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ID1017419900

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    Plenarprotokoll 10/174 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 174. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Inhalt: Abwicklung der Tagesordnung 13004 C, 13041B, 13041 C Glückwünsche zu den Geburtstagen der Abg. Rohde (Hannover) und Frau Berger 13003 D Bestimmung der Abg. Suhr und Dr. Penner als stellvertretende Mitglieder des Vermittlungsausschusses an Stelle der ausgeschiedenen Abg. Vogt (Kaiserslautern) und Dr Schmude 13004 A Erweiterung der Tagesordnung . 13004A, 13077 B Absetzung der Punkte 9 a und 15 von der Tagesordnung 13004 C Abweichung von den Richtlinien für die Fragestunde und den Richtlinien für Aussprachen zu Themen von allgemeinem aktuellen Interesse für die Sitzungswoche vom 25. bis 29. November 1985 13127 C Aktuelle Stunde betr. Verhalten der Bundesregierung gegenüber der ständig zunehmenden Arbeitslosigkeit bei Frauen Frau Dr. Däubler-Gmelin SPD 12989 B Frau Verhülsdonk CDU/CSU 12990 A Frau Wagner GRÜNE 12991 A Frau Dr. Adam-Schwaetzer FDP . . . 12992 B Frau Blunck SPD 12993 B Frau Männle CDU/CSU 12994 B Dr. Blüm, Bundesminister BMA . . . 12995 C Frau Fuchs (Verl) SPD 12997 B Feilcke CDU/CSU 12998 A Eimer (Fürth) FDP 12999 B Peter (Kassel) SPD 13000A Frau Hürland CDU/CSU 13001A Frau Steinhauer SPD 13001 D Dr. Lammert CDU/CSU 13002 D Zur Geschäftsordnung Bueb GRÜNE 13004 C Seiters CDU/CSU 13005 B Porzner SPD 13005C Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung 30 Jahre Bundeswehr Dr. Kohl, Bundeskanzler 13006 B Dr. Vogel SPD 13010 D Dr.-Ing. Oldenstädt CDU/CSU 13015 D Frau Hönes GRÜNE 13017 B Ronneburger FDP 13019A Kolbow SPD 13021 D Biehle CDU/CSU 13023 D Lange GRÜNE 13026 B Ganz (St. Wendel) CDU/CSU 13028 A Bastian fraktionslos 13029 D Steiner SPD 13031A Dr. Wörner, Bundesminister BMVg . . 13033 B Erklärungen nach § 31 GO Werner (Westerland) GRÜNE 13036 A Vogel (München) GRÜNE 13037 A Frau Hönes GRÜNE 13038 A Dr. Schierholz GRÜNE 13039 A Mann GRÜNE 13040 A II Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Frau Dann GRÜNE 13040 D Rusche GRÜNE 13041A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub (Bundeserziehungsgeldgesetz) — Drucksachen 10/3792, 10/3926 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Jugend, Familie und Gesundheit — Drucksachen 10/4148, 10/4212 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4240 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des von der Fraktion der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Elternurlaubsgesetz) — Drucksache 10/3806 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Jugend, Familie und Gesundheit — Drucksachen 10/4148, 10/4212 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4240 — Kroll-Schlüter CDU/CSU 13042 A Frau Schmidt (Nürnberg) SPD 13043 D Eimer (Fürth) FDP 13047 B Frau Wagner GRÜNE 13049 D Frau Dr. Süssmuth, Bundesminister BMJFG 13052 B Frau Männle CDU/CSU 13055 B Frau Fuchs (Köln) SPD 13057 C Frau Verhülsdonk CDU/CSU 13061 D Hauck SPD 13065 C Namentliche Abstimmung 13066 C Erste Beratung des von der Fraktion DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Finanzierung einer besseren Pflege (Bundespflegegesetz) — Drucksache 10/2609 — Bueb GRÜNE 13068 B Link (Diepholz) CDU/CSU 13069 D Delorme SPD 13072 A Frau Dr. Segall FDP 13073 D Frau Karwatzki, Parl. Staatssekretär BMJFG 13075 B Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 12. Juni 1985 und dem Beschluß vom 11. Juni 1985 über den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zur Europäischen Atomgemeinschaft und zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl — Drucksachen 10/3790, 10/3803, 10/3927, 10/4100 — Beschlußempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses — Drucksache 10/4199 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4202 — Brück SPD 13077 D Dr. Wulff CDU/CSU 13080 A Auhagen GRÜNE 13081A Beckmann FDP 13082 A Möllemann, Staatsminister AA 13083 B Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Erhebung der Künstlersozialabgabe in den Jahren 1986 und 1987 — Drucksache 10/4064 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 10/4226 — Dr. Becker (Frankfurt) CDU/CSU . . . 