das Ruhrgebiet im Bereich Städtebau, Freizeit, Umwelt und nicht zuletzt für die Strukturerneuerung ist von unschätzbarem Wert. Dem auslaufenden S-Bahn-Bauvolumen wird hier etwas entgegengesetzt, was arbeitsmarktentlastend und arbeitsplatzerhaltend für den Bereich Anlagen, Stahl, Hoch- und Tiefbau wirkt.

    (Beifall bei der SPD)

    Die Arbeitslosenzahlen im Ruhrgebiet im Vergleich zu 1982 sollten Ihnen ein klein wenig zu denken geben. Ich nehme einmal das Gebiet des Kommunalverbands Ruhrgebiet. Am 30. April 1982 hatten wir dort eine Arbeitslosenquote von 9,6 %; 185 000 Menschen waren arbeitslos. Am 30. April 1984 waren über 270 000 Menschen arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 14,2 %. Setzen Sie voraus, daß in den nächsten zwei Jahren ein Vertragsvolumen von 400, 600 oder 800 Millionen DM wegfallen wird. Sie können sich vorstellen, wie es dann in den Bereichen Anlagenbau, Stahl, Industriebau, Gleisbau, Oberbau, Unterbau und was alles dazugehört aussehen wird.
    Ich will hier nicht zitieren, was der Deutsche Industrie- und Handelstag am 13. April 1984, einem Freitag — hoffentlich ist das in der Geschichte kein schwarzer Freitag —, geäußert hat. Er hat eine Erklärung zur Lage der Verkehrsfinanzen abgegeben. Er schreibt — wegen der Kürze der Zeit will ich nur kurz zitieren —, daß der vorn Bundesverkehrsminister verwaltete Investitionshaushalt „in den vergangenen Jahren lediglich zur Konsolidierung der Bundesfinanzen beigetragen hat".
    Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach Auffassung der SPD-Bundestagsfraktion kann und darf es nicht Ziel einer Verkehrspolitik sein, daß man sie einer



    Reschke
    reinen Fiskalpolitik unterordnet. Sie hat struktur-
    und ordnungspolitische Bedeutung.

    (Beifall bei der SPD)

    Am 29. Februar 1984 — ich muß mich noch einmal darauf beziehen — berichtete die NRZ in Essen über eine Tagung der CDU im Ruhrgebiet. Dort hieß es:
    Die Bundesregierung will ihre Bemühungen, dem notleidenden Revier mit Finanzspritzen zu helfen, noch weiter verstärken. Dies erklärte der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Friedrich Vogel, vor dem Bürgerforum zum Auftakt des CDU-Kommunalwahlkampfes.
    Meine sehr verehrten Damen und Herren, im Revier haben wir nichts davon, wenn Sie uns jede Woche und jeden Tag dreimal erklären, Sie lieben uns. Sie müssen es einfach mal tun durch praktische Beweise.

    (Beifall bei der SPD — Dr. Bötsch [CDU/ CSU]: Die Sitzungen dauern immer so lange!)

    Bei dieser Bundesregierung sieht die Praxis der Unterstützung des Landes und der Gemeindeverkehrspolitik für NRW in vielen Bereichen ja bitter aus. Verkehrsminister Volker Hauff hatte 1981 150 Millionen DM und 1982 199 Millionen DM zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt, und im Entwurf des Haushalts 1983 hatte er 159 Millionen DM zusätzliche Finanzmittel im Bereich der GVFG-Finanzierung bereitgestellt.

    (Zuruf von der SPD: Das waren noch Zeiten!)

    Der Wende fielen 1983 59 Millionen DM zum Opfer. Für 1984 hatte Bundesverkehrsminister Volker Hauff zugesagt, wiederum 150 Millionen DM bereitzustellen, um Einbußen beim Mineralölsteueraufkommen — um diesen Topf ging es — für den öffentlichen Personennahverkehr auszugleichen. Auch dies wurde nach der christlich-liberalen Wende nicht eingehalten.
    Herr Präsident, ich komme zum Schluß. Das Land NRW und die Gemeinden mußten größtenteils Vorfinanzierung beim U-Bahn- und Stadtbahnbau leisten, um nicht Baustellen stillegen zu müssen. Nicht angefangene Vorhaben wurden ganz besonders beim Stadtbahnbau nach hinten geschoben.
    Wer dem Ruhrgebiet helfen will, muß dies mit Haushaltszahlen tun und nicht mit Schlagzeilen in den Medien.

