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    Deutscher Bundestag 194. Sitzung Bonn, den 13. November 1968 Inhalt: Glückwünsche zu den Geburtstagen der Abg. Glüsing und Dr. Conring . . . 10445 A Überweisung von Vorlagen an Ausschüsse 10445 A Amtliche Mitteilungen 10445 B Zur Tagesordnung Rasner (CDU/CSU) 10446 B Fragestunde (Drucksachen V/3471, V/3478) Frage des Abg. Picard: Arbeitsbedingungen und Besoldung des Flugsicherungspersonals Leber, Bundesminister 10446 C Picard (CDU/CSU) 10446 C Müller (Berlin) (CDU/CSU) . . . 10447 B Dr. Schmidt (Offenburg) (SPD) . . 10447 C Burger (CDU/CSU) 10447 D Frage des Abg. Picard: Arbeiten nach Vorschrift seitens des Flugsicherungspersonals Leber, Bundesminister 10448 A Picard (CDU/CSU) 10448 A Matthöfer (SPD) . . .. . . . . : 10448 B Fragen des Abg. Gradl: Wirkungen des Arbeitens nach Vorschrift seitens des Flugsicherungspersonals auf den Flugverkehr nach Berlin Leber, Bundesminister 10448 C Dr. Gradl (CDU/CSU) 10448 D Müller (Berlin) (CDU/CSU) . . . 10449 D Brück (Holz) (SPD) 10450 A Burger (CDU/CSU) 10450 B Picard (CDU/CSU) 10450 C Rollmann (CDU/CSU) 10451 A Rawe (CDU/CSU) 10451 B Dorn (FDP) 10451 D Brück (Köln) (CDU/CSU) 10452 B Geldner (FDP) . . . . . . . 10452 C Frage des Abg. Josten: Förderung der politischen Bildung im Bundesjugendplan . . . . . . . . 10452 D Fragen des Abg. Dröscher: Bundesmittel zur Förderung des studentischen Jugendarbeitsprogramms im Bundesjugendplan . . . . . . . . 10452 D Fragen des Abg. Freiherr von Gemmingen: Aufforstung auf dem Truppenübungsplatz Münsingen Dr. Vogel, Staatssekretär 10453 A II Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 Frage des Abg. Dr. Meinecke: Vorsorgemaßnahmen gegen Grippewelle Dr. von Manger-Koenig, Staatssekretär 10453 B Dr. Meinecke (SPD) . . . . . . 10454 A Frage des Abg. Baron von Wrangel: Anwendung des Ladenschlußgesetzes auf Landwirte Kattenstroth, Staatssekretär . . . 10454 C Baron von Wrangel (CDU/CSU) . . 10454 D Frage des Abg. Matthöfer: Spanische Gastarbeiter und subversive Bewegungen Kattenstroth, Staatssekretär . . 10455 A Matthöfer (SPD) 10455 B Geiger (SPD) 10455 B Fragen des Abg. Westphal: Urlaubsanspruch von Jugendlichen . . 10455 C Fragen des Abg. Dr. Müller (München) : Spionageverdacht gegen eine Sekretärin aus dem Führungsstab des Heeres im Bundesverteidigungsministerium Dr. Dr. Heinemann, Bundesminister 10456 B Dr. Müller (München) (SPD) . . . . 10456 C Fragen des Abg. Geisenhofer: Wirtschaftsdelikte durch unlauteren Wettbewerb Dr. Dr. Heinemann, Bundesminister 10457 A Abg. Geisenhofer (CDU/CSU) . . . 10457 A Burger (CDU/CSU) . . . . . . 10457 B Frau Freyh (SPD) 10457 C Frage des Abg. Dr. Giulini: Gesamtbetrag an Kirchensteuern Leicht, Parlamentarischer Staatssekretär . . . . . . . . 10457 D Dr. Giulini (CDU/CSU) 10458 A Dichgans (CDU/CSU) 10458 B Frage des Abg. Dr. Enders: Beförderungsteuerstelle beim Finanzamt Fulda Leicht, Parlamentarischer Staatssekretär . . . . . . . . 10458 C Dr. Enders (SPD) . . . . . . . 10459 A Fragen des Abg. Erhard (Bad Schwalbach) : Wegfall der Binnenzölle für Alkohol — Alkoholausgleichsabgabe Leicht, Parlamentarischer Staatssekretär . . . . . . . . 10459 C Antrag der Fraktion der SPD betr. Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses gemäß Art. 44 GG (Drucksache V/3442) Dorn (FDP) . . . . . . . . . . 10460 A Große Anfrage der Fraktion der FDP betr. zukünftige Steuerpolitik der Bundesregierung — Drucksachen V/2208 (neu), V/3255, V/3363 —Dr. Starke (FDP) . . . . . . . . 10460 B Frau Kurlbaum-Beyer (SPD) . . . 10465 C Dr. Pohle (CDU/CSU) . . . . . . 10473 B Dr h. c. Strauß, Bundesminister . . 10476 B Dr. Staratzke (FDP) . . . . . . . 10483 B Krammig (CDU/CSU) . . . . . . 10486 D Genscher (FDP) . . . . . . . . 10486 D Zur Tagesordnung Präsident D. Dr. Gerstenmaier . . . 10488 A Rasner (CDU/CSU) . . . . . . . 10488 A Genscher (FDP) . . . . 10488 B, 10488 D Frehsee (SPD) 10488 D Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (Drucksache V/3002) — Erste Beratung — Leber, Bundesminister 10489 A Dr. Besold (CDU/CSU) . . . . . 10491 D Dr. Haas (FDP) . . . . . . . 10493 D Meister (CDU/CSU) . . . . . . 10494 C Hirsch (SPD) . . . . . . . . 10495 A Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Drucksache V/3483) — Erste Beratung — Fellermaier (SPD) . . . . . . . 10496 D Entwurf eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (aus (Drucksache V/2494); Bericht des Haushaltsausschusses gem. § 96 GO (Drucksache V/3479), Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses (Drucksachen V/3421, zu V/3421) — Zweite Beratung — Dr. Klepsch (CDU/CSU) 10497 C Dr. Müller-Hermann (CDU/CSU) . 10497 D Dorn (FDP) 10498 A, 10506 C Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 III Seifriz (SPD) 10498 B Dr. Imle (FDP) . 10498 D, 10499 D, 10500 A, 10500 C, 10501 A, 10505 C Unertl (CDU/CSU) . . . . . . 10499 B Ramms (FDP) 10500 B Bremer (CDU/CSU) . . . . . . 10501 A Sander (FDP) 10501 B Frau Funcke (FDP) . . . . . . 10502 A Gewandt (CDU/CSU) 10503 A Schlee (CDU/CSU) . . . . . . 10503 B Jung (FDP) 10503 D Maucher (CDU/CSU) . . 10504 A, 10505 A Frau Dr. Diemer-Nicolaus (FDP) . 10504 C Wächter (FDP) 10505 B Leicht, Parlamentarischer Staatssekretär . . . . . . . . 10506 A Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den gewerblichen Binnenschiffsverkehr (aus Drucksache V/2994) ; Bericht des Haushaltsausschusses gem. § 96 GO (Drucksache V/3473), Schriftlicher Bericht des Verkehrsausschusses (Drucksache V/3414) — Zweite und dritte Beratung —Müser (CDU/CSU) 10507 B Dr. Müller-Hermann (CDU/CSU) . 10508 A Seifriz (SPD) 10508 A Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (Drucksache V/1622); Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses (Drucksache V/3426) — Zweite und dritte Beratung —Feuring (SPD) 10508 C Entwurf eines Gesetzes zur Ergänzung des Bürgerlichen Gesetzbuches (Drucksache V/1730) — Erste Beratung — in Verbindung mit Beratung des Antrags der Abg. Dr. Schmidt (Wuppertal), Bading, Mertes, Bauer (Würzburg) u. Gen. betr. Waldgesetzgebung (Drucksache V/1832) 10509 D Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 5. Dezember 1958 über den zwischenstaatlichen Austausch von amtlichen Veröffentlichungen und Regierungsdokumenten (Drucksache V/3372) — Erste Beratung — 10510 A Entwurf eines Gesetzes zu dem Zweiten Abkommen vom 20. März 1968 zur Änderung des Abkommens vom 29. Okto- ber 1959 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Spanischen Staat über Soziale Sicherheit und der Zusatzvereinbarung zu dem Abkommen über Soziale Sicherheit vom gleichen Tage (Drucksache V/3349) — Erste Beratung — 10510 A Entwurf eines Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Gesetzes über Bergmannsprämien (Drucksache V/3337) — Erste Beratung — 10510 B Entwurf eines Gesetzes zur Änderung steuerrechtlicher Vorschriften (Steueränderungsgesetz . 1968) (Drucksache V/3430) — Erste Beratung — Frau Funcke (FDP) 10510 C Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung der Wirtschaftspläne des ERP-Sondervermögens für das Rechnungsjahr 1969 (ERP-Wirtschaftsplangesetz 1969) (Drucksache V/3443) — Erste Beratung — . . . 10511 A Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 30. März 1967 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Dänemark über Zollerleichterungen im kleinen Grenzverkehr (Drucksache V/3435) — Erste Beratung — 10511 B Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 31. März. 1953 über die politischen Rechte der Frau (Drucksache V/3448) — Erste Beratung — 10511 B Entwurf eines Gesetzes zu dem Wiener Übereinkommen vom 24. April 1963 über konsularische Beziehungen (Drucksache V/3449) — Erste Beratung — 10511 B Entwurf eines Gesetzes zu dem Zollübereinkommen vom 6. Oktober 1960 über die vorübergehende Einfuhr von Umschließungen, dem Zollübereinkommen vom 8. Juni 1961 über die vorübergehende Einfuhr von Berufsausrüstung und dem Zollübereinkommen vom 1. Dezember 1964 über Betreuungsgut für Seeleute (Drucksache V/3436) — Erste Beratung — 10511 C Entwurf eines Gesetzes über gesetzliche Handelsklassen für Rohholz (Drucksache V/3458) — Erste Beratung — 10511 C Entwurf eines Gesetzes zu dem Protokoll vom 31. Januar 1967 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Drucksache V/3460) — Erste Beratung — 10511 D IV Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 17. Januar 1966 zwischen der Bundesrepùblik Deutschland und der Republik Österreich über Fürsorge und Jugendwohlfahrtspflege (Drucksache V/3474 — Erste Beratung — . . . . . 10511 D Entwurf eines Gesetzes über das Verfahren bei der Erteilung von Zollkontingentscheinen (Drucksache V/2980) ; Schriftlicher Bericht des Auschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen (Drucksache V/3408) — Zweite und dritte Beratung — 10511 D Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Zolltarifgesetzes (Drucksache V/2923) ; Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen (Drucksache V/3409) — Zweite und dritte Beratung — 10512 A Entwurf eines Elften Gesetzes zur Änderung des Zollgesetzes (Drucksache V/2979) ; Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen (Drucksache V/3410) — Zweite und dritte Beratung — 10512 B Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 7. September 1967 zwischen Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden über gegenseitige Unterstützung ihrer Zollverwaltungen und zu dem Protokoll über den Beitritt Griechenlands zu diesem Übereinkommen (Drucksache V/2838) ; Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses (Drucksache V/3423) — Zweite und dritte Beratung — 10512 C Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Teesteuergesetzes (Drucksache V/2778) ; Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses (Drucksache V/3427) — Zweite und dritte Beratung — . . . . 