13085 C Lutz SPD 13086A Eimer (Fürth) FDP 13086 C Bueb GRÜNE 13086 D Beratung des Berichts der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen für die Jahre 1983 bis 1986 gemäß § 12 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft vom 8. Juni 1967 (zehnter Subventionsbericht) — Drucksache 10/3821 — Dr. Voss, Parl. Staatssekretär BMF . . 13088 B Frau Simonis SPD 13090 C Dr. Weng (Gerlingen) FDP 13092 D Vogel (München) GRÜNE 13094A Roth (Gießen) CDU/CSU 13095 C Dr. Struck SPD 13097 B Deutscher Bundestag — 10.Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 III Beratung des Antrags des Abgeordneten Vogel (München) und der Fraktion DIE GRÜNEN Rücknahme der steuerlichen Benachteiligung ausländischer Arbeitnehmer durch das Steuersenkungsgesetz 1986/1988 — Drucksache 10/4137 — Vogel (München) GRÜNE 13099 B Frau Will-Feld CDU/CSU 13100 B Dr. Struck SPD 13101A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Vierten Gesetzes zur Änderung besoldungsrechtlicher Vorschriften — Drucksache 10/3789 — Beschlußempfehlung und Bericht des Innenausschusses — Drucksache 10/4225 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4241 — Regenspurger CDU/CSU 13101 D Bernrath SPD 13103 B Dr. Hirsch FDP 13105 A Ströbele GRÜNE 13106A Dr. Waffenschmidt, Parl. Staatssekretär BMI 13107C Gerster (Mainz) CDU/CSU 13108C Zweite und dritte Beratung des von den Abgeordneten Dr. Kübler, Bachmaier, Dr. Emmerlich, Fischer (Osthofen), Klein (Die-burg), Lambinus, Schmidt (München), Schröder (Hannover), Dr. Schwenk (Stade), Stiegler, Dr. de With, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften — Drucksache 10/584 —Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/4210 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des vom Bundesrat eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften — Drucksache 10/2876 — Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/4210 — Dr. Schwenk (Stade) SPD . . . 13110D, 13117 D Dr. Stark (Nürtingen) CDU/CSU . . . 13111 C Mann GRÜNE 13112 D Kleinert (Hannover) FDP 13113 D Engelhard, Bundesminister BMJ . . . 13116A Sauter (Ichenhausen) CDU/CSU . . . 13116 D Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 10. September 1984 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die Zusammenarbeit im Bereich von Ems und Dollart sowie in den angrenzenden Gebieten (Kooperationsvertrag Ems- Dollart) — Drucksache 10/3917 — Beschlußempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses — Drucksache 10/4200 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4242 — Ewen SPD 13121C Bredehorn FDP 13122 B Dr. Müller (Bremen) GRÜNE 13123 B Bohlsen CDU/CSU 13124 B Gallus, Parl. Staatssekretär BML . . . 13125C Senfft GRÜNE (zur GO) 13126 A Namentliche Abstimmung 13127 A Ergebnis 13130 D Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu den Verträgen vom 27. Juli 1984 des Weltpostvereins — Drucksache 10/3961 — 13127 B Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für das Post- und Fernmeldewesen — Drucksache 10/4140 — 13127 B Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Bundesentschädigungs- und des RechtsträgerAbwicklungsgesetzes — Drucksache 10/3651 — 13127 C Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 10/4194 — 13127 C Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4195 — 13127 C IV Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Beratung des Antrags der Fraktion DIE GRÜNEN Änderung der Postzeitungsordnung — Drucksache 10/3642 — 13127 D Beratung der Beschlußempfehlung des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung Aufhebung der Immunität von Mitgliedern des Deutschen Bundestages — Drucksache 10/4143 — 13128A Beratung der Sammelübersicht 112 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4135 — 13128A Beratung der Sammelübersicht 114 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4247 — 13128 B Beratung der Sammelübersicht 115 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4248 — 13128 B Beratung der Übersicht 12 des Rechtsausschusses über die dem Deutschen Bundestag zugeleiteten Streitsachen vor dem Bundesverfassungsgericht — Drucksache 10/3904 — Mann GRÜNE 13128 C Erhard, Parl. Staatssekretär BMJ . . . 13129 B Beratung des Antrags des Bundesministers der Finanzen Veräußerung der bundeseigenen Wohnsiedlung in Neu-Ulm an die Neu-Ulmer Gemeinnnützige Wohnungsgesellschaft mbH — Drucksache 10/4118 — 13129 D Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung der ambulanten und teilstationären Versorgung psychisch Kranker — Drucksache 10/4219 — 13130A Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachten Entwurfs eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Häftlingshilfegesetzes — Drucksache 10/4220 — 13130A Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Verkehr zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung Fortschritte auf dem Wege zu einer gemeinsamen Verkehrspolitik — Seeverkehr —— Drucksachen 10/3228 Nr. 11, 10/4099 — 13130A Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Finanzausschusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Kommission über die Anwendung der Verordnungen (EWG, EURATOM, EGKS) Nr. 2891/77 und Nr. 2892/77 des Rates vom 19. Dezember 1977 zur Durchführung des Beschlusses vom 21. April 1970 über die Ersetzung der Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten durch eigene Mittel der Gemeinschaften Vorschlag für eine Verordnung (EGKS, EWG, EURATOM) des Rates zur Verlängerung der Verordnung (EWG, EURATOM, EGKS) Nr. 2892/77 über die Anwendung des Beschlusses vom 21. April 1970 über die Ersetzung der Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten durch eigene Mittel der Gemeinschaften auf die Mehrwertsteuereigenmittel — Drucksachen 10/3592 Nr. 6, 10/4107 — 13130C Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Einführung einer Entleiherhaftung für Lohnsteuer der Leiharbeitnehmer — Drucksache 10/4119 — in Verbindung mit Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung Fünfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes — AÜG — sowie über die Auswirkungen des Gesetzes zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung — Drucksache 10/1934 — Höpfinger, Parl. Staatssekretär BMA . 13132 B Peter (Kassel) SPD 13132 D Schulhoff CDU/CSU 13133 C Tatge GRÜNE 13134 C Grünbeck FDP 13135 B Nächste Sitzung 13136C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . 13136 B Deutscher Bundestag — 10.Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 12989 174. Sitzung Bonn, den 14. November 1985 Beginn: 8.00 Uhr
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    Anlage zum Stenographischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Dr. Ahrens * 15. 11. Becker (Nienberge) 15. 11. Brandt 14. 11. Frau Dr. Däubler-Gmelin 15. 11. Egert 15. 11. Dr. Ehmke (Bonn) 15. 11. Dr. Glotz 15. 11. Dr. Häfele 15. 11. Hauser (Krefeld) 15. 11. Dr. Haussmann 15. 11. Herterich 15. 11. Hiller (Lübeck) 15. 11. Lenzer ** 15. 11. Dr. Mertens (Bottrop) 14. 11. Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Paterna 15. 11. Poß 14. 11. Reddemann ** 15. 11. Dr. Schmude 15. 11. Schröder (Hannover) 15. 11. Schulte (Unna) * 15. 11. Seehofer 15. 11. Stockleben 15. 11. Suhr 15. 11. Dr. Unland * 15. 11. Weißkirchen (Wiesloch) 15. 11. Dr. Wieczorek 15. 11. * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ** für die Teilnahme an Sitzungen der Westeuropäischen Union
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Wolfgang Weng