    (Zustimmung bei der SPD)

    Stimmen Sie der Überweisung zu, und sagen Sie im Verkehrsausschuß ja zur Weiterführung des S-
    Bahn-Baus im Ruhrgebiet!

    (Beifall bei der SPD — Dr. Holtz [SPD]: Ein realistischer Antrag! Hoffentlich!)



Rede von Heinz Westphal
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)
Das Wort hat der Abgeordnete Milz.

  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von: Unbekanntinfo_outline


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: ()

    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn man die Rede des Kollegen
    Reschke gehört hat, glaubt man, auf der einen Seite sei in Nordrhein-Westfalen die Welt in Ordnung, und auf der anderen Seite sei Nordrhein-Westfalen das Land, in dem die Bundesregierung überhaupt nicht tätig sei.

    (Dr. Holtz [SPD]: Nicht ausreichend tätig!)

    Ich will versuchen, auf einige Fakten aufmerksam zu machen, die entweder sowohl dem Kollegen Reschke wie auch der gesamten SPD-Fraktion nicht mehr bekannt sind oder die man bewußt verdrängen möchte.
    Meine Damen und Herren, uns allen ist klar, daß die starke Konzentration von Wohnungen, Arbeitsplätzen und kommunalen Einrichtungen im Verdichtungsraum des Ruhrgebietes ein geeignetes S-
    Bahn-System erfordert. In diesem Gebiet übernimmt die S-Bahn sowohl überregionale als auch regionale Verkehrsaufgaben.
    Es ist jedoch in hohem Maße unverständlich, wenn sich der Deutsche Bundestag mit einem Antrag befassen muß, der gar nicht hierher gehört. Der hier vorliegende Antrag zählt zu den Papieren, die hinsichtlich ihrer Realisierung von vornherein keine Aussichten haben. Der Grund für die vergebliche Mühe bei der SPD liegt darin, daß die SPD- Genossen zwar von Herrn Daubertshäuser bis zu Herrn Dr. Vogel

    (Dr. Vogel [SPD]: Genossinnen! — Immer diese Einseitigkeiten!)

    geschlafen haben oder mit diesem Antrag vertuschen wollen, daß ihre Genossen in NordrheinWestfalen den Überblick über die S-Bahn-Planung völlig verloren haben,

    (Dr. Holtz [SPD]: Das glauben Sie doch selbst nicht!)

    was übrigens, meine Damen und Herren, in Nordrhein-Westfalen in der Zwischenzeit in fast allen Politikbereichen der Fall ist.

    (Dr. Holtz [SPD]: Enttäuschend, was Sie hier sagen!)

    Falls also die Antragsteller dies noch nicht wissen sollten, so muß ihnen gesagt werden, daß das Land der Intitiator sein muß, wenn Bundesmittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz für die weiterführenden Strecken der Linien S 2 und S 4 fließen sollen.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Meine Damen und Herren, diese Mittel stehen dem Land nach den Richtlinien für dieses Projekt auch zu, aber sie müssen erst einmal beantragt werden. Bis heute hat das Land Nordrhein-Westfalen weder für die vergangenen Jahre solche Anträge gestellt, noch liegt für dieses Jahr ein entsprechender Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen vor.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Meine Damen und Herren, ich nenne es Heuchelei,
    wenn man auf diese Weise den Versuch unternimmt, vom Rednerpult des Deutschen Bundesta-



    Milz
    ges her Einfluß auf den Kommunalwahlkampf zu nehmen.

    (Dr. Holtz [SPD]: Nein, das ist zu billig! — Weitere Zurufe von der SPD)

    Jetzt, da jeder weiß, daß vorerst keine der weiteren Gelder für S-Bahn-Vorhaben in diesen Raum fließen können, vermag dieser Täuschungsantrag nichts mehr zu bewirken. Es nützt auch nichts, die Bereitstellung von Finanzmitteln für den Streckenabschnitt von Velbert bis Neviges zu verlangen, den das Land Nordrhein-Westfalen noch nicht einmal in dem aktualisierten S-Bahn- und Stadtbahnbedarfsplan berücksichtigt hat.

    (Zuruf von der SPD: Doch!)

