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ID1017405700

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 10/174 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 174. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Inhalt: Abwicklung der Tagesordnung 13004 C, 13041B, 13041 C Glückwünsche zu den Geburtstagen der Abg. Rohde (Hannover) und Frau Berger 13003 D Bestimmung der Abg. Suhr und Dr. Penner als stellvertretende Mitglieder des Vermittlungsausschusses an Stelle der ausgeschiedenen Abg. Vogt (Kaiserslautern) und Dr Schmude 13004 A Erweiterung der Tagesordnung . 13004A, 13077 B Absetzung der Punkte 9 a und 15 von der Tagesordnung 13004 C Abweichung von den Richtlinien für die Fragestunde und den Richtlinien für Aussprachen zu Themen von allgemeinem aktuellen Interesse für die Sitzungswoche vom 25. bis 29. November 1985 13127 C Aktuelle Stunde betr. Verhalten der Bundesregierung gegenüber der ständig zunehmenden Arbeitslosigkeit bei Frauen Frau Dr. Däubler-Gmelin SPD 12989 B Frau Verhülsdonk CDU/CSU 12990 A Frau Wagner GRÜNE 12991 A Frau Dr. Adam-Schwaetzer FDP . . . 12992 B Frau Blunck SPD 12993 B Frau Männle CDU/CSU 12994 B Dr. Blüm, Bundesminister BMA . . . 12995 C Frau Fuchs (Verl) SPD 12997 B Feilcke CDU/CSU 12998 A Eimer (Fürth) FDP 12999 B Peter (Kassel) SPD 13000A Frau Hürland CDU/CSU 13001A Frau Steinhauer SPD 13001 D Dr. Lammert CDU/CSU 13002 D Zur Geschäftsordnung Bueb GRÜNE 13004 C Seiters CDU/CSU 13005 B Porzner SPD 13005C Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung 30 Jahre Bundeswehr Dr. Kohl, Bundeskanzler 13006 B Dr. Vogel SPD 13010 D Dr.-Ing. Oldenstädt CDU/CSU 13015 D Frau Hönes GRÜNE 13017 B Ronneburger FDP 13019A Kolbow SPD 13021 D Biehle CDU/CSU 13023 D Lange GRÜNE 13026 B Ganz (St. Wendel) CDU/CSU 13028 A Bastian fraktionslos 13029 D Steiner SPD 13031A Dr. Wörner, Bundesminister BMVg . . 13033 B Erklärungen nach § 31 GO Werner (Westerland) GRÜNE 13036 A Vogel (München) GRÜNE 13037 A Frau Hönes GRÜNE 13038 A Dr. Schierholz GRÜNE 13039 A Mann GRÜNE 13040 A II Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Frau Dann GRÜNE 13040 D Rusche GRÜNE 13041A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub (Bundeserziehungsgeldgesetz) — Drucksachen 10/3792, 10/3926 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Jugend, Familie und Gesundheit — Drucksachen 10/4148, 10/4212 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4240 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des von der Fraktion der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Elternurlaubsgesetz) — Drucksache 10/3806 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Jugend, Familie und Gesundheit — Drucksachen 10/4148, 10/4212 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4240 — Kroll-Schlüter CDU/CSU 13042 A Frau Schmidt (Nürnberg) SPD 13043 D Eimer (Fürth) FDP 13047 B Frau Wagner GRÜNE 13049 D Frau Dr. Süssmuth, Bundesminister BMJFG 13052 B Frau Männle CDU/CSU 13055 B Frau Fuchs (Köln) SPD 13057 C Frau Verhülsdonk CDU/CSU 13061 D Hauck SPD 13065 C Namentliche Abstimmung 13066 C Erste Beratung des von der Fraktion DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Finanzierung einer besseren Pflege (Bundespflegegesetz) — Drucksache 10/2609 — Bueb GRÜNE 13068 B Link (Diepholz) CDU/CSU 13069 D Delorme SPD 13072 A Frau Dr. Segall FDP 13073 D Frau Karwatzki, Parl. Staatssekretär BMJFG 13075 B Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 12. Juni 1985 und dem Beschluß vom 11. Juni 1985 über den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zur Europäischen Atomgemeinschaft und zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl — Drucksachen 10/3790, 10/3803, 10/3927, 10/4100 — Beschlußempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses — Drucksache 10/4199 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4202 — Brück SPD 13077 D Dr. Wulff CDU/CSU 13080 A Auhagen GRÜNE 13081A Beckmann FDP 13082 A Möllemann, Staatsminister AA 13083 B Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Erhebung der Künstlersozialabgabe in den Jahren 1986 und 1987 — Drucksache 10/4064 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 10/4226 — Dr. Becker (Frankfurt) CDU/CSU . . . 