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)

    Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Bundesregierung unterrichtet uns mit Drucksache 10/3821 gemäß § 12 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen. Diese Unterrichtung, den sogenannten Subventionsbericht, wird der Deutsche Bundestag zur weiteren Diskussion in die Fachausschüsse überweisen. In früheren Jahren stand am Ende der Debatte üblicherweise „Kenntnisnahme"; sehr viel verändert hat sich dann nicht. Im Gegenteil, der heutige Bericht macht deutlich, daß die Subventionen unterschiedlichster Art weiter im Ansteigen waren.
    Ich bin allerdings davon überzeugt, daß sich im Vorfeld der bereits in ziemlicher Breite begonnenen Diskussion über ein großes Steuerentlastungsprogramm in der kommenden Wahlperiode und dessen Finanzierung die Dinge dieses Mal anders entwikkeln werden.

    (Peter [Kassel] [SPD]: Prinzip Hoffnung!)




    Dr. Weng (Gerlingen)

    Wir brauchen, meine Damen und Herren, im Subventionsbereich mehr Transparenz. Wir müssen uns auch über die Definition neu unterhalten. Ich habe hier, Herr Staatssekretär Voss, mit negativem Interesse gehört, daß Sie von einer unfruchtbaren Diskussion gesprochen haben. Ihr Minister hat mir in einem Anschreiben mitgeteilt, daß er die Überlegungen für erwägenswert hält. Sie selbst haben im weiteren Verlauf Ihrer Redeausführungen dann ja gesagt, man müsse beim möglichen Subventionsabbau nicht nur über die Steuervergünstigungen, die dem Subventionsbericht zu entnehmen sind, sondern auch über andere Ausnahmetatbestände sprechen. Das heißt, auch Sie wünschen sich offensichtlich mehr Transparenz, um hier neu diskutieren zu können, wenn über Abbau nachgedacht wird. Der Kollege Möller hat mit seiner Zwischenfrage zum Wohngeld allerdings deutlich gemacht, daß es auch Subventionen gibt, die politisch erwünscht sind und über deren Abbau nicht nachgedacht werden kann.
    Ich meine durchaus, eine bessere Definition, eine neue Strukturierung des Subventionsbegriffs ist sinnvoll und muß von uns angestrebt werden. Wenn hier vom Finanzministerium die erforderliche Eile nicht zu erwarten ist, so wird es eben Sache des Parlaments, der Parlamentarier sein, durch ständiges Drängen die Bürokratie und eben auch die politische Führung in Bewegung zu bringen.

    (Dr. Struck [SPD]: Bei der Regierung hat das gar keinen Sinn!)

    Meine Damen und Herren, zur Subventionsproblematik möchte ich eine ganz lustige, aber kennzeichnende Geschichte erzählen. Sie ist im Thema wahrscheinlich nicht neu. Bei einem Gespräch mit den Obleuten des Haushaltsausschusses vor wenigen Wochen hat der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Herr Langmann, erklärt, er unterstütze ausdrücklich jeden Vorschlag für einen Subventionsabbau. Unter den Herren seiner Begleitung befand sich ein Herr von der Küste, der auf die gezielte Frage nach Werfthilfe und Reederhilfe erklärte, natürlich müsse der Seeschiffahrt weiterhin geholfen werden, solange durch massive Staatshilfen für die Konkurrenz in anderen Ländern der Wettbewerb verzerrt werde. Ein anderer Herr aus der Begleitung war ein Vertreter der Elektronikindustrie. Auf die Frage nach dem Abbau von Subventionen im Bereich der Forschungsförderung zeigte er — ich füge hinzu: menschlich verständlich — große Reserve. Wir haben bei diesem Stand des Gesprächs die Diskussion über Subventionen lieber beendet und die Unterhaltung fortgesetzt.

    (Peter [Kassel] [SPD]: Deshalb werden sie nicht abgebaut!)