    Diese Strecke ist vom Land Nordrhein-Westfalen unter „möglicher weiterer Bedarf" eingestuft worden. Meine Damen und Herren, es wäre schon gut, wenn Sie erst einmal Ihre eigenen Genossen aus ihrem Tiefschlaf aufwecken würden, damit die ihre Hausaufgaben machen, was bisher offenbar nicht geschehen ist.

    (Zustimmung bei der CDU/CSU — Zurufe von der SPD)

    Wo bleibt denn hier der politische Sachverstand, der bei der SPD total verlorengegangen zu sein scheint? Ich halte es nicht nur für eine Zeitvergeudung, sondern auch für eine Zumutung für uns Abgeordnete, mit einer derartigen Initiative befaßt zu werden, die grundsätzlich erst Länderangelegenheit ist.
    Die SPD-Antragsteller blamieren sich ferner damit, daß weder Bau- noch Finanzierungsverträge für diese Strecken vorliegen. Wenn also die Bereitstellung von Finanzmitteln im Rahmen der Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erfolgen soll, so ist das nicht möglich, weil diese zwingende Voraussetzung fehlt.
    Dieser Antrag beweist einmal wieder, in welch oberflächlicher Art und Weise die SPD ihre Arbeit versieht.

    (Reschke [SPD]: Sie haben Ziffer 2 nicht gelesen!)

    Sie darf sich deshalb nicht wundern, wenn ihr zu Recht vorgeworfen wird, ungenügenden Sachverstand zu haben und unfähig zu sein, konstruktive Arbeit zu leisten.

    (Dr. Holtz [SPD]: Lächerlich!)

    Ich füge eines hinzu: Dieser Antrag zeigt auch, wie recht Konrad Adenauer gehabt hat, der einmal sagte: Sozialisten sind zum Rechnen kaum fähig.

    (Dr. Holtz [SPD]: Wo bleibt der Beifall? — Dr. Vogel [SPD]: Hinsetzen! — Weitere Zurufe von der SPD)

    Damit Sie aber erkennen, daß wir der Meinung sind, daß man in diesem Bereich schon etwas tun kann — —

    (Dr. Vogel [SPD]: Setzen!)

    — Herr Vogel, Sie mögen in Ihrer Fraktion in der
    Pose eines Oberlehrers mit Ihren Genossen umgehen, wir sind in der Unionsfraktion einen anderen Umgang gewohnt und werden uns nicht dazu anhalten lassen,

    (Dr. Vogel [SPD]: Zeigefinger nach unten, Herr Oberlehrer!)

    das zu tun, was Sie praktizieren.

    (Dr. Vogel [SPD]: Was ist das für ein Humor?)

    Meine Damen und Herren, ich lade Sie ein: Wenn Sie für einen Teil dieses Raumes etwas tun wollen, dann setzen Sie sich mit uns dafür ein, daß 1985

    (Zuruf von der SPD: Viel zu spät!)

    der notwendige Anschluß des Raumes Velbert/Neviges, d. h. des niederbergischen Raumes, über die A 44 an das Autobahnnetz der Rheinschiene geschaffen wird.

    (Zurufe von der SPD)

    Setzen Sie sich mit dafür ein, daß dies geschieht! Dann sichern Sie Arbeitsplätze,

    (Zurufe von der SPD)

    dann tun Sie etwas für diejenigen, von denen Sie zwar ständig reden, für die Sie aber in Wirklichkeit nichts tun. Das wäre besser, als über die 35-Stunden-Woche zu diskutieren.

    (Zustimmung bei der CDU/CSU und der FDP — Lachen und Zurufe von der SPD)

    Ich komme zum Schluß. Angesichts der aufgezeigten Mängel hätte ich die Bitte an die SPD-Fraktion, ihren Antrag zurückzuziehen.

    (Dr. Vogel [SPD]: So höflich, Herr Milz? — Weitere Zurufe von der SPD)

    Natürlich werden wir der Überweisung an den Ausschuß zustimmen, aber ich sage Ihnen jetzt schon: Diesem Antrag werden wir in der Sache, weil er erhebliche Mängel aufweist, auf die ich aufmerksam gemacht habe, unsere Zustimmung versagen. Wir halten ihn für schlecht begründet und deshalb schlechterdings nicht für zustimmungsfähig.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP — Dr. Holtz [SPD]: Schwach, sehr schwach, was Sie gesagt haben! — Dr. Vogel [SPD]: Typische Vorverurteilung!)

    — Ich wußte gar nicht, daß Vögel auch schreien können.