10513 A Entwurf eines Gesetzes zu dem Genfer Protokoll von 1967 zum Allgemeinen Zoll-und Handelsabkommen, dem Überein- kommen vom 30. Juni 1967 zur Durchführung von Artikel VI des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens und dem Abkommen vom 30. Juni 1967 zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft sowie deren Mitgliedstaaten und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über Uhrmacherwaren (Drucksache V/3341); Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen (Drucksache V/3472) — Zweite und dritte Beratung — 10513 B Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über die von der Bundesregierung beschlossene Achtzehnte Verordnung zur Änderung des Deutschen Zolltarifs 1968 (Verarbeitungsweine) (Drucksachen V/3360, V/3411).10513 C Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über die von der Bundesregierung erlassene Fünfunddreißigste Verordnung zur Änderung der Einfuhrliste — Anlage zum Außenwirtschaftsgesetz — (Drucksachen V/3285, V/3412) . . 10513 C Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über den Antrag der Fraktion der FDP betr. Wegebauprogramm für ländliche Betriebe in Höhenlagen (Drucksachen V/2813, V/3415), dazu Bericht des Haushaltsausschusses gem. § 96 GO (Drucksache V/3451) 10513 D Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses über den Antrag der Abg. Dr. Schmidt (Wuppertal), Bading, Mertes, Dr. Elbrächter u. Gen. betr. steuerliche Regelung für Elektrofahrzeuge (Drucksachen V/1638, V/3429) 10513 D Mündlicher Bericht des Verteidigungsausschusses über den Antrag der Fraktion der FDP zur Großen Anfrage der Fraktion der FDP betr. Verteidigungskonzeption der Bundesrepublik Deutschland (Umdruck 314, Drucksache V/3440) 10514 A Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kommission für eine Verordnung des Rates über die zolltarifliche Behandlung von Waren, die im persönlichen Gepäck von Reisenden eingeführt werden oder in Kleinsendungen an natürliche Personen eingehen (Drucksachen V/3153, V/3403) Dr. Mommer (SPD) . . . 10514 B, 10515 A Dr. Serres (CDU/CSU) 10514 D Leicht, Parlamentarischer Staatssekretär 10515 A Dichgans (CDU/CSU) 10515 C Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Messung der Schüttdichte von Getreide (Drucksachen V/3141, V/3452) 10515 D Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 V Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften für eine Richtlinie des Rates über die Harmonisierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften über Freizonen (Drucksachen V/2843, V/3455) . . . . . . . 10516 A Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie des Rates vom 7. Juli 1964 (64/427/EWG) über die Einzelheiten der Ubungsmaßnahmen auf dem Gebiet der selbständigen Tätigkeiten der be- und verarbeitenden Gewerbe der CITI-Hauptgruppen 23-40 (Industrie und Handwerk) (Drucksachen V/3123, V/3456) . . . . . 10516 A Antrag des Bundesministers der Finanzen betr. Veräußerung von Teilflächen des ehemaligen alten Flugplatzes Norderney an das Land Niedersachsen (Drucksache V/3424) 10516 B Antrag des Bundesministers der Finanzen betr. Veräußerung der ehemaligen Ulanenkaserne A in Düsseldorf an das Land Nordrhein-Westfalen (Drucksache V/3434) 10516 C Antrag des Bundesministers der Finanzen betr. Veräußerung von Teilflächen des ehemaligen Flugplatzes Köln-Ostheim an die Stadt Köln (Drucksache V/3406) . . 10516 C Nächste Sitzung 10516 D Anlagen Anlage 1 Liste der beurlaubten Abgeordneten . . 10517 A Anlagen 2 bis 19 Änderungsanträge Umdrucke 514, 523, 517, 525, 527, 528, 521, 531, 526, 530, 515-, 522, 518, 520, 519, 529, 532 und 516 zur zweiten Beratung des Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2424, V/3421) 10517 C Anlage 20 Änderungsantrag Umdruck 524 zur zweiten Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den gewerblichen Binnenschiffsverkehr (Drucksachen V/2494, V/3414) . . . . . 10522 A Anlage 21 Änderungsantrag Umdruck 533 zum Schriftlichen Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften für eine Verordnung des Rates über die zolltarifliche Behandlung von Waren, die im persönlichen Gepäck von Reisenden eingeführt werden oder in Kleinsendungen an natürliche Personen eingehen (Drucksachen V/3153, V/3403) 10522 B Anlage 22 Schriftliche Antwort auf die Mündlichen Anfragen des Abg. Moersch betr. Wohngeld für Studenten . . . . . . . . 10522 D Anlage 23 Schriftliche Antwort auf die Mündlichen Anfragen des Abg. Picard betr. Fehlbelegung von Sozialwohnungen 10523 B Anlage 24 Schriftliche Antwort auf die Mündlichen Anfragen des Abg. Haar (Stuttgart) betr. Förderung von Familienheimen . . . . 10524 A Anlage 25 Schriftliche Antwort auf die Mündlichen Anfragen der Abg. Frau Dr. Diemer-Nicolaus betr. Strafverfahren wegen Kindesmmißhandlung 10524 D Anlage 26 Schriftliche Antwort auf die Mündliche Anfrage des Abg. Bauer (Würzburg) betr. freiwillig arbeitende Untersuchungshäftlinge 10525 C Anlage 27 Schriftliche Antwort auf die Mündliche Anfrage des Abg. Wagner betr. Ausnutzung von hilfsbedürftigen Personen für Geschäftsinteressen . . . . . . . 10525 C Anlage 28 Schriftliche Antwort auf die Mündliche Anfrage der Abg. Frau Kurlbaum-Beyer betr. Wiedereingliederungsbeihilfe für ältere Arbeitslose 10525 D Anlage 29 Schriftliche Antwort auf die Mündliche Anfrage der Abg. Frau Kurlbaum-Beyer betr. Kündigungsschutz für ältere Mitarbeiter 10526 A 194. Sitzung Bonn, den 13. November 1968 Stenographischer Bericht Beginn: 9.00 Uhr
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    Anlage 1 Liste der beurlaubten Abgeordneten Abgeordnete (r) beurlaubt bis einschließlich a) Beurlaubungen Adorno 13. 11. Arendt (Wattenscheid) 13. 11. Dr. Arndt (Berlin/Köln) 15. 11. Bals 16. 11. Bergmann * 15. 11. Blumenfeld 16. 11. Dr. Burgbacher 16. 11. Damm 16. 11. Dr. Dittrich 15. 11. Dröscher 16. 11. Frau Eilers 15. 11. Felder 16. 11. Flämig ** 13. 11. Dr. Franz 16. 11. Dr. Freiwald 15. 11. Frieler 15. 11. Gerlach * 15. 11. Dr. Hesberg 13. 11. Dr. Ils 14. 11. Dr. Jaeger 16. 11. Frau Klee 13. 11. Klein 16. 11. Dr. Kliesing (Honnef) 16. 11. Dr. Kopf • 16. 11. Mattick 16. 11. Frau Dr Maxsein ** 13. 11. Memmel 15. 11. Michels 13. 11. Missbach 15. 11. Müller (Aachen-Land) * 15. 11. Frau Pitz-Savelsberg 16. 11. Pöhler 16. 11. Richter ** 13. 11. Rösing 15. 11. Schlager 15. 11. Schmidhuber 15. 11. Frau Schroeder (Detmold) 15. 11. Schultz (Gau-Bischofsheim) 16. 11. Steinhoff 31. 12. Frau Wessel 31. 12. Frau Dr. Wex 13. 11. Wienand 15.11. b) Urlaubsanträge Burgemeister 24. 11. Freiherr von Kühlmann-Stumm 6. 12. Riedel (Frankfurt) 24. 11. Dr. Rinsche 24. 11. Wieninger 24. 11. *) Für die Teilnahme an Ausschußsitzungen des Europaischen Parlaments **) Für die Teilnahme an Ausschußsitzungen der Beratenden Versammlung des Europarats Anlagen zum Stenographischen Bericht Anlage 2 Umdruck 514 Änderungsantrag der Fraktion der FDP zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2424, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 6 Buchstabe m werden nach dem Wort „Fertigbauteilen" die Worte „aus Holz" bis „Nr. 68.11 des Zolltarifs" gestrichen und die Worte „sowie Bausteine aller Art" angefügt. Bonn, den 12. November 1968 Ertl und Fraktion Anlage 3 Umdruck. 523 Änderungsantrag der Fraktionen der SPD, CDU/CSU zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 2 ist das Semikolon durch einen Punkt zu ersetzen und folgender Satz anzufügen: „Dies gilt auch für die entsprechenden Leertransporte sowie für die entsprechenden Beförderungen . im Werkfernverkehrj". Bonn, den 13. November 1968 Schmidt (Hamburg) und Fraktion Dr. Müller-Hermann und Fraktion Anlage 4 Umdruck 517 Änderungsantrag der Fraktion der FDP zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: 1. § 2 Nr. 6 Buchstabe g erhält folgende neue Fassung: „g) Fleisch und genießbarer Fleischabfall von Pferden, Eseln, Maultieren, Rindern, Schweinen (Nummer 02.01 des Zolltarifs), Hausgeflügel, nicht lebend, und genießbarer Schlachtabfall hiervon (Nummer 02.02 des Zolltarifs), Schweinespeck sowie Schweinefett und Geflügelfett, weder ausgepreßt noch 10518 Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 ausgeschmolzen, frisch, gekühlt, gefroren, gesalzen, in Salzlake, getrocknet oder geräuchert (Nummer 02.05 des Zolltarifs);". 2. In § 2 Nr. 6 wird folgender Buchstabe n angefügt: „n) Futter, melassiert oder gezuckert, und anders zubereitetes Futter, andere Zubereitungen der bei der Fütterung verwendeten Art (Nummer 23.07 des Zolltarifs);". 3. In § 2 Nr. 6 wird folgender Buchstabe o angefügt: „o) Zuckerrüben, auch Schnitzel, frisch, getrocknet oder gemahlen;". 4. In § 2 Nr. 6 wird folgender Buchstabe p angefügt: „p) Würste und dergleichen aus Fleisch, aus Schlachtabfall oder aus Tierblut (Nummer 16.01 des Zolltarifs)." Bonn, den 12. November 1968 Mischnick und Fraktion Anlage 5 Umdruck 525 Änderungsantrag der Abgeordneten Stücklen, Unertl, Dr. Kempfler, Dr. Siemer und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 6 Buchstabe g werden nach dem Wort „Geflügelfett," die Worte „Talg von Rindern, roh oder ausgeschmolzen," eingefügt. Bonn, den 13. November 1968 Stücklen Erpenbeck Unertl Ott Dr. Kempfler Dr. Schulze-Vorberg Dr. Siemer Dr. Stecker Bewerunge Dr. Ritz Knobloch Anlage 6 Umdruck 527 Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/ CSU und der SPD zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksache V/2494, V/ 3421). Der Bundestag wolle beschließen: 1. § 2 wird wie folgt geändert: a) In Nr. 6 erhält Buchstabe h folgende Fassung: „Getreide (Kapitel 10 des Zolltarifs) sowie Grieß und Grütze (aus Nummern 11.02 des Zolltarifs);" b) in Nr. 6 erhält Buchstabe i folgende Fassung: „Mehl von Getreide (Nummer 11.01 des Zolltarifs) und Mischfuttermitteln (aus Nummer 23.07 des Zolltarifs) in Spezialtankfahrzeugen;" c) in Nr. 6 erhält Buchstabe k folgende Fassung: „Mineralbrunnen und den unter ausschließlicher Verwendung von Mineralbrunnen am Quellort abgefüllten, süßen Erfrischungsgetränken;" d) in Nr. 6 erhält Buchstabe m folgende Fassung: „Rohholz, auch entrindet oder nur grob zugerichtet, ausgenommen tropische Hölzer (aus Nr. 44.03 des Zolltarifs), Holz vierseitig oder zweiseitig grob zugerichtet, aber nicht weiter bearbeitet, ausgenommen tropische Hölzer (aus Nummer 44.04 des Zolltarifs), Holz, in der Längsrichtung gesägt, gemessert oder rundgeschält, aber nicht weiter bearbeitet, mit einer Decke von mehr als fünf Millimetern, ausgenommen tropische Hölzer (Nummer 44.05 des Zolltarifs), Holzabfällen (aus Nummer 44.01 des Zolltarifs), wenn die maßgebliche Tarifentfernung nicht mehr als 170 km beträgt; bei Beförderungen über 170 km ist bei der Steuerberechnung nur die 50 km übersteigende Tarifentfernung zugrunde zu legen." 