13085 C Lutz SPD 13086A Eimer (Fürth) FDP 13086 C Bueb GRÜNE 13086 D Beratung des Berichts der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen für die Jahre 1983 bis 1986 gemäß § 12 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft vom 8. Juni 1967 (zehnter Subventionsbericht) — Drucksache 10/3821 — Dr. Voss, Parl. Staatssekretär BMF . . 13088 B Frau Simonis SPD 13090 C Dr. Weng (Gerlingen) FDP 13092 D Vogel (München) GRÜNE 13094A Roth (Gießen) CDU/CSU 13095 C Dr. Struck SPD 13097 B Deutscher Bundestag — 10.Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 III Beratung des Antrags des Abgeordneten Vogel (München) und der Fraktion DIE GRÜNEN Rücknahme der steuerlichen Benachteiligung ausländischer Arbeitnehmer durch das Steuersenkungsgesetz 1986/1988 — Drucksache 10/4137 — Vogel (München) GRÜNE 13099 B Frau Will-Feld CDU/CSU 13100 B Dr. Struck SPD 13101A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Vierten Gesetzes zur Änderung besoldungsrechtlicher Vorschriften — Drucksache 10/3789 — Beschlußempfehlung und Bericht des Innenausschusses — Drucksache 10/4225 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4241 — Regenspurger CDU/CSU 13101 D Bernrath SPD 13103 B Dr. Hirsch FDP 13105 A Ströbele GRÜNE 13106A Dr. Waffenschmidt, Parl. Staatssekretär BMI 13107C Gerster (Mainz) CDU/CSU 13108C Zweite und dritte Beratung des von den Abgeordneten Dr. Kübler, Bachmaier, Dr. Emmerlich, Fischer (Osthofen), Klein (Die-burg), Lambinus, Schmidt (München), Schröder (Hannover), Dr. Schwenk (Stade), Stiegler, Dr. de With, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften — Drucksache 10/584 —Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/4210 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des vom Bundesrat eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften — Drucksache 10/2876 — Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses — Drucksache 10/4210 — Dr. Schwenk (Stade) SPD . . . 13110D, 13117 D Dr. Stark (Nürtingen) CDU/CSU . . . 13111 C Mann GRÜNE 13112 D Kleinert (Hannover) FDP 13113 D Engelhard, Bundesminister BMJ . . . 13116A Sauter (Ichenhausen) CDU/CSU . . . 13116 D Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 10. September 1984 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die Zusammenarbeit im Bereich von Ems und Dollart sowie in den angrenzenden Gebieten (Kooperationsvertrag Ems- Dollart) — Drucksache 10/3917 — Beschlußempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses — Drucksache 10/4200 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4242 — Ewen SPD 13121C Bredehorn FDP 13122 B Dr. Müller (Bremen) GRÜNE 13123 B Bohlsen CDU/CSU 13124 B Gallus, Parl. Staatssekretär BML . . . 13125C Senfft GRÜNE (zur GO) 13126 A Namentliche Abstimmung 13127 A Ergebnis 13130 D Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu den Verträgen vom 27. Juli 1984 des Weltpostvereins — Drucksache 10/3961 — 13127 B Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für das Post- und Fernmeldewesen — Drucksache 10/4140 — 13127 B Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Bundesentschädigungs- und des RechtsträgerAbwicklungsgesetzes — Drucksache 10/3651 — 13127 C Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 10/4194 — 13127 C Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 10/4195 — 13127 C IV Deutscher Bundestag — 10. Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 Beratung des Antrags der Fraktion DIE GRÜNEN Änderung der Postzeitungsordnung — Drucksache 10/3642 — 13127 D Beratung der Beschlußempfehlung des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung Aufhebung der Immunität von Mitgliedern des Deutschen Bundestages — Drucksache 10/4143 — 13128A Beratung der Sammelübersicht 112 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4135 — 13128A Beratung der Sammelübersicht 114 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4247 — 13128 B Beratung der Sammelübersicht 115 des Petitionsausschuses über Anträge zu Petitionen — Drucksache 10/4248 — 13128 B Beratung der Übersicht 12 des Rechtsausschusses über die dem Deutschen Bundestag zugeleiteten Streitsachen vor dem Bundesverfassungsgericht — Drucksache 10/3904 — Mann GRÜNE 13128 C Erhard, Parl. Staatssekretär BMJ . . . 13129 B Beratung des Antrags des Bundesministers der Finanzen Veräußerung der bundeseigenen Wohnsiedlung in Neu-Ulm an die Neu-Ulmer Gemeinnnützige Wohnungsgesellschaft mbH — Drucksache 10/4118 — 13129 D Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung der ambulanten und teilstationären Versorgung psychisch Kranker — Drucksache 10/4219 — 13130A Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachten Entwurfs eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Häftlingshilfegesetzes — Drucksache 10/4220 — 13130A Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Verkehr zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung Fortschritte auf dem Wege zu einer gemeinsamen Verkehrspolitik — Seeverkehr —— Drucksachen 10/3228 Nr. 11, 10/4099 — 13130A Beratung der Beschlußempfehlung und des Berichts des Finanzausschusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Kommission über die Anwendung der Verordnungen (EWG, EURATOM, EGKS) Nr. 2891/77 und Nr. 2892/77 des Rates vom 19. Dezember 1977 zur Durchführung des Beschlusses vom 21. April 1970 über die Ersetzung der Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten durch eigene Mittel der Gemeinschaften Vorschlag für eine Verordnung (EGKS, EWG, EURATOM) des Rates zur Verlängerung der Verordnung (EWG, EURATOM, EGKS) Nr. 2892/77 über die Anwendung des Beschlusses vom 21. April 1970 über die Ersetzung der Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten durch eigene Mittel der Gemeinschaften auf die Mehrwertsteuereigenmittel — Drucksachen 10/3592 Nr. 6, 10/4107 — 13130C Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Einführung einer Entleiherhaftung für Lohnsteuer der Leiharbeitnehmer — Drucksache 10/4119 — in Verbindung mit Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung Fünfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes — AÜG — sowie über die Auswirkungen des Gesetzes zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung — Drucksache 10/1934 — Höpfinger, Parl. Staatssekretär BMA . 13132 B Peter (Kassel) SPD 13132 D Schulhoff CDU/CSU 13133 C Tatge GRÜNE 13134 C Grünbeck FDP 13135 B Nächste Sitzung 13136C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . 13136 B Deutscher Bundestag — 10.Wahlperiode — 174. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 14. November 1985 12989 174. Sitzung Bonn, den 14. November 1985 Beginn: 8.00 Uhr
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    Anlage zum Stenographischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Dr. Ahrens * 15. 11. Becker (Nienberge) 15. 11. Brandt 14. 11. Frau Dr. Däubler-Gmelin 15. 11. Egert 15. 11. Dr. Ehmke (Bonn) 15. 11. Dr. Glotz 15. 11. Dr. Häfele 15. 11. Hauser (Krefeld) 15. 11. Dr. Haussmann 15. 11. Herterich 15. 11. Hiller (Lübeck) 15. 11. Lenzer ** 15. 11. Dr. Mertens (Bottrop) 14. 11. Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Paterna 15. 11. Poß 14. 11. Reddemann ** 15. 11. Dr. Schmude 15. 11. Schröder (Hannover) 15. 11. Schulte (Unna) * 15. 11. Seehofer 15. 11. Stockleben 15. 11. Suhr 15. 11. Dr. Unland * 15. 11. Weißkirchen (Wiesloch) 15. 11. Dr. Wieczorek 15. 11. * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ** für die Teilnahme an Sitzungen der Westeuropäischen Union
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Heinz Westphal