    Dieser Vorfall zeigt, wo das zweite Problem neben der Definition liegt: Die bösen Subventionen sind die, die die anderen bekommen, die eigenen sind gut und nützlich.
    Was wir deshalb in Angriff nehmen müssen — dies auch im Zusammenhang mit dem Subventionsbericht — ist sowohl eine verbesserte Kontrolle — hier müssen wir auch an uns selbst appellieren, die wir als Parlament eine Vielzahl von Subventionen
    beschließen und weiterlaufen lassen, zum Teil nahezu unbemerkt — als auch die Forderung an die Bürokratie, verbesserte Transparenz zu schaffen. Wir können ja nicht von Anpassungshilfen reden, wenn diese Anpassung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag geht. Wir können nicht unendliche Erhaltungshilfe leisten und damit den Markt und den Wettbewerb verzerren. Bei Produktivitätshilfen kann es sich eigentlich auch nur um die Unterstützung für einen überschaubaren Zeitraum handeln. Soviel zu der Abteilung Zuwendungen, die nur einen Teil der Subventionen ausmachen.
    Bei den Steuervergünstigungen, die den Bund zwar nur zum Teil treffen, aber von ihm weitgehend verursacht werden, muß der Katalog komplettiert und dann in gleicher Weise wie bei den Zuwendungen abgeklopft werden. Es nützt doch niemanden, wenn der Versuch der Verschleierung gemacht wird und Dinge, die eindeutig Subventionen sind, z. B. die hier auch schon genannte Vorsteuerpauschale für die Landwirtschaft, nicht als solche aufgeführt werden.

    (Dr. Struck [SPD]: Sehr wahr! Sehr gut!)

    Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang ein klares Wort zur Landwirtschaft sagen. Meine Damen und Herren, aus vielen Töpfen, von vielen Seiten, schwerpunktmäßig auch aus der Europäischen Gemeinschaft, wird die Landwirtschaft unterstützt. Die Kollegin Simonis hat hier von 21 verschiedenen Subventionstatbeständen gesprochen. Wir bekennen uns im Grundsatz zu dieser Unterstützung, und unser Ziel bleibt, in einem total reglementierten Markt für landwirtschaftliche Produkte dem bäuerlichen Familienbetrieb eine ausreichende Existenz zu sichern. Aber genau dafür ist Transparenz erforderlich; denn nur durch Transparenz wird es möglich, Maßnahmen gezielt anzusetzen. Sonst laufen Zuschüsse, wie wohl zu Zeiten aller Regierungen geschehen, in die landwirtschaftlichen Fabrikationsbetriebe, und der bäuerliche Familienbetrieb schaut in die Röhre.
    Lassen Sie mich auch einen Sachverhalt erwähnen, den ich als Ärgernis bezeichne, der mit der Deutschen Lufthansa zusammenhängt. Hier geht es übrigens nach meiner Überzeugung auch um eine Subvention, die natürlich in keinem Bericht steht, aber in der vergangenen Woche in der Presse gestanden hat.

    (Dr. Struck [SPD]: Franz Josef Strauß ist davor!)

    Es geht um folgende Situation, die vor dem Hintergrund der unsinnigen tariflichen Auseinandersetzung bei diesem staatseigenen Betrieb zusätzlich delikat erscheint: Die Bundesrepublik als Eigentümer gibt der Lufthansa aus Steuermitteln ein überaus zinsgünstiges langfristiges und offensichtlich unkündbares Darlehen, nach dem sich jeder Bürger, der zur Bank gehen und sich dort Geld leihen muß, seine Finger lecken würde. Ich will hier nicht darüber diskutieren, ob ein solcher Vertrag recht-



    Dr. Weng (Gerlingen)

    lieh haltbar ist. Dies müssen und werden wir an anderer Stelle klären.

    (Dr. Struck [SPD]: Wo wird das denn geklärt, Herr Weng?)

    Aber wenn die Lufthansa gleichzeitig große Summen flüssiger Mittel als Termingelder auf Dollarbasis in den USA anlegen kann, dann stellt sich doch die Frage, ob der hieraus gezogene Gewinn zur Disposition einiger Mitarbeiter stehen kann. Ich meine, die Bundesregierung ist aufgefordert, alles Erforderliche zu tun, um den Darlehensvertrag und damit diese Subventionierung eines derzeit überaus ertragreichen Staatsunternehmens zu beenden.
    Meine Damen und Herren, die kurze Debatte kann nur einen kleinen Beitrag zur Diskussion über Subventionen leisten. Das Thema ist eine „Endlose Geschichte". Wir werden den Bericht noch eingehend in den Ausschüssen beraten, und meine Fraktion wird dann die Sisyphusarbeit des Subventionsabbaus erneut in Angriff nehmen. Die Steuerpläne der Koalitionsparteien werden hierfür eine gute Arbeitsbasis sein.
    Ich danke Ihnen.