2. In § 5 Abs. 2 werden in Buchstabe a die Worte „und auf der jeweiligen Fahrt ausschließlich Güter zu oder von Orten in den bezeichneten Gebieten befördert hat" und in Buchstabe b die Worte „und auf der jeweiligen Fahrt ausschließlich Güter zu oder von diesen Niederlassungen befördert hat" gestrichen. 3. In § 6 erhält Absatz 3 folgende Fassung: „ (3) Begünstigte Gebiete im Sinne des § 5 Abs. 1 Nrn. 2 und 3 sind ferner die nachfolgend genannten Bundesausbaugebiete 1. im Land Schleswig-Holstein die Landkreise Südtondern, Husum, Eiderstedt, Norderdithmarschen, Süderdithmarschen; 2. im Land Niedersachsen die Stadtkreise Cuxhaven und Emden, die Landkreise Wesermünde, Hadeln, Stade, Bremervörde, Rotenburg (Han.), Soltau, Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 10519 Norden, Wittmund, Aurich (Ostfriesland), Leer, Aschendorf-Hümmling, Cloppenburg, Vechta, Bersenbruck, Wittlage, Grfsch. Hoya, Nienburg (Weser) ; 3. im Land Nordrhein-Westfalen die Landkreise Monschau, Schleiden, Büren, Warburg; 4. im Land Hessen die Landkreise Wolfhagen, Ziegenhain, Alsfeld, Büdingen, Gelnhausen, Oberlahnkreis; 5. im Land Rheinland-Pfalz der Stadtkreis Trier, die Landkreise Prüm, Daun, Bitburg, Wittlich, Cochem, Zell (Mosel), Bernkastel, Trier (Land), Kusel, Rockenhausen, Oberwesterwaldkreis; 6. im Saarland der Landkreis St. Wendel; 7. im Land Bayern die Stadtkreise Rothenburg ob d. Tauber, Nördlingen, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Bad Reichenhall, Eichstätt, Kitzingen, Neuburg a. d. Donau, die Landkreise Gemünden, Hammelburg, Karlstadt, Marktheidenfeld, Gerolzhofen, Kitzingen, Uffenheim, Rothenburg ob d. Tauber (Land), Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Nördlingen (Land), Ebermannstadt, Eschenbach i. d. Opf., Neumarkt i. d. Opf. (Land), Parsberg, Hilpoltstein, Beilngries, Eichstätt (Land), Riedenburg, Neuburg a. d. Donau (Land), Wertingen, Aichach, Schrobenhausen, Pfaffenhofen a. d. Ilm, Rottenburg a. d. L., Mallersdorf, Landau a. d. Isar, Eggenfelden, Vilsbiburg, Laufen, Berchtesgaden, Scheinfeld." Bonn, den 13. November 1968 Dr. Müller-Hermann und Fraktion Schmidt (Hamburg) und Fraktion Anlage 7 Umdruck 528 Änderungsantrag der Abgeordneten Dr. Klepsch, Frau Holzmeister und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 6 wird als Buchstabe „j) Wein und seine Vorprodukte" eingefügt. Bonn, den 13. November 1968 Dr. Klepsch Frau Holzmeister Becker Franzen Anlage 8 Umdruck 521 Änderungsantrag der Abgeordneten Erhard (Bad Schwalbach), Brück (Köln), Dr. Wörner, Josten und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). (1 Der Bundestag wolle beschließen: § 2 Nr. 6 Buchstabe k wird wie folgt gefaßt: „k) Mineralbrunnen und die unter ausschließlicher Verwendung von Mineralbrunnen am Quellort abgefüllten süßen, alkoholfreien Erfrischungsgetränke;". Bonn, den 13. November 1968 Erhard (Bad Schwalbach)Gottesleben Brück (Köln) Dr. Hauser (Sasbach) Dr. Wörner Frau Holzmeister Josten Richarts Dr. Wuermeling Anlage 9 Umdruck 531 Änderungsantrag der Abgeordneten Opitz, Dr. Imle, Ramms zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksache V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 6 erhält Buchstabe k folgende neue Fassung: „k) Mineralbrunnen, süße alkoholfreie Fruchtgetränke;". Bonn, den 13. November 1968 Opitz Dr. Imle Ramms Anlage 10 Umdruck 526 Änderungsantrag des Abgeordneten Bremer und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: Hinter § 2 Nr. 6 Buchstabe m wird folgender Buchstabe n eingefügt: „n) Waren der Nummer 06.02 des Zolltarifs (Baumschulerzeugnisse) ;". Bonn, den 13. November 1968 Bremer Gewandt Kühn (Hildesheim) Struwe Anlage 11 Umdruck 530 Änderungsantrag des Abgeordneten Dr. h. C. Menne (Frankfurt) und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 2 Nr. 6 wird folgender Buchstabe n angefügt: „n) flüssige Kohlensäure (Kohlendioxyd) und feste Kohlensäure (Trockeneis)." Bonn, den 13. November 1968 Dr. h. c. Menne (Frankfurt) Dr. Imle Wurbs Anlage 12 Umdruck 515 Änderungsantrag der Abgeordneten Frau Funcke, Ramms, Dr. Imle und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 5 wird Absatz 2 gestrichen. Bonn, den 12. November 1968 Frau Funcke Ramms Dr. Imle Dr. Bucher Dr. Emde Geldner Graaff Dr. Haas Opitz Schmidt (Kempten) Dr. Staratzke Wächter Wurbs Anlage 13 Umdruck 522 Änderungsantrag der Abgeordneten Gewandt, Erhard (Bad Schwalbach), Josten und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachter. Entwurfs eines Gesetzes zur Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: § 5 Abs. 2 wird gestrichen. Bonn, den 13. November 1968 Gewandt Erhard (Bad Schwalbach) Josten Bauknecht Brück (Köln) Enk Erpenbeck Dr. Giulini Haase (Kassel) Dr. Hauser (Sasbach) Frau Holzmeister Frau Jacobi (Marl) Meister Müser Porten Dr. Preiß Richarts Rock Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein Dr. Sinn Wendelborn Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 10521 Anlage 14 Umdruck 518 Änderungsantrag des Abgeordneten Jung zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 6 Abs. 3 erhält Nummer 3 folgende neue Fassung: „3. im Land Rheinland-Pfalz die Landkreise Prüm, Daun, Bitburg, Wittlich, Bernkastel, Trier-Land, Saarburg, Birkenfeld, Kusel, Rockenhausen, Zweibrücken, Bad Bergzabern, Pirmasens, Germersheim;". Bonn, den 13. November 1968 Jung Anlage 15 Umdruck 520 Änderungsantrag der Abgeordneten Becker, Leicht, Dr. Marx (Kaiserslautern) und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 6 Abs. 3 erhält Nummer 3 folgende neue Fassung: „3. im Land Rheinland-Pfalz die Landkreise Prüm, Daun, Bitburg, Wittlich, Cochem, Zweibrücken, Kusel, Bergzabern;". Bonn, den 13. November 1968 Becker Draeger Leicht Gottesleben Dr. Marx (Kaiserslautern) Hanz (Dahlen) Dr. Klepsch Anlage 16 Umdruck 519 Änderungsantrag der Abgeordneten Hilbert, Maucher, Bühler und Genossen zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 6 Abs. 3 erhält Nummer 5 folgende neue Fassung: „5. im Lande Baden-Württemberg die Landkreise Sigmaringen, Stockach, Überlingen, Hochschwarzwald, Waldshut, Lörrach, Wangen, Münsingen, Säckingen;". Bonn, de:,. 13. November 1968 Hilbert Härzschel Maucher Hahn (Bielefeld) Bühler Meister Berberich Dr. Schwörer Burger Dr. Süsterhenn Anlage 17 Umdruck 529 Änderungsantrag der Abgeordneten Wächter, Dr. Imle zur Zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2494, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: In § 6 Abs. 3 erhält Nr. 2 folgende neue Fassung: „2. Im Lande Niedersachsen die Stadtkreise Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven, die Landkreise Hadeln, Wesermünde, Wittmund, Norden, Aurich/Ostfriesland, Leer, Aschendorf-Hümmling, Meppen, Friesland, Wesermarsch;". Bonn, den 13. November 1968 Wächter Dr. Imle Anlage 18 Umdruck 532 Änderungsantrag der Abgeordneten Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Balkenhol, Dr. Sinn, van Delden und Genossen zur zweiten Lesung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (aus Drucksache V/2494, Drucksache V/3421) . Der Bundestag wolle beschließen: In § 6 Abs. 3 wird folgende neue Ziffer 7 eingefügt: „7. im Lande Nordrhein-Westfalen die Landkreise, Schieiden, Monschau, Siegen, Wittgenstein, Brilon, Lippstadt, Warburg, Büren, Ahaus, Olpe, Meschede;". Bonn, den 12. 11. 1968 Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Genossen 10522 Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 Anlage 19 Umdruck 516 Änderungsantrag der Fraktion der FDP zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs (Drucksachen V/2424, V/3421). Der Bundestag wolle beschließen: 1. In § 2 Nr. 6 Buchstabe m wird nach den Worten „150 km beträgt" folgender neuer Satz eingefügt: „Der Steuerberechnung wird nur die 150 km übersteigende Tarifentfernung zugrunde gelegt." 2. In § 7 Satz 1 wird nach den Worten „nicht ausweichen kann" das Wort „und" durch das Wort „ oder" ersetzt. Bonn, den 12. November 1968 Ertl und Fraktion Anlage 20 Umdruck 524 Änderungsantrag der Abgeordneten Dr. Elbrächter, Dr. Serres, Meister zur zweiten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den gewerblichen Binnenschiffsverkehr (Drucksachen V/2494, V/3414). Der Bundestag wolle beschließen: In Artikel 1 Nr. 12 wird der § 30 in der Fassung der Regierungsvorlage wiederhergestellt. Bonn, den 13. November 1968 Dr. Elbrächter Dr. Serres Meister Anlage 21 Umdruck 533 Änderungsantrag des Abgeordneten Dr. Mommer und Genossen zum Schriftlichen Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen (15. Ausschuß) über den von der Bundesregierung zur Unterrichtung vorgelegten Vorschlag der Kornmission der Europäischen Gemeinschaften für eine Verordnung des Rates über die zolltarifliche Behandlung von Waren, die im persönlichen Gepäck von Reisenden eingeführt werden oder in Kleinsendungen an natürliche Personen eingehen (Drucksachen V/3153, V/3403). Der Bundestag wolle beschließen: Der Ausschußantrag — Drucksache V/3403 -- erhält folgende Fassung: „Der Bundestag wolle beschließen: Die Bundesregierung wird ersucht, den Vorschlag der Kommission ohne Verzögerung durch Verhandlungen vorläufig für die eigene Zollabfertigung in Kraft zu setzen." Bonn, den 13. November 1968 Dr. Mommer und Genossen Anlage 22 Schriftliche Antwort des Staatssekretärs Dr. Schornstein vom 25. Oktober 1968 auf die Mündlichen Anfragen des Abgeordneten Moersch (Drucksache V/3389 Fragen 86 und 87) : Welche Auffassung vertritt die Bundesregierung zu der Gesetzesauslegung einiger Länderministerien, wonach Studenten auch dann keinen Anspruch auf Wohngeld haben, wenn sie ihr gesamtes Studium oder einen erheblichen Teil der Studienzeit außerhalb des Elternwohnortes absolvieren und wenn mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten ist, daß sie nach Abschluß des Studiums wieder an den elterlichen Wohnsitz zurückkehren? Ist die Bundesregierung gegebenenfalls bereit zu einer verbindlichen Gesetzesinterpretation, die die Studenten bei der Wohngeldfrage nicht weiterhin benachteiligt? Das Wohngeldgesetz enthält keine besonderen Versagungsgründe für Studenten. Bei der Anwendung dieses Gesetzes werden die Studenten wie alle anderen Bürger in gleicher Lage behandelt. Auch