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

    Herr Abgeordneter Lange, der Begriff: „Zersetzt eine Wehrkraft" ist nicht akzeptabel. Das widerspricht unseren Gesetzen.

    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und der FDP)




    Vizepräsident Westphal
    Ich rufe den Abgeordneten Ganz (St. Wendel) auf.

    (Biehle [CDU/CSU]: Die gehen lieber zu Terroristen ins Zuchthaus als zur Bundeswehr! — Weiß [CDU/CSU]: Die stehen außerhalb von Gesetz und Ordnung!)

    Ganz (St. Wendel) (CDU/CSU): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich will auf das, was der Kollege Lange dargestellt hat, nicht eingehen. Ich würde mich nicht wundern, wenn sein Redebeitrag morgen wortwörtlich im „Neuen Deutschland" abgedruckt würde, wie das in den letzten Tagen schon einmal geschehen ist. Es gab in der vorigen Woche eine Debatte im saarländischen Landtag über Tieffluglärm, und der Beitrag eines SPD-Kollegen, leider, ist am anderen Tag im „Neuen Deutschland" erschienen.

    (Mann [GRÜNE]: So einfach sollten Sie sich das nicht machen, Herr Kollege!)

    Meine Damen und Herren, bei Diskussionen um Frieden und Sicherheit habe ich manchmal den Eindruck, als sähen einige, die von der Bundeswehr reden, in ihr nur ein gigantisches Gebilde der Kriegsmaschinerie, das uns viel Geld kostet und von namenlosen oder seelenlosen Wesen betrieben würde. Es sind dieselben, die bei Diskussionen um den inneren Frieden unsere Polizeibeamten als „Bullen" oder „Schlägertruppe" diffamieren.

    (Berger [CDU/CSU]: Und die Soldaten als Mörder!)

    Die so denken und reden, sind nicht mehr in der Lage zu begreifen, daß es sich bei diesen Institutionen unseres Staates zuerst um Menschen, um unsere Mitmenschen handelt und erst danach um den Apparat.
    Beim Begriff der Bundeswehr sehe ich zuerst den jungen, hoffnungsvollen Abiturienten aus meiner Heimatstadt St. Wendel vor mir, der vor drei Jahren seinen Dienst bei der Bundeswehr aus Überzeugung und freiwillig auf sich genommen hat und einige Wochen danach durch einen Unfall ums Leben gekommen ist. Deswegen sollten wir, wie der Herr Bundeskanzler für die Regierung dies bereits getan hat, auch als Parlamentarier bei der Rückschau auf 30 Jahre Bundeswehr zunächst all derer ehrend gedenken, die durch technische Unzulänglichkeiten oder gar durch menschliches Versagen im Dienst der Bundeswehr ihr Leben ließen, und ihren Angehörigen unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen.
    Ich sehe aber auch den jungen Mann aus meinem Wahlkreis vor mir, der durch einen Unfall im Dienst sein weiteres Leben querschnittsgelähmt im Rollstuhl verbringen muß. Wir sollten uns am heutigen Tag auch all derer erinnern, die in Ausübung ihrer Pflicht bleibende Gesundheitsschäden davongetragen haben. Ich weiß und erkenne dankbar an, daß die Truppe, die Sozialberater und die Dienststellen der Bundeswehr in solchen Fällen schnell und unbürokratisch helfen.
    Aber vielleicht darf ich bei Ihnen, Herr Bundesminister Dr. Wörner, anregen, auch einmal aus besonderen Anlässen eine Delegation von Wehrbeschädigten zu Veranstaltungen der Bundeswehr einzuladen.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Beim Stichwort Bundeswehr sehe ich aber auch die jungen Wehrpflichtigen und Soldaten vor mir, die mit mir diskutieren, die man durch Wort und Tat in größte Gewissensnot zu treiben versucht. Äußerungen wie „Soldaten sind potentielle Mörder", Störungen bei feierlichen Gelöbnissen und Kasernentorbesetzungen wollen ja diese Gewissensnot provozieren, um über diesen Weg die Bundesrepublik Deutschland verteidigungsunfähig zu machen.