    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU — Dr. Struck [SPD]: Seifenblasen!)



Rede von Dr. Annemarie Renger
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)
Das Wort hat der Herr Abgeordnete Vogel (München).

  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Axel Vogel


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (GRÜNE)

    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man normalerweise Debatten hier in diesem Hause verfolgt, wenn es um Unternehmer geht, dann hat man immer den Eindruck, wenn die Regierungsfraktion spricht, die Unternehmer seien die vorwärtstreibenden dynamischen Kräfte, denen bloß die Steuern noch zu hoch seien. Die Steuern müßten deswegen ein bißchen gesenkt werden, damit sie noch höhere Gewinne anstreben. Es sind eigentlich rechte Dynamiker. Wenn man dann diesen Subventionsbericht anguckt, bekommt man eigentlich einen ganz anderen Eindruck von Unternehmern. Dann hat man den Eindruck: Das sind hasenfüßige Feiglinge, die auf ihrem Stuhl sitzen, und man muß ihnen das Geld direkt vor die Füße knallen, damit sie sich überhaupt dazu bewegen können, es aufzunehmen. Vielleicht muß man es ihnen sogar in den vergoldeten Hintern stecken. Das kommt dann beispielsweise in der Anlage 1 Ziffer 57 zum Ausdruck: „Förderung technologieorientierter Unternehmensgründungen". Da sind diese jungen Dynamiker angesprochen. Und was kriegen sie? Sie bekommen „bis zu 75 %ige Zuwendungen zur Finanzierung der Entwicklungskosten der Gründungsvorhaben" und „bis zu 80 %ige Risikobeteiligungen für Bankkredite ...". Fürwahr, das ist dynamisch, das ist risikofreudig!
    Weiterhin gibt es indirekt spezifische Maßnahmen im Programm Fertigungstechnik. Was ist hier der Fall? Förderung betrieblicher Anwendung von rechnerunterstützten Systemen zur Konstruktion und zur Steuerung des Fertigungsablaufes mit bis zu 400 000 DM pro Unternehmen, Förderung des Einsatzes von Industrierobotern mit bis zu 800 000
    DM pro Unternehmen. Hier wird also praktisch die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen subventioniert. Das sind für uns fürwahr keine vorbildlichen Subventionen.

    (Zustimmung des Abg. Tatge [GRÜNE])

    Schauen wir einmal weiter. Da finden wir beispielsweise den Bereich „Förderung der Luftfahrttechnik" sehr interessant. Normalerweise hat man den Eindruck, daß die Firma Airbus einen Riesengewinn macht, daß das eine tolle Sache ist. Franz Josef Strauß ist ja auch Aufsichtsratsvorsitzender.
    Wenn man den Bericht liest, stellt man fest, daß sich der Airbus wohl nicht so gut verkauft. Es wird nämlich eine Absatzförderung gewährt. Jeder Airbus wird vom Steuerzahler bezuschußt. Aus dem Bericht geht hervor, daß seit Aufnahme der Förderung des zivilen Flugzeugbaus im Jahre 1963 bis Ende 1984, 4,2 Milliarden DM gezahlt wurden, davon 1,171 Milliarden DM Vermarktungs- und Stützungshilfen für den Airbus. Im Bericht steht darüber hinaus, daß die Bundesförderung eine Starthilfe sein soll. Sie wird aber schon seit 1963 gewährt — hervorragend!
    Im Bericht ist zu lesen:
    Deshalb verfolgt die Bundesregierung auch beim Airbus das Ziel, das Programm immer mehr in die Verantwortung der Industrie zu überführen.
    Die Zahlen hierzu lauten anders: 1983 waren es 242 Millionen DM, 1984 309 Millionen DM, und 1986 sollen es 670 Millionen DM sein — hervorragend!
    Ein weiteres Beispiel: DEMINEX. Sie kennen den Slogan von Esso „Packen wir's an!". Ich wußte gar nicht, daß der deutsche Steuerzahler mit 75% beteiligt ist. Im Bericht heißt es:
    Mit den vom Bund geförderten Explorationsaktivitäten konnte DEMINEX
    — ein Zusammenschluß der bundesdeutschen Mineralölgesellschaften —
    inzwischen ein erhebliches Reservepotential in der britischen Nordsee, Ägypten, Syrien und Argentinien erschließen. Die gegenwärtige jährliche Ölförderung liegt bereits über 3 Mio. t.
    Die bisher gezahlten Gelder belaufen sich auf insgesamt 1 886 Millionen DM. Das darf man ergänzen. In der Tat: Wir packen's an!
    Natürlich wird kein Wort über Arbeitsplätze verloren. Das ist schade, wie ich sagen muß; denn manche Subventionen schaffen keine Arbeitsplätze. Vielleicht werden in Berlin durch die Zigarettenindustrie Arbeitsplätze geschaffen, aber gleichzeitig werden in Bayreuth die Arbeitsplätze bei den dortigen Zigarettenfirmen vernichtet.
    Subventionen werden bei uns teilweise gewährt, weil sich die Regierung nicht zu handeln traut. Wir haben in den letzten zwei Jahren einige Beispiele dafür erlebt. Ich erwähne nur das Katalysatorauto. Dort wird mit 750 Millionen DM Steuervergünstigung pro Jahr zugeschlagen. Hätte man sich dafür