Studenten können Wohngeld erhalten, wenn sie z. B. verheiratet sind und einen eigenen Hausstand begründet oder als Vollwaisen keine Verbindung zu einem Familienhaushalt haben. Antragberechtigt sind ferner bereits für einen Beruf ausgebildete Weiterstudierende, da regelmäßig ihr Elternhaus nicht mehr Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen ist und sie ihren Lebensunterhalt jederzeit selbst verdienen können. Wohngeld wird dagegen nicht gewährt für Wohnraum, der von Familienmitgliedern vorübergehend benutzt wird, die nur vorübergehend vom Familienhaushalt abwesend sind (§§ 26, 7 Abs. 2 des Wohngeldgesetzes). Diese Regelung gilt für alle Bürger, nicht nur für Studenten. Familienmitglieder, die nur vorübergehend abwesend sind, rechnen auch weiterhin zu dem Haus, halt, von dem sie sich vorübergehend entfernt haben. Das gilt z. B. für Trennungsentschädigungsempfänger, für Krankenhausinsassen, für Soldaten, die ihre Wehrpflicht erfüllen, und andere. Bei unverheirateten Studenten, die außerhalb des Elternwohnortes wohnen, sind Anhaltspunkte für eine vorübergehende Abwesenheit vom elterlichen Haushalt gegeben, wenn sie in ihrer Lebenshaltung unselbständig sind und das Elternhaus weiterhin Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen ist. Insbesondere die Tatsache, daß Studenten von ihren Eltern finanziell oder auf andere Weise materiell in erheblichem Umfange unterstützt werden, spricht für ihre Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 10523 Zugehörigkeit zum elterlichen Haushalt auch dann, wenn sie am Hochschulort ein Zimmer gemietet haben. Auf die zeitliche Dauer der Abwesenheit kommt es nicht an. Trotz längerer Zeitdauer kann ein Aufenthalt am Hochschulort als nur vorübergehend angesehen werden. Das ist regelmäßig der Fall, solange eine Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen ist und damit auch nicht feststeht, wo der in der Ausbildung Befindliche endgültig seinen Wohnsitz nehmen wird. Da eine akademische Ausbildung je nach der gewählten Fachrichtung gegenwärtig durchschnittlich 10 bis 14 und mehr Semester erfordert, fällt somit auch eine derartige Zeitspanne unter den Begriff „vorübergehend". Für die Entscheidung ist es außerdem unbeachtlich, welche Zukunftspläne der Student hat; maßgebend ist allein der Zustand im Zeitpunkt der Entscheidung über den Wohngeldantrag. Diese Rechtsauffassung wird in mehreren Urteilen der Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgerichte vertreten. Darauf habe ich auch im Zweiten Wohngeldbericht vom 12. Dezember 1967 (Drucksache V/2399) hingewiesen. Die von den Gerichten vertretene Auffassung deckt sich mit der Ansicht der Bundesregierung und entspricht sowohl dem Wortlaut als auch dem Sinn der einschlägigen Vorschriften des Wohngeldgesetzes. Die zweite Frage kann ich nicht bejahen. Abgesehen davon, daß ich die eben von mir dargestellte Rechtsauffassung nicht als Benachteiligung der Studenten verstehen kann, und daß sie sich mit meiner Auffassung deckt, ist die Bundesregierung aus verfassungsrechtlichen Gründen ganz allgemein gehalten, das Wohngeldgesetz „verbindlich" mit Wirkung für und gegen jedermann gleich anzuwenden. Die Entscheidung, ob ein Gesetz richtig oder unrichtig angewendet wird, ist allein von den Gerichten zu fällen, deren Entscheidungen auch für die Bundesregierung verbindlich sind. Da das Wohngeldgesetz nach Art. 83, 84 GG von den Ländern als eigene Angelegenheit ausgeführt wird und keine Befugnis für die Bundesregierung enthält, für besondere Fälle Einzelweisungen zu erteilen, kann die Bundesregierung allenfalls allgemeine Verwaltungsvorschriften zur Ausführung des Gesetzes erlassen. Solche Verwaltungsvorschriften bedürfen aber der Zustimmung des Bundesrates und binden nur die Behörden; dagegen fehlt ihnen die Allgemeinverbindlichkeit. Anlage 23 Schriftliche Antwort des Staatssekretärs Dr. Schornstein vom 25. Oktober 1968 auf die Mündlichen Anfragen des Abgeordneten Picard (Drucksache V/3389 Fragen 88, 89 und 90) : Ist die Bundesregierung in der Lage anzugeben, welcher Prozentsatz der Sozialwohnungen von Mietern bewohnt wird, die über ein höheres Einkommen verfügen, als es den Richtlinien des Sozialwohnungsbaues entspricht? Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, dafür zu sorgen, daß Sozialwohnungen auf Dauer nur vom Kreise der Berechtigten bewohnt werden? Von welchen Ländern ist bisher die Forderung an die Bundesregierung herangetragen worden, eine gesetzliche Regelung zur Vermeidung der Fehlbelegung von Sozialwohnungen zu erlassen? Der Prozentsatz der Sozialwohnungen, die von Mietern mit inzwischen gestiegenem Einkommen belegt sind, ist nicht bekannt. Statistische Unterlagen liegen nicht vor. Eine Verpflichtung zur Offenbarung des Einkommens, die einer Kontrolle und sogar einer Strafsanktion unterworfen werden müßte, ist im Rahmen statistischer Erhebungen aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht zulässig. Die Schätzungen bewegen sich zwischen 10 und 30%. Praktikable Vorschläge zur Lösung des Fehlbelegungsproblems sind bisher noch nicht gemacht worden. Eine Regelung, daß die Sozialwohnungen auf die Dauer nur von solchen Mietern bewohnt werden, deren Einkommen auch nach dem Wohnungsbezug noch innerhalb der gesetzlichen Grenze bleibt, würde eine regelmäßige Einkommenskontrolle bei sämtlichen Mietern der rd. 3,5 Mio sozialer Mietwohnungen voraussetzen. Die Mieter mit gestiegenem Einkommen müßten dann entweder gesetzlich zur Räumung verpflichtet oder auf eine andere Weise durch Zahlung einer sogenannten Ausgleichsabgabe bzw. besonderer Mietzuschläge dazu veranlaßt werden. Ich darf insoweit auf die schriftliche Antwort meines Hauses auf eine diesbezügliche Anfrage des Herrn Abgeordneten Lenz in der Fragestunde am 25. September 1968 — Sitzungsprotokoll des Deutschen Bundestages vom 25. September 1968, Seite 1042 (B) — und die Antwort meines Herrn Ministers auf eine diesbezügliche Anfrage des Abgeordneten Baier in der Fragestunde vom 16. Februar 1968 — Anlage 44 zu dem Sitzungsprotokoll des Deutschen Bundestages vom 16. Februar 1968 — Seite 8149 — verweisen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß anläßlich der dritten Beratung des Gesetzes zur Fortführung des sozialen Wohnungsbaues im Deutschen Bundestag am 8. Mai 1968 als Ergebnis der Ausschußberatungen sowohl seitens des Sprechers der CDU-Fraktion wie auch der SPD-Fraktion erklärt worden ist, daß der Gesetzgeber überfordert wäre, wollte er das Fehlbelegungsproblem durch Erhebung besonderer Mietzuschläge lösen. Es war die übereinstimmende Auffassung, daß man den Weg einer Zinserhöhung der öffentlichen Baudarlehen beschreiten sollte, was dann ja auch im Rahmen des Gesetzes zur Fortführung des sozialen Wohnungsbaues erfolgt ist (vgl. Sitzungsprotokoll des Deutschen Bundestages vom 8. Mai 1968, Seite 9221 (A) und Seite 9224 (C)). Bei dieser Gelegenheit ist auch erklärt worden, daß Zwangsmaßnahmen gegen mehrverdienende Mieter voraussetzen würden, daß genügend Ersatzwohnungen vorhanden sind. Dies ist aber im allgemeinen noch nicht überall und in ausreichendem Maße gegeben. 10524 Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 Den einzigen Weg zur Lösung des Fehlbelegungsproblems sehe ich in einem verstärkten Anreiz zu einer freiwilligen Aufgabe der Wohnung durch Förderung der Umschichtung. Leider war den bisherigen Umschichtungsaktionen der Länder nur geringer Erfolg beschieden. Nach der zum 1. 1. 1968 in Kraft getretenen Novelle zum II. WoBauG fördert der Bund die freiwillige Umschichtung dadurch, daß er gemäß den neuen Vorschriften der §§ 88 bis 88 c Annuitätszuschüsse für den Bau solcher steuerbegünstigter Wohnungen gewährt, in die sogenannte Mehrverdiener — ohne Rücksicht auf eine Einkommensgrenze — einziehen, wenn sie gleichzeitig eine öffentlich geförderte Wohnung freimachen. Der Erfolg dieser Maßnahme bleibt abzuwarten. Bisher ist von keinem Lande eine Forderung nach gesetzlicher Regelung des Fehlbelegungsproblems an die Bundesregierung herangetragen worden. Anlage 24 Schriftliche Antwort des Staatssekretärs Dr. Schornstein vom 25. Oktober 1968 auf die Mündlichen Anfragen des Abgeordneten Haar (Stuttgart) (Drucksache V/3389, Fragen 91, 92 und 93) : Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Bundesbediensteten auch hinsichtlich der Forderung von Familienheimen gelten muß? Wie begründet die Bundesregierung ihre bisherige Haltung, die Förderungssätze der Deutschen Bundesbahn den Bundesrichtlinien nicht anzugleichen? Steht die bisherige Haltung der Bundesregierung nicht im Widerspruch zu ihrer wohnungspolitischen Zielsetzung, im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes für seine Bediensteten die Bildung von Einzeleigentum in verstärktem Maße zu fordern? Die Wohnungsfürsorge des Bundes stellt auf Bedienstete ab, die aus einem im Bundeshaushaltsplan ausgebrachten Personaltitel besoldet werden. Bei diesen Bediensteten ist der Grundsatz der Gleichbehandlung auch hinsichtlich der Förderung von Familienheimen gewährleistet. Die Deutsche Bundesbahn hingegen steht als Sondervermögen des Bundes außerhalb der allgemeinen Bundesverwaltung und betreibt im Rahmen ihrer Wirtschaftsführung eine Wohnungsfürsorge nach eigenen Vorschriften. Der Schwerpunkt der Wohnungsfürsorge der Deutschen Bundesbahn liegt dabei aus betrieblichen Gründen auf der Errichtung von betriebsnahen Mietwohnungen. Immerhin wohnt beinahe jeder zweite Bundesbahnbedienstete in einer bundesbahneigenen oder von der Bundesbahn geförderten oder in ihrem Besetzungsrecht stehenden Wohnung. Nicht zu verkennen ist jedoch, daß die Wohnungsfürsorge der Deutschen Bundesbahn hinsichtlich der Eigentumsförderung ungünstiger ist als die allgemeine Wohnungsfürsorge des Bundes. Allerdings weist die Bundesbahn darauf hin, daß die niedrigeren Förderungssätze in der Wohnungsfürsorge der Deutschen Bundesbahn einen gewissen Ausgleich dadurch erfahren, daß Bedienstete mit Einkommen innerhalb der in § 25 des II. WoBauG festgelegten Grenzen im Gegensatz zu den übrigen Bundesbediensteten öffentliche Förderungsmittel ohne Anrechnung auf das Darlehen der Bundesbahn in Anspruch nehmen können; ferner, daß sie die Möglichkeit haben, über die bei der Bundesbahn bestehenden