    (Zustimmung bei Abgeordneten der CDU/CSU)

    Ich versuche dann den so Bedrängten mit einem Zitat von Theodor Heuss zu helfen, der 1959 vor der Führungsakademie in Hamburg die Würde des Soldatenberufs und dessen ethischen Rang so umschrieben hat:
    Für die anderen, den Nachbarn, die Heimat, das Volk, auch den Staat, der die Herberge der bürgerlichen Freiheit und der menschlichen Gerechtigkeit sein soll, die sachliche und auch seelische Wehr zu bilden.
    Er hat hinzugefügt:
    Ihre Seele soll frei und muß frei sein, um mit gelassener Souveränität demagogischen Anwürfen — es hat eh und je in der Geschichte auch eine christlich eingekleidete Demagogie gegeben — zu begegnen, daß Ihr Tun, wenn es auch nicht unmittelbar als verbrecherisch angesprochen sein mag, so doch Ihre Arbeit als Wegweisung zum Verbrechertum deklariert wird.
    Es gibt heute wie damals Meinungsbildner, die ihre pädagogische oder kirchliche Autorität dazu mißbrauchen, den ihnen Anvertrauten einzureden, die Verweigerung habe eine höhere moralische Qualität als der Wehrdienst. Sie unterschlagen dabei die Tatsache, daß es gerade der Kriegsverhinderungsdienst unserer Soldaten ist, der ihnen die Wahrung des durch die Verfassung garantierten Ausnahmerechts auf Verweigerung erst sichert.
    Es bleibt dabei — um ein Wort von Altbundeskanzler Kiesinger zu wiederholen —: Die Bundeswehr und ihre Soldaten sind für uns die eigentlichen und primären Garanten des Friedens.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Nicht zuletzt, meine Damen und Herren, sehe ich die Vielzahl der Soldaten und zivilen Mitarbeiter und deren Familienangehörige vor mir, die, ohne dauernd zu lamentieren, viele Entbehrungen auf sich und ihre Familien nehmen und weit mehr als ihre Pflicht tun — sie haben keine 40-StundenWoche, oft noch nicht einmal die 60-Stunden-Woche, Bereitschaft an Sonn- und Feiertagen, häufiger Wechsel des Standorts mit den umzugsbedingten Problemen der Wohnungssuche, des Schulwechsels, der Eingliederung in und der Gewöhnung an die neue Umgebung, von den Kosten gar nicht zu reden.



    Ganz (St. Wendel)

    Deswegen sollten wir dieses Jubiläum auch zum Anlaß nehmen, den Ehefrauen und Kindern unserer Soldaten und Zivilbediensteten der Bundeswehr zu danken für das Verständnis, das sie dem Dienst ihrer Männer und Frauen entgegenbringen, und für ihre eigene Bereitschaft, dafür Opfer auf sich zu nehmen.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Das Bild vom Menschen in der Bundeswehr, meine Damen und Herren, spiegelt sich aber auch wider in dem, was wir Innere Führung nennen. In der letzten Ausgabe „Das Parlament" meint Dietrich Wagner in seinem Artikel „Dienst für den Frieden" — ich zitiere
    Obwohl die sozialisatorischen Leistungen der Inneren Führung unbestritten bleiben, muß das „Experiment Innere Führung" heute aber als weitgehend gescheitert gelten. Der „Staatsbürger in Uniform", Leitbild der Inneren Führung, ist zum Trugbild, ja zum Zerrbild geworden.
    Er beruft sich dabei auf den letzten Jahresbericht des Wehrbeauftragten und die darin geschilderten Grundrechtsverletzungen. Aus solchen nicht entschuldbaren Ausnahmen diesen Schluß zu ziehen ist meines Erachtens unzulässig. Er diffamiert damit Tausende von Offizieren und Unteroffizieren, die sich im Laufe der Geschichte der Bundeswehr jede erdenkliche Mühe gegeben haben, das Vertrauensverhältnis zwischen Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften zu fördern, die Menschenrechte der Soldaten zu achten, ihre persönliche Freiheit nur dort einzuschränken, wo die besonderen militärischen Belange in Organisation, Ausbildung und soldatischer Disziplin dies notwendig machen, um sie in die Lage zu versetzen, kämpfen zu können, damit sie nicht kämpfen müssen. Wir sind denen, die das Modell der Inneren Führung entworfen haben, deswegen ebenso dankbar wie den Tausenden von Offizieren und Unteroffizieren, die dieses Leitbild für sich akzeptieren und in der Truppe praktizieren.
    Die Mitmenschlichkeit der Angehörigen der Bundeswehr zeigt sich darüber hinaus aber auch in ihrem sozialen und helfenden Engagement. Wie vielen Menschen in Not hat der Rettungsdienst SAR schon geholfen! Bei wie vielen Katastrophen — ich denke an die Waldbrände, an die Überschwemmungen — sind unsere Soldaten helfend eingesprungen! Ihr Einsatz zur Linderung der Hungerkatastrophe in Nordafrika ist beispiellos in der Welt.