    Vogel (München)

    entschieden, den Katalysator gleich für alle verbindlich zu machen, wäre dieses Geld zu sparen gewesen.
    Ich erwähne weiterhin das Tankstellenprogramm. Das sind für die Jahre 1985 und 1986 jeweils 10 Millionen DM. Sie dienen dazu, daß die Tankstellen auf neue Zapfsäulen für bleifreies Benzin umrüsten können. Hier war unser Vorschlag, daß genauso wie in der Schweiz praktisch nur noch bleifreies Normalbenzin verkauft werden soll und der Verkauf von bleihaltigem Benzin entfällt. Dann hätte man sich diese Gelder auch sparen können.

    (Zuruf des Abg. Dr. Weng [Gerlingen] [FDP])

    Es gibt weiterhin absolut unsinnige Subventionen z. B. nach § 16 und 17 des Berlinförderungsgesetzes. Das nennt sich „Steuerermäßigung für die Hingabe von Industrie- und Wohnbaukrediten". Was heißt hier „Kredit"? Es handelt sich darum, daß etwas reichere Leute, deren Einkommen nicht unbedingt unter den Vermögensgrenzen für vermögenswirksame Leistungen liegen, dort ihr Sparbüchelchen haben und dafür mit jährlich 600 Millionen DM subventioniert werden. Vermögensbildung ohne Vermögensgrenzen — ganz toll!
    Die Mineralölsteuerbefreiung für den Luftverkehr macht 140 Millionen DM aus. Das hat man einmal eingeführt, als es der Lufthansa nicht so gut ging, als alles im Start begriffen war. Das sollte eigentlich abgeschafft werden.
    Ich möchte die in dem Bericht nachrichtlich enthaltenen Subventionen ebenfalls erwähnen. Die Subventionen für die EG werden leider nur am Rande erwähnt. Aber man sieht, daß dies Gelder sind, die auch vom Bund zugeschossen werden und die letztendlich auch beim Bund landen. 1983/84 wurden mit Milliardenaufwand 2,465. Milliarden Hektoliter Tafelwein versprittet. Das ist die gleiche Menge in Hektolitern wie bei einer durchschnittlichen Ernte der 50er Jahre. Das ist eine eindeutige Verschwendung von Steuergeldern.
    Ich möchte ein letztes Beispiel anführen, bei dem vielleicht gar keiner daran denkt, daß es sich um Subventionen handeln könnte. Das betrifft den Straßenverkehr. Laut einer DIW-Studie von 1981 stehen Wegeeinnahmen in Höhe von 26 Milliarden DM Kosten für den Straßenverkehr in Höhe von 42,6 Milliarden DM gegenüber. Der Kostendekkungsgrad beim inländischen Güterverkehr beträgt lediglich 45,8 %. Das heißt also praktisch, für 2 DM, die ausgegeben werden, wird praktisch nur 1 DM vom Güterverkehr eingenommen. Das ist in der Tat auch eine Subvention, die nicht gerechtfertigt ist.