Spar- und Darlehenskassen zinsgünstige Hypotheken zu erhalten; daß schließlich die Bundesbahn daneben zur Schließung etwa auftretender Finanzierungslücken namhafte Gehaltsvorschüsse gewährt, die zinslos gestellt und binnen 5 Jahren zu tilgen sind, und daß sie letzten Endes für nachrangige Finanzierungsmittel zusätzliche Bürgschaften übernimmt. In sehr vielen Fällen komme den Bediensteten der Bundesbahn auch zugute; daß ihre Familien zum Teil schon seit Generationen am Dienstort ansässig sind und Grundeigentum haben, und daß eine beachtliche Zahl gemeinnütziger Wohnungsbaugenossenschaften für Eisenbahner ihnen den Hausbau erleichtert. Dessen ungeachtet bleibt sicherlich eine Disparität zwischen den Vergünstigungen der allgemeinen Wohnungsfürsorge des Bundes und der Wohnungsfürsorge der Bundesbahn bei der Eigenheimförderung bestehen. Die von meinem Hause befürwortete Angleichung der Darlehenssätze für die Familienheimförderung der Deutschen Bundesbahn an die des Bundes konnte indes leider noch nicht erfolgen, weil sich die Deutsche Bundesbahn bisher nicht in der Lage sah, die für Wohnungsfü.rsorgemaßnahmen in ihrem Wirtschaftsplan eingesetzten Mittel von jährlich 35 Mio DM auf den dann benötigten Betrag von mindestens etwa 110 Mio DM, also um das Doppelte des jetzigen Betrages, zu erhöhen. Eine Anhebung der Förderungssätze ohne entsprechende Zuführung zusätzlicher Haushaltsmittel des Bundes ist nach Darlegung der Deutschen Bundesbahn ausgeschlossen. Der Herr Bundesminister der Finanzen hat eine derartige zusätzliche Hilfe aus haushaltsmäßigen Gründen bisher ablehnen müssen. Mein Haus wird sich jedoch ebenso wie der Herr Bundesminister für Verkehr weiterhin um eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation bemühen. Anlage 25 Schriftliche Antwort des Bundesministers Dr. Dr. Heinemann vom 13. November 1968 auf die Mündlichen Anfragen der Abgeordneten Frau Dr. Diemer-Nicolaus (Drucksache V/3471 Fragen 33, 34 und 35) : Wieviel Strafverfahren wegen Kindesmißhandlung erfolgten in den letzten Jahren? Wie hoch war das Verhältnis von Verurteilungen und Freisprüchen untereinander? In welcher Weise wurden die Kinder vor weiteren Mißhandlungen geschützt? Ich darf diese Fragen unter Hinweis auf folgende Zahlen beantworten, die ich der Strafverfolgungs- Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 10525 statistik, herausgegeben vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, entnommen habe: Jahr Abgeurteilte Verurteilte Freispräche Einstellung 1962 313 218 72 23 1963 320 234 70 16 1964 396 284 79 33 1965 347 249 65 33 1966 345. 267 57 21 Im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Familie und Jugend beantworte ich die letzte Frage wie folgt: In Strafverfahren wegen Kindesmißhandlungen sind nach Nr. 36 der Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen vom 15. Januar 1958 das zuständige Jugendamt und der Vormundschaftsrichter zu benachrichtigen. Diese können, soweit erforderlich, Beschlüsse über die Entziehung des Sorgerechts nach § 1666 BGB herbeiführen und für die Unterbringung der Kinder bei Pflegeeltern oder in einem Heim sorgen. In welcher Weise der Schutz des Kindes am besten gewährleistet ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Soziale Notstände verschiedener Art wie Einkommensschwäche, unzureichender Wohnraum, berufliche Überlastung der Mütter und Instabilität der Ehen begünstigen den Zerfall der Familieneinheit und damit die Kindesmißhandlung. Als potentielle Opfer sind geistig zurückgebliebene und mit körperlichen Mängeln behaftete Kinder besonders gefährdet. Die jugendfürsorgerischen und sozialen Hilfen müssen daher auf die Behandlung dieser Notstände gerichtet sein. Nicht immer bedarf es einer Trennung des Kindes von der Familie. Oft wird eine beratende Betreuung der Eltern durch eine Erziehungsberatungsstelle oder die Beobachtung des Kindes in einer jugendpsychiatrischen Klinik die Ursachen der Erziehungs- und sonstigen Schwierigkeiten aufdecken und das Verhältnis zwischen Eltern und Kind auch ohne Herausnahme aus dem Elternhaus sanieren können. Die Bundesregierung hat dem Problem der Kindesmißhandlung seit jeher ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Im April 1968 hat das Deutsche Jugendinstitut in München eine vom Bundesministerium für Familie und Jugend geförderte Forschungsstudie über „Beobachtungen zum Problem der Kindesmißhandlungen" veröffentlicht. Unter Verwertung von Jugendamtsakten und der Ergebnisse einer Heimumfrage behandelt diese Studie das Problem aus sozialpädagogischer und sozialtherapeutischer Sicht; sie ergänzt hiermit die bisherigen kriminologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Das Bundesministerium für Familie und Jugend ist gerne bereit, Ihnen diesen Bericht zugänglich zu machen. Anlage 26 • Schriftliche Antwort des Bundesministers Dr. Dr. Heinemann vom 13. November 1968 auf die Mündliche Anfrage des Abgeordneten Bauer (Würzburg) (Drucksache V/3471 Frage 36) : Hält das Bundesjustizministerium die Praxis für vertretbar, daß freiwillig arbeitende Untersuchungshäftlinge insofern schlechter gestellt sind als die von ihrem Recht der Ablehnung einer Tätigkeit Gebrauch Machenden, als die Arbeitswilligen für Haftkosten in Anspruch genommen werden, während die Verweigernden davon ausgespart bleiben? Nach § 12 Abs. 2 der von den Landesjustizverwaltungen bundeseinheitlich vereinbarten Kostenverfügung vom 7. September 1957 werden Kosten der Untersuchungshaft nicht erhoben. Von einer abweichenden Praxis ist mir nichts bekannt. Ich hielte sie nicht für vertretbar. Anlage 27 Schriftliche Antwort des Bundesministers Dr. Dr. Heinemann vom 13. November 1968 auf die Mündliche Anfrage des Abgeordneten Wagner (Drucksache V/3471 Frage 37) : Welche rechtlichen Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, um die Ausnutzung von echt hilfsbedürftigen und mitleideiwekkenden Personen als Vorspann für rein eigensüchtige Geschaftsinteressen (häufiges Beispiel: Abonnentenwerber) einzudämmen? Die Ausnutzung von hilfsbedürftigen und mitleiderregenden Personen als Vorspann für eigensüchtige Geschäftsinteressen verstößt regelmäßig gegen § des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, wenn der Kunde dadurch insbesondere von der Qualität und dem Preis der angebotenen Ware oder von seinem Bedarf abgelenkt werden und sich aus sachfremden Gründen zum Kauf entschließen soll. In vielen Fällen wird mit dieser Form der Werbung auch eine Irreführung der Verbraucher über die materielle Hilfsbedürftigkeit der Werber und über die Verwendung des Verkaufserlöses verbunden sein, so daß vielfach auch aus diesem Grunde ein Verstoß gegen § 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb anzunehmen sein wird. Wer gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt, kann von jedem Konkurrenten vor den ordentlichen Gerichten auf Unterlassung der unlauteren Werbung und gegebenenfalls auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Unterlassungsanspruch kann auch von Verbänden zur Förderung gewerblicher Interessen und unter bestimmten Voraussetzungen, die in Fällen gefühlsbetonter Werbung regelmäßig gegeben sein dürften, auch von Verbraucherverbänden geltend gemacht werden. Anlage 28 Schriftliche Antwort des Staatssekretärs Kattenstroth vom 13. November 1968 auf die Mündliche Anfrage der Abgeordneten Frau Kurlbaum-Beyer (Drucksache V/3471 Frage 88) : 10526 Deutscher Bundestag — 5. Wahlperiode — 194. Sitzung. Bonn, Mittwoch, den 13. November 1968 Ist die Bundesregierung bereit, dem Deutschen Bundestag einen Gesetzentwurf zuzuleiten, gemäß welchem der § 132 AVAVG so abgeändert wird, daß für die älteren jetzt Arbeitslosen eine Wiedereingliederungsbeihilfe über zwei Jahre hinaus gewährt wird, um ihre Weiterbeschäftigung bis zum Erhalt ihrer Altersrente oder Invalidenrente zu sichern? Eingliederungsbeihilfen sind nach Ansicht der Bundesregierung ein wirksames Mittel, um die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu sichern. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Eingliederungsbeihilfen hat das Hohe Haus durch das Siebente Änderungsgesetz zum AVAVG vom 10. März 1967 erheblich erweitert. Durch § 132 AVAVG in der Fassung dieses Änderungsgesetzes wurde die Höchstdauer der Leistungsgewährung von 26 Wochen auf 2 Jahre verlängert; die Bemessungsgrenze wurde von 50 auf 60 v. H. des tariflichen oder, soweit eine tarifliche Regelung nicht besteht, des im Berufe ortsüblichen Arbeitsentgelts erhöht. Der jetzige § 132 AVAVG erscheint im Inhalt unverändert als § 57 Abs. 1 im Entwurf eines Arbeitsförderungsgesetzes. Bei der Beratung dieser Vorlage dürfte der Ausschuß für Arbeit des Deutschen Bundestages das Problem wohl ausführlich erörtern und vielleicht auch prüfen, wie nach den inzwischen gewonnenen Erfahrungen die Hilfen zugunsten älterer Arbeitnehmer weiter verbessert werden können. Anlage 29 Schriftliche Antwort des Staatssekretärs Kattenstroth vom 13. November 1968 auf die Mündliche Anfrage der Abgeordneten Frau Kurlbaum-Beyer (Drucksache V/3471 Frage 90) : Ist die Bundesregierung bereit, die Genehmigung zu Massenentlassungen nach § 15 Kündigungsschutzgesetz dann zu versagen, wenn von diesen bevorzugt ältere Mitarbeiter betroffen werden? Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Wirksamkeit von Entlassungen, die nach § 15 des Kündigungsschutzgesetzes anzeigepflichtig sind, trifft nach § 18 des Kündigungsschutzgesetzes ein Ausschuß, der sich aus dem Präsidenten des Landesarbeitsamts oder einem von ihm beauftragten Angehörigen des Landesarbeitsamts als Vorsitzendem und je zwei Vertretern der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und der öffentlichen Körperschaften zusammensetzt, die von dem Verwaltungsausschuß des Landesarbeitsamts benannt werden. Die Bundesregierung geht davon aus, daß diese Ausschüsse ihre Zustimmung grundlätzlich versagen, wenn der Anteil der Älteren an den zur Entlassung vorgesehenen Arbeitnehmern den Anteil der älteren Arbeitnehmer an der Belegschaft des betreffenden Betriebes übersteigt. Der Bundesregierung ist es bei der bestehenden Rechtslage nicht möglich, in das Genehmigungsverfahren einzugreifen.
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Franz Josef Strauß