    (Zuruf des Abg. Lange [GRÜNE])

    — Lassen Sie sich mal die Kontonummer sagen, Herr Lange. Zirka 1,2 Millionen DM haben unsere Bundeswehrsoldaten seit 1983 bis jetzt für die hungernden Kinder in der Welt in ihren eigenen Reihen gesammelt. Das empfehle ich zur Nachahmung. Und wieviel ehrenamtliches Engagement bringen die Mitarbeiter des Bundeswehr-Sozialwerkes jährlich auf! Dies sind nur Beispiele, deren man noch viele anführen könnte. Sind das Kommißköpfe? darf ich fragen.
    Meine Damen und Herren, mein Anliegen in dieser Stunde war es, unsere Bundeswehr, ihre Soldaten, Beamten, Angestellte und Arbeiter in ihrer Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit herauszustellen, aufzuzeigen, daß sie ganz einfach ein Teil unserer Gesellschaft sind. Das bedeutet aber für uns Parlamentarier, daß wir nicht nur ihre unverzichtbaren Leistungen für Frieden und Freiheit anerkennen, sondern ihnen auch Gleichbehandlung angedeihen lassen. Ich habe schon einmal hier gesagt und wiederhole es: Die Soldaten, Beamten, Angestellte und Arbeiter der Bundeswehr verlangen keine Sonderbehandlung, keine Sonderrechte für sich. Aber sie erwarten zu Recht, daß sie für ihren Dienst im Vergleich zu anderen Gruppen, die ihre Interessen vielleicht mit größerer Lautstärke vertreten, nicht benachteiligt werden.
    Die Sorgen und Nöte der Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr sind uns bekannt, und wir sind ernsthaft bemüht, sie Schritt für Schritt zu mildern. Den Katalog dessen, was bereits verbessernd geschehen ist und was zur Bewältigung noch ansteht, kann ich in dieser Zehn-Minuten-Rede leider nicht aufzählen. Ich verweise, was die Soldaten anlangt, auf das, was ich am 28. März dieses Jahres hier im Plenum gesagt habe, und, was die zivilen Mitarbeiter betrifft, auf meine Ausführungen am 17. Oktober auf der Bundesvertretertagung der Beamten der Bundeswehr in Koblenz. Ich meine, daß das, was wir in den letzten drei Jahren zuwege gebracht haben, als Beweis für unser Bemühen und unsere Ernsthaftigkeit gelten kann.
    An dieser Stelle möchte ich insbesondere Herrn Bundesminister Dr. Wörner ein herzliches Wort des Dankes sagen, der sich wie kein anderer bei dieser schwierigen und kritischen Haushaltssituation dieser Themen angenommen hat und dafür auch Verständnis und Zustimmung im Kabinett und in diesem Hohen Hause gefunden hat und sie zum großen Teil auch durchgesetzt hat. Herzlichen Dank, Herr Minister Dr. Wörner.

    (Beifall bei der CDU/CSU)



Rede von Heinz Westphal
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)
Herr Abgeordneter, Sie müssen Ihre Rede beenden; Ihre Redezeit ist vorüber.
Ganz (St. Wendel) (CDU/CSU): Ich bedanke mich herzlich für Ihr Zuhören.

(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Heinz Westphal


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

    Das Wort hat der Abgeordnete Bastian.

    (Gilges [SPD]: Jetzt kommt ein richtiger General! — Berger [CDU/CSU]: Aber ein f ahnenflüchtiger!)