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

    Ich möchte mich zu dieser Überlegung grundsätzlich positiv aussprechen, Herr Kollege Scheel, und zwar auch deshalb, weil der reine Kapitalexport in Form des allgemeinen Wettlaufes auf DM-Anleihen durch das Ausland nicht unbegrenzt fortgesetzt werden kann. Dieser Wettlauf enthält auch gewisse Risiken. Es ist Ihnen vielleicht auch nicht entgangen, daß ich im Zusammenhang mit der Frage des Devisenausgleichs für die USA um Prüfung aller administrativen, kreditären und steuerlichen Möglichkeiten gebeten habe, deutsche Direktinvestitionen in den USA zu begünstigen. Das setzt dann allerdings voraus, daß auch auf der anderen Seite die Bereitschaft dazu besteht, solche Direktinvestitionen nicht mit administrativen oder anderen Hemmnissen zu erschwerden.
    Ich halte diesen Weg aus einer Reihe von Gründen für sehr überlegenswert. Ich behaupte nicht, daß das den Stein der Weisen oder das Ei des Kolumbus darstellt. Wir würden damit aber nicht nur die Frage des Devisenausgleichs langfristig leichter lösen können — jedenfalls teilweise einen Beitrag leisten —, wir würden auch die psychologisch-politische Belastung durch das Schlagwort „Ausverkauf der deutschen Wirtschaft" durch potente amerikanische Kapitaleigentümer reduzieren. Außerdem halte ich es für sehr wünschenswert, daß der wirtschaftliche Weg über den Ozean keine One-way-street, sondern eine Two-way-street wäre. Nicht nur die Kapitalverflechtung in der EWG, auch die transatlantische Verflechtung von drüben herüber und von hier hinüber hat ihre unbestreitbaren, nicht nur kommerziellen, auch politischen Vorteile kurzfristiger und langfristiger Art. Für unsere Investoren drüben besteht das Problem, daß 4 DM für einen deutschen Unternehmer mehr sind als ein Dollar für einen amerikanischen Unternehmer. Diese psychologische und praktische Schwelle etwas niedriger zu gestalten, ist eine Aufgabe, die des Schweißes der Edlen wert ist. Ich möchte mich also zu diesem Vorschlag grundsätzlich positiv aussprechen und sagen, daß ich bereit bin und schon begonnen habe, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie man auf diesem Wege Erleichterungen verschaffen kann und damit auch dieses heikle Problem der Aufwertung nicht in dieser von manchen Seiten immer wieder angedeuteten Form zu lösen braucht.
    Darüber hinaus kommen auch noch einige Ungewißheiten auf uns zu. Wir wissen noch nicht, ob die neue amerikanische Administration eine import-tax oder einen Exportbonus einführen wird. Das ist eine offene Frage. Wir hoffen alle, daß der Vietnam-Krieg möglichst bald zu Ende geht. Das wird wirtschaftliche Veränderungen in mindestens zwei Kontinenten mit sich bringen, sowohl auf dem asiatischen Kontinent wie in den USA. Das steht außer jedem Zweifel. Dann werden auch durch die Umstellungsschwierigkeiten die Amerikaner wieder mit vermehrter Kraft als Konkurrenten auf dem Weltmarkt erscheinen. Wir brauchen das nicht zu fürchten; das ist eine gute Erscheinung als Folge der Umstellung auf Friedensproduktion.
    Aus all diesen noch nicht übersehbaren Ereignissen heraus, Herr Kollege Starke, kommt die Bundesregierung in der Frage der Aufwertung zu einem ganz klaren Nein, wobei sie die Argumente ihrer Ratgeber, die anders lauten, selbstverständlich mit in die Prüfung einbezogen hat. Wenn Sie vorher sagten, man wisse nicht, wo die Wissenschaft aufhöre und wo das Wahlgeschenk beginne: es gibt nicht nur Wissenschaft oder Wahlgeschenk, es gibt dazwischen auch Politik, die weder unbedingt rein wissenschaftlich fundiert zu sein braucht noch etwa wie ein Wahlgeschenk wirkt. Wir sind unseren wissenschaftlichen Ratgebern dankbar. Der Bereich der Wissenschaft ist ein Bereich, der Bereich der Politik ist ein anderer Bereich. Beide sollen nicht in einem



    Bundesminister Dr. h. c. Strauß
    unauflöslichen und unversöhnlichen Gegensatz zueinander stehen. Aber die Kategorien der wissenschaftlichen Beratungen und ihre Schlußfolgerungen sind nicht automatisch identisch mit den Kategorien der politischen Entscheidungsbildung.

    (Beifall bei den Regierungsparteien.)

    Die beiden gehören jetzt und in Zukunft verschiedenen Bereichen an. Es fällt dem einen keine Perle aus der Krone, wenn er den anderen ernst nimmt, und es fällt dem anderen keine Perle aus der Krone, wenn er sich damit abfindet, daß der Politiker nicht automatisch das ausführt, was ihm der wissenschaftliche Rat empfiehlt, ganz abgesehen davon, daß oft auch der wissenschaftliche Rat gar nicht so eindeutig ist und durchaus verschiedene Möglichkeiten offenläßt.
    Ein letztes Wort — um Sie nicht noch länger aufzuhalten. Es ist davon gesprochen worden, daß weder ein klarer Auftrag noch eine präzise Zielsetzung da sei. Wir mußten ja einerseits, Herr Kollege Starke, der kommenden Kommission objektiv und subjektiv die Freiheit ihrer Arbeit gewährleisten. Wenn ihr die Bundesregierung einen Auftrag gibt und in dem Auftrag von vornherein auch andeutet, was das Ziel der Überlegungen der Kommission sein soll, dann wären wir angesichts der Bedeutung und der Sachkunde der in dieser Kommission jetzt zusammentretenden Persönlichkeiten wahrscheinlich in erhebliche und verständliche Schwierigkeiten geraten. Wir haben in unserem Einladungsschreiben den Auftrag in Umrissen formuliert. Ich verrate kein Staatsgeheimnis, wenn ich sage, daß gestern die Besprechung zwischen Staatssekretär Grund, Präsident Eberhard und mir stattgefunden hat, bei der über die Abgrenzung des Auftrags gesprochen worden ist. Wir sind uns nunmehr sowohl hinsichtlich der Zusammensetzung als auch hinsichtlich der Formulierung des Auftrags so weit einig, daß noch vor Weihnachten die erste Sitzung dieser Kommission und, wie ich annehme, auch die Bildung der beabsichtigten Unterkommissionen oder Arbeitskreise erfolgen werden. Es heißt:
    Die Kommission erhält den Auftrag, ein Gutachten zur Vorbereitung einer umfassenden Steuerreform auszuarbeiten, das sowohl die direkten Steuern als auch die indirekten Steuern sowie die Prämiengesetze behandelt. Nach Möglichkeit soll das Gutachten spätestens bis Mitte 1970 vorgelegt werden.
    Dazu eine Bemerkung: Die von uns konsultierten Mitglieder dieser Kommission halten es nicht für möglich, diese Arbeiten innerhalb eines Jahres durchzuführen und abzuschließen. Denn der Auftrag an diese Kommission ist mindestens genauso schwierig und umfangreich, wenn nicht schwieriger und umfangreicher als der Auftrag an die Finanzreformkommission. Wenn die Finanzreformkommission von 1962 bis, wie ich glaube, 1966 gebraucht hat — ich sage das ohne jeden Vorwurf —, dann verlangen wir von der Steuerreformkommission schon viel, wenn wir von ihr erwarten, daß sie in 18 Monaten das Ergebnis ihrer Arbeiten, ihrer Überlegungen vorlegt.
    Ferner heißt es in dem Auftrag:
    Für die Ausarbeitung der Reformvorschläge stehen der Kommission das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, die Vorschläge der Einkommensteuerkommission, des Bundes Deutscher Steuerbeamter, des Bundes der Steuerzahler und andere wichtige Vorschläge zur Auswertung zur Verfügung.
    — Z. B. auch die Denkschrift über die Besteuerung der freien Berufe. —
    Die Vorschläge der Kommission
    - so haben wir weiter formuliert — sollen zu einem Steuerrecht führen, das
    — ohne Aufgabe der allgemein gültigen Grundsätze des Steuerrechts besonders die Zielsetzungen einer modernen Finanzpolitik —sowie den Grundsatz der Gleichmäßigkeit und sozialen Gerechtigkeit der Besteuerung berücksichtigt. Dabei sollen auch Möglichkeiten zum weiteren Abbau von Steuervergünstigungen eingehend untersucht werden. Ganz besonderer Wert ist auf eine Vereinfachung des Steuerrechts zu legen. Es werden schließlich die Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der EWG berücksichtigt werden müssen, wobei u. a. auch das Verhältnis zwischen den direkten und den indirekten Steuern von Bedeutung sein wird. Durch die Steuerreform soll das Volumen der Steuereinnahmen
    — in Zukunft —
    gegenüber dem jetzigen Rechtszustand einschließlich der Zuwachsquoten nicht verändert werden.
    So lautet nunmehr die gestern mit Präsident Eberhard abgesprochene Formulierung.
    Dabei besteht Übereinstimmung darüber — was Sie auch als EWG-Parlamentarier interessieren wird, Herr Kollege Starke —, daß sich diese Kommission nicht mit der Reichsabgabenordnung befassen soll, für die ein Arbeitskreis eine Neufassung erarbeitet hat, die wir nur deshalb nicht vorlegen, weil das Parlament in dieser Legislaturperiode nicht mehr in der Lage ist, zu allen anderen Dingen auch noch die Abgabenordnung als eine weitere Reform zu verabschieden. Das werden das Finanzministerium und die Regierung der nächsten Legislaturperiode tun müssen. Weiter sind wir der Meinung, daß das Bewertungsgesetz, das erst vor kurzem reformiert worden ist, auch nicht mehr einer grundsätzlichen Überprüfung unterliegen kann.
    Wir sind ferner der Meinung, daß die Eingangsabgaben, die weitgehend der Regelung durch die EWG unterliegen, auch nicht von der Kommission behandelt werden können, weil das nicht innerhalb nationaler Zuständigkeit liegt. Auch der auslaufende Lastenausgleich sowie das System der Umsatzsteuer sollten nicht innerhalb der Kommission zur Diskussion gestellt werden, wohl aber die Frage der Steuersätze, ihrer weiteren Entwicklung, und dann ist die Frage der Gewerbesteuer einzubeziehen usw.



    Bundesminister Dr. h. c. Strauß
    Ich darf schließlich noch sagen, Herr Kollege Starke, daß das Ausmaß der Nettoverschuldung — im Jahr 1967 mit 8,8 Milliarden DM, im Jahr 1968 mit 7,15 Milliarden DM, wie sich jetzt abzeichnet, 1969 mit 3,6 Milliarden DM, bei einer Steigerungsrate des Bundeshaushalts von 1967 auf 1968 um 6,8% und von 1968 bis 1969 noch um 5,4 % — sich durchaus im Rahmen der normalen Entwicklung des Bundeshaushalts hält.
    Auch in Zukunft werden nur 6 % der gesamten öffentlichen Ausgaben durch die Nettokreditaufnahme finanziert werden. Diese 6 %-Finanzierung durch Nettokreditaufnahme entspricht auch dem Durchschnitt der Jahre 1950 bis 1968 und bleibt damit unter der konjunkturell bedingten Höhe von 8 % der Jahre 1967/68. Man kann nicht das Volumen der Nettokreditaufnahme völlig ohne jede Beziehung zur Größe und zum Wachstum des Gesamthaushalts sehen.

    (Zustimmung bei der CDU/CSU.)

    Das gilt in der Privatwirtschaft, und das gilt auch in der öffentlichen Finanzwirtschaft.
    Die letzte Zahl, die zur Beruhigung beitragen soll, ist folgende. Auch in Zukunft werden nur 25 % der Ausgaben des Bundes, die als Investitionsausgaben oder wachstumsfördernde Ausgaben nach der Statistik anzuerkennen sind, durch Kreditaufnahme finanziert werden. 75 % — die Zahlen schwanken zur Zeit zwischen 27 und 24 %, ich wähle deshalb die Durchschnittszahl 25, weil der Prozentsatz degressiv ist — werden im Durchschnitt durch ordentliche Einnahmen finanziert. Ich glaube, daß eine Finanzpolitik, die ein Viertel der Investitions- und Wachstumsausgaben aus Kredit und drei Viertel aus ordentlichen Einnahmen finanziert, noch durchaus als solide bezeichnet werden kann.

    (Beifall bei den Regierungsparteien.)



Rede von Dr. Karl Mommer
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)
Meine Damen und Herren, ein Wort zur Geschäftslage! In einer guten halben Stunde treten wir in die zweistündige Mittagspause ein. Es gibt eine Vereinbarung, daß wir dann um 15 Uhr mit der Beratung der Vorlagen zur Verkehrspolitik — Stichwort „Leber-Plan" —beginnen.
Mir liegen noch drei Wortmeldungen vor, die wir wohl nicht mehr alle erledigen können. Das hieße, daß diese Debatte heute am späteren Nachmittag — nach Erledigung der verkehrspolitischen Vorlagen — fortgesetzt werden müßte.
Das Wort hat Herr Abgeordneter Staratzke.

  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Hans-Werner Staratzke


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)

    Herr. Präsident! Meine Damen und Herren! Ich werde versuchen, meine Anmerkungen so kurz zu machen, daß wir vielleicht doch noch bis 13 Uhr zu Rande kommen.
    Die Drucksache V/3363, die hier als Antwort auf die fünf Fragen der Freien Demokraten zugrunde liegt, hat natürlich vieles ergeben und vieles erleichtert. Wir haben vieles beantwortet bekommen. Aber ich muß auch sagen, daß vieles nicht befriedigend beantwortet worden ist. Deshalb müssen wir in Ergänzung dieser Beantwortung der fünf Fragen noch einmal auf einige Punkte eingehen.
    Zunächst aber vorweg eine Bemerkung! Frau Kollege Kurlbaum-Beyer hatte bemerkt, daß die Große Anfrage zur Steuerpolitik, die in der Tat im Dezember vorigen Jahres eingebracht worden ist, sich im Laufe der Zeit gewandelt habe. Frau Kurlbaum-Beyer, ich kann das nicht feststellen. Ich bin jedenfalls nicht der Meinung, daß wir bezüglich des Inhalts Wesentliches geändert hätten; denn die Große Anfrage war damals auf Grund der aufsehenerregenden Vorschläge vorgesehen, die der Wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums gemacht hatte. Die Überraschungen, die sich dabei ergaben, haben natürlich zu der Frage geführt, ob sich die Bundesregierung oder der Bundesfinanzminister davon distanziert oder nicht. Ich meine, seit der Veröffentlichung dieses Gutachtens im Spätherbst vorigen Jahres hat sich der Bundesfinanzminister zwar persönlich ein paarmal von einer Reihe von Fragen distanziert; aber eine klare Absage haben wir jedenfalls nicht feststellen können, auch nicht in der schriftlichen Antwort des Bundesfinanzministeriums. Insofern ist das der Ausgangspunkt gewesen. Wir haben im Sommer dieses Jahres unsere Anfrage zwar modernisiert — das ist unser gutes Recht —, aber nicht wesentlich dem Inhalt nach geändert.
    Meine Damen und Herren, ich will nur auf die Punkte eingehen, die noch klärungsbedürftig sind bzw. durch die Ausführungen der Vorredner einigen Widerspruch erzeugt haben. Ich möchte zunächst aber noch eine Vorbemerkung machen. Es ergibt sich manchmal, daß man hauptsächlich im Blick auf die Vergangenheit oder auch auf die Gegenwart spricht. Unser Anliegen war es aber, Zukunftsbetrachtungen anzustellen, Zukunftsbetrachtungen hinsichtlich der Steuerpolitik der Bundesregierung.

    (Abg. Scheel: Sehr gut!)

    In der schriftlichen Antwort auf unsere erste Frage stellt der Bundesfinanzminister fest, daß eine Erhöhung der Steuerbelastungsquote weder erforderlich noch vertretbar erscheine. Diese Antwort ist natürlich sehr zufriedenstellend. Wenn das so wäre, könnten wir diese Antwort lebhaft begrüßen. Mir scheint aber hier zunächst übersehen worden zu sein, daß sich natürlich bei steigendem Sozialprodukt und bei Aufrechterhaltung der progressiven Steuertarife, vielleicht sogar, wenn es nach den Vorstellungen des Wissenschaftlichen Beirats ginge, nach einer noch stärkeren Progression der Steuertarife, die Steuerbelastungsquote automatisch erhöhen muß. Das ist eine Rechnung, die jeder kennt, und die ist nach meiner Meinung in der Beantwortung der Frage übersehen worden.
    Das zweite, was zu dieser allgemeinen Frage zu sagen ist, betrifft die internationalen Vergleiche der Steuerlastquoten. Hier stellt der Bundesfinanzminister fest, daß die Bundesrepublik eine Art Mittelstellung im Kreise der Länder einnehme. Zunächst einmal möchte ich diese Mittelstellung stark anzweifeln. Man braucht sich nämlich nur diejenigen Staaten anzusehen, die eine möglicherweise noch



    Dr. Staratzke
    höhere Steuerlastquote aufzuweisen haben. Ich meine aber auch, daß das keine sehr überzeugende Begründung ist; denn wir müssen uns doch darauf einstellen, daß wir in einen größeren Markt eintreten. Wir haben schließlich eine EWG. Nach meiner Meinung kommt es bei den steuerlichen Fragen eben entscheidend darauf an, die deutsche Steuerlastquote mit derjenigen anderer EWG-Staaten zu vergleichen, mit denen wir zusammenarbeiten sollen, weil wir auch hier natürlich die Grenzen abbauen müssen; die Zollgrenzen sind ja schon gefallen. Wir wissen, daß die steuerlichen Lasten beim grenzüberschreitenden Verkehr gerade nach dem Abbau der Binnenzölle viel deutlicher zum Ausdruck kommen, als dies früher beim Vorhandensein unterschiedlicher Zölle naturgemäß der Fall war.
    Meine Damen und Herren, ich will jetzt nicht auf die Statistiken eingehen. Sie sind sehr unterschiedlich. Die OECD hat andere Rechnungen gemacht als das Bundesfinanzministerium. Einmal hat man die Steuerlast allein berechnet, dann hat man die Sozialversicherungsbeiträge hinzugenommen. Diese internationalen Steuerbelastungsvergleiche — ich glaube, das weiß jeder Steuerstatistiker — sind sehr problematisch.

    (Zurufe von der CDU/CSU: Doch! — Bei Ihren. Kollegen!)

    — dann werden meine Kollegen ihm das sagen —, würde ich bei einer solchen Betonung dieser internationalen Vergleiche in der schriftlichen Antwort, in der dann für die Bundesrepublik ein so günstiges Ergebnis herauskommt, sagen: Soll das womöglich die Vorbereitung und der Auftakt für neue Steuererhöhungen bei uns sein? Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn es hier so dargestellt wird, als ob die deutsche Steuerlastquote so eine Art Mittelstellung einnimmt.

    (Abg. Kurlbaum: Das ist doch eine ganz böswillige Unterstellung!)

    — Ich habe gesagt, Herr Kollege Kurlbaum: wenn ich boshaft wäre. Ich bin ja nicht boshaft.

    (Abg. Frau Kurlbaum-Beyer: Warum machen Sie es dann?)

    — Es drängt sich einem die Frage auf. Frau Kollegin, Sie haben doch vorhin selbst gehört, was im Rohr ist, was wieder kommen soll. Das wissen wir doch alle. Sie müssen mir schon gestatten, in dieser vorsichtigen Form zu sagen, daß sich hier manchem dieser Eindruck aufdrängt.

    (Abg. Kurlbaum: Was ist denn im Rohr? — Weiterer Zuruf von der SPD: Mal ein bißchen konkreter!)

    — Beförderungsteuer, Grundsteuer. Soll ich Ihnen weiter sagen, was da alles noch zu nennen wäre?
    Ich möchte aber nicht auf die Vergangenheit eingehen, sondern ich möchte mit den wenigen Sätzen gerade etwas über die Zukunft sagen. Meine Damen und Herren, diese Steuerlastquoten sind ja außerdem — das muß man auch wissen; das wissen natürlich auch die Beamten des Finanzministeriums ganz genau — im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt sowieso nicht voll aussagefähig; denn es kommt in der Besteuerung natürlich immer darauf an, welche Steuerarten und welche Steuersysteme vorhanden sind. Sie drücken sich für den einzelnen Steuerzahler und für den einzelnen Betrieb, das einzelne Unternehmen eben anders aus als bei einem allgemeinen Vergleich der Steuerlastquoten mit dem Bruttosozialprodukt. Das hat die Bundesregierung in der schriftlichen Antwort im übrigen sogar selbst gesagt. Sie hat nämlich dort gesagt: Es kommt nicht auf die Prozentsätze an, sondern es kommt auf die ökonomische Wirkung der Steuern auf das einzelne Unternehmen und auf den einzelnen Steuerzahler an. Insofern meine ich, daß hier eine Überbewertung dieser Vergleiche vorliegt.
    Nun aber eine andere Sache, die mir höchst unbefriedigend beantwortet zu sein scheint. In der schriftlichen Antwort findet sich die Mitteilung der Bundesregierung, daß sie den im Jahre 1967 vorgelegten ersten Bericht über Subventionen aus zeitlichen Gründen nicht mit Vorschlägen über den Abbau von Finanzhilfen versehen konnte. Das bedauern wir sehr. Einer der Vorredner — ich weiß jetzt nicht mehr, wer es war — hat besonders betont und immer wieder zum Ausdruck gebracht, daß das ja eine Aufgabe der Fraktionen oder sogar der Opposition wäre. Lassen Sie mich dazu sagen: Nein, meine Damen und Herren, hier ist im Stabilitätsgesetz etwas fixiert. In § 12 des Stabilitätsgesetzes steht ausdrücklich, daß die Bundesregierung dazu verpflichtet ist.
    Nun werden diese Abbauvorschläge im Rahmen des zweiten Berichts vorgesehen, der entsprechend der gesetzlichen Regelung 1969 vorzulegen ist. Sie werden für diesen Bericht angekündigt. Ich frage die Kollegen: Glauben Sie im Ernst, daß .im Wahljahr 1969 von dieser Koalition hier konstruktive Lösungen in Richtung auf Reduzierung steuerlicher Subventionen vorgelegt werden können?

    (Zuruf von der CDU/CSU: Selbstverständlich!)

    Ich meine, daß das nicht der Fall ist. Der Bundesfinanzminister hat schon mit seinem ihm eigenen Geschick darauf hingewiesen, daß diese Fragen in die nähere oder weitere Zukunft verschoben werden. Er hat die Steuerreformkommission angeführt und dabei erklärt, daß der Auftrag eben dieser Steuerreformkommission mit übergeben werden soll. Ich darf in aller Klarheit feststellen: der Auftrag an die Bundesregierung, der in § 12 des Stabilitätsgesetzes fixiert ist, ist bisher nicht erfüllt worden.
    Nun die Sache mit dem Splitting. Der damalige Vorschlag des Bundesfamilienministers, eine vorläufige Erhöhung der Kinderfreibeträge durch eine Einschränkung des Ehegattensplittings zu finanzieren, würde zumindest zu einer teilweisen Einführung der gerade vom Bundesverfassungsgericht verworfenen Haushaltsbesteuerung führen. Meine Freunde und ich hatten wirklich gehofft, daß sich die Bundesregierung von diesem Vorschlag distanzieren werde, nachdem dieses oberste Gericht die aus der Haus-



    Dr. Staratzke
    haltsbesteuerung entstandene Rechtsfrage eindeutig geklärt hat.

    (Beifall bei der FDP.)

    Das ist nicht der Fall gewesen, was wir sehr bedauern, und das ist auch nicht mit den Bemerkungen in der schriftlichen Antwort geschehen. Ich darf mich darauf beziehen.
    Wer die Große Anfrage und die Begründung dazu gelesen hat, der wird festgestellt haben, daß wir bestrebt waren, im Hauptteil, nämlich in den Fragen 3 und 5, das Schwergewicht einerseits auf die Reformideen — ich sage ausdrücklich: die überraschenden Reformideen — des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministenium und andererseits auf die Frage der Steuerharmonisierung oder besser der Steuersystemharmonisierung in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu legen. Ich unterstreiche, daß mit der Einführung des Mehrwertsteuersystems in der Bundesrepublik ohne Zweifel ein Schrittehen lin jenes Feld der Steuersystemharmonisierung getan worden ist, einer Harmonisierung, die wir in der EWG aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit unbedingt anstreben müssen.
    Nun sind aber die Vorschläge des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium allesamt den Harmonisierungs- und Angleichungsbestrebungen völlig konträr. Wenn man an den großen Markt und an die binnenmarktähnlichen Verhältnisse denkt, die es anzustreben gilt, darf man die direkten Steuern — ich will mich vorsichtig ausdrücken — in ihrer Gesamtheit bei uns in der Bundesrepublik nicht anheben. Man müßte sie im Gegenteil senken. Denn es ist wissenschaftlich unbestreitbar, daß die direkten Steuern, ganz sicher aber die gewinnunabhängigen direkten Steuern Kostencharakter haben, und ihr Anteil am Gesamtsteueraufkommen ist bei uns im Verhältnis zu den anderen Mitgliedsländern in der EWG entschieden am höchsten, weil wir z. B. die Vermögensteuer, die Gewerbesteuer und die Vermögensabgabe haben, alles Steuern, die in anderen Ländern nicht oder in wesentlich geringerem Umfang vorhanden sind. Der kalkulatorische Effekt dieser gewinnunabhängigen Steuern vervielfacht sich obendrein noch mit steigendem Kapitaleinsatz und mit niedrigeren Erträgen in den Unternehmen. Ich möchte es einmal anders ausdrücken — wie es die Wissenschaft sagt —: die Kostenwirksamkeit und damit die Wettbewerbsnachteiligkeit steigt mit der Kapitalintensität und mit sinkendem Ertrag.
    Gestatten Sie mir noch ein offenes Wort zur Verschärfung auch der Vermögensteuer, die ebenfalls in den Gedanken des Wissenschaftlichen Beirates zu finden ist. Hierzu möchte ich in aller Deutlichkeit folgendes sagen. Mit Blickrichtung auf die EWG und den Gemeinsamen Markt sollte man die Vermögensteuer eher ermäßigen. Denn sie ist eine Steuer, die es fast nur noch in unserem Land gibt, und diese hohe Vermögensteuer führt bei Betrieben mit hoher Kapitalintensität — das werden immer mehr Unternehmen aller Größen sein — dazu, daß unmittelbar in die Substanz eingegriffen wird, wenn die Erträge mager oder keine Erträge mehr vorhanden sind.
    Das gleiche gilt für die Gewerbesteuer. Dazu hat mein Kollege Starke ausführlich berichtet.
    Die absurde Idee mit der Abschaffung der Degression möchte ich hier nicht noch einmal anführen. Sie ist, das muß ich ausdrücklich bestätigen, in der schriftlichen Antwort des Bundesfinanzministeriums abgelehnt worden, und sie ist auch hier in den Ausführungen meiner Vorredner noch einmal als absurd gekennzeichnet worden. Aber, meine Damen und Herren, wir kommen doch nicht daran vorbei, in einem großen Markt, in der EWG, auch unsere Steuerpolitik entsprechend zu orientieren, auch bei den degressiven Abschreibungen, die wir ja unbestritten behalten wollen, weil sie aus den verschiedensten Gründen — die auch der Finanzminister soeben genannt hat — kein Geschenk, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen. Die steuerpolitische Zielsetzung in Richtung auf den Gemeinsamen Markt und auf die steuerliche Harmonisierung erfordert nach unserer Meinung nicht nur die Aufrechterhaltung einer solchen degressiven Abschreibungsmethode, sondern auch eine angemessene Verbesserung, damit wir international gleichziehen. Das hat mit den Dingen, die im Stabilitätsgesetz vorhanden sind, mit einer möglichen Variierung, nichts zu tun; es geht hier um die Frage des Verhältnisses der Degression zur linearen Abschreibung, das entschieden verbessert werden muß, wenn wir international gleichziehen wollen.
    Wenn wir die Integration wirksam fördern wollen — und wir sprechen doch in diesem Hause so oft über eine echte Integration, über einen europäischen Markt, den wir ständig noch erweitern wollen —, müssen wir auf steuerlichem Gebiet ein Optimum an Systemharmonisierung erreichen. Was nützen alle Bemühungen um diese Integration, um eine Niederlassungsfreiheit, um eine Arbeitskräftefreiheit usw., wenn es Kostendifferenzen, und zwar erhebliche Kostendifferenzen, gibt, die durch Steuern entstehen, die weder der Arbeitnehmer noch der Unternehmer beeinflussen kann?
    Die Bundesregierung hat nun, zu meiner großen Überraschung, muß ich sagen, in ihrer Antwort auf die Frage 5 gesagt, daß das in der Bundesrepublik bestehende Anteilsverhältnis von direkten und indirekten Steuern ausgewogen ist, und auch Frau Kollegin Kurlbaum-Beyer hat, wenn ich sie recht verstanden habe, bestätigt, daß dem so sei. Die Bundesregierung zieht daraus den Schluß, daß dieses Anteilsverhältnis auch für die anderen Mitgliedstaaten der EWG anzustreben sei. Tatsächlich ist aber, das kann man jederzeit in den Statistiken nachsehen, das in der Bundesrepublik bestehende Anteilsverhältnis der direkten und indirekten Steuern für die EWG-Mitgliedstaaten keineswegs typisch, wie wir übrigens auch in der Begründung unserer Anfrage in Zahlen einwandfrei dargelegt haben. Wir wissen ganz genau, daß in Frankreich und in Italien die indirekten Steuern überwiegen, und zwar beträchtlich. Wir wissen natürlich alle, warum man sich in diesen Ländern auf die indirekten Steuern stützen muß, weil man sonst nämlich in



    Dr. Staratzke
    Gefahr käme, die Staatseinnahmen nicht voll zu erhalten.

    (Abg. Kurlbaum: Na also!)

    — Entschuldigen Sie, was heißt „Na also"? Das ist doch eine Tatsache. Ich stelle nur fest, daß das Anteilsverhältnis nicht ausgewogen ist. Wir wissen doch, daß in anderen Staaten die indirekte Besteuerung sehr viel höher ist als bei uns. Da wir aber nur indirekte Steuern an den Grenzen ausgleichen, wie wir ja wissen, bedeutet eben die Belastung in Staaten wie der Bundesrepublik mit direkten Steuern, die in die Kalkulation eingehen, eine Wettbewerbsverfälschung. Das ist doch unbestritten.