Rede:
ID0906402900

insert_comment

Metadaten
  • sort_by_alphaVokabular
    Vokabeln: 7
    1. Das: 1
    2. Wort: 1
    3. hat: 1
    4. der: 1
    5. Herr: 1
    6. Abgeordnete: 1
    7. Cronenberg.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 9/64 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 64. Sitzung Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 Inhalt: Erweiterung der Tagesordnung 3657 A Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Verbesserung der Haushaltsstruktur (2. Haushaltsstrukturgesetz) — Drucksachen 9/795, 9/842, 9/888, 9/796, 9/843, 9/889 — Erste Beschlußempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses sowie Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksachen 9/971, 9/985 — in Verbindung mit Zweite Beratung des von den Abgeordneten Kiep, Dr. Jahn (Münster), Dr. Schneider, Dr. Möller, Hauser (Krefeld), Müller (Remscheid), Dr. Waffenschmidt, Dörflinger, Günther, Dr.-Ing. Kansy, Link, Magin, Niegel, Frau Pack, Frau Roitzsch, Ruf, Sauter (Epfendorf), Zierer, Dr. Blüm, Clemens, Erhard (Bad Schwalbach), Dr. Faltlhauser, Herkenrath, Kolb, Linsmeier, Dr. Pinger, Rühe, Sick, Repnik und der Fraktion der CDU/CSU eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über steuerliche Vergünstigungen zur Förderung des Wohnungsbaus — Drucksache 9/467 — Erste Beschlußempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses sowie Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksachen 9/971, 9/985 — in Verbindung mit Zweite Beratung des vom Bundesrat eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über steuerliche Vergünstigungen zur Förderung des Wohnungsbaus — Drucksache 9/839 — Erste Beschlußempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses sowie Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksachen 9/971, 9/985 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Bundeskindergeldgesetzes — aus Drucksachen 9/795, 9/842, 9/888 — Zweite Beschlußempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses — Drucksache 9/972 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen (Verbrauchsteueränderungsgesetz 1982) — Drucksachen 9/797, 9/844, 9/890 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/981 — Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 9/979 — II Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Konsolidierung der Arbeitsförderung (Arbeitsförderungs-Konsolidierungsgesetz) — Drucksachen 9/799, 9/846 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/1027 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/966 — in Verbindnung mit Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung — Drucksachen 9/800, 9/847 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/1028 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/975 — in Verbindung mit Zweite Beratung des vom Bundesrat eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit — Drucksache 9/192 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/975 — in Verbindung mit Zweite Beratung des von den Abgeordneten Hauser (Krefeld), Dr. George, Landré, Lampersbach, Stücklen, Müller (Remscheid), Franke, Zink, Dr. Blüm, Neuhaus, Pohlmann, Dr. Dollinger, Ruf, Jung (Lörrach), Hinsken, Louven, Dr. Bötsch, Milz, Kolb, Dr. Pinger, Müller (Wadern), Sick, Krey, Daweke, Schröder (Lüneburg), Feinendegen, Dr. von Geldern, Schulze (Berlin), Dr. Laufs, Frau Hoffmann (Soltau), Frau Geiger, Dr. Götz, Frau Will-Feld, Volmer, Burger, Dr. Warnke, Engelsberger, Seehofer, Spilker und Genossen und der Fraktion der CDU/ CSU eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit — Drucksache 9/199 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/975 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Ergänzung und Verbesserung der Wirksamkeit kostendämpfender Maßnahmen in der Krankenversicherung (Kostendämpfungs-Ergänzungsgesetz) — Drucksachen 9/798, 9/845 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/1029 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/977 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze (Krankenhaus-Kostendämpfungsgesetz) — Drucksache 9/570 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/1030 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/976 — in Verbindung mit Zweite Beratung des vom Bundesrat eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der Reichsversicherungsordnung und des Krankenhausfinanzierungsgesetzes — Drucksache 9/571 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung — Drucksache 9/976 — in Verbindung mit Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Mineralölsteuergesetzes — Drucksachen 9/829, 9/916 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/980 — Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 9/955 — Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 III Hoffmann (Saarbrücken) SPD 3659 D Dr. Riedl (München) CDU/CSU 3660 A Coppik SPD 3666 A Walther SPD 3667 D Gärtner FDP 3671 D Dr. Friedmann CDU/CSU . . . . 3676 D, 3736 C Cronenberg FDP 3679A, 3737 C Glombig SPD 3681 C Müller (Wesseling) CDU/CSU 3686 A Jaunich SPD 3687 D Eimer (Fürth) FDP 3689 B Dr. von Wartenberg CDU/CSU 3690 D Gobrecht SPD 3694 A Frau Matthäus-Maier FDP 3696 C Lutz SPD 3720B, 3726 D Dr. George CDU/CSU 3720 C Hölscher FDP 3729 A Frau Dr. Lepsius SPD 3732A Dr. Ehrenberg, Bundesminister BMA . 3733B, 3764 B Matthöfer, Bundesminister BMF . . . 3738 A Kiep CDU/CSU 3739A Mischnick FDP 3739 D Kolb CDU/CSU 3747 D Dreßler SPD 3750A Höpfinger CDU/CSU 3753 C Egert SPD 3756A Jagoda CDU/CSU 3759 A Frau Dr. Adam-Schwaetzer FDP . . . 3762 A Präsident Stücklen 3676 D Namentliche Abstimmungen 3741 D, 3742 B, C, 3745 D Beratung des Antrags der Fraktionen der SPD und FDP Einspruch des Bundesrates gegen das Neunzehnte Strafrechtsänderungsgesetz — Drucksachen 9/896, 9/959 — Vizepräsident Dr. h. c. Leber 3719 D Namentliche Abstimmung 3724 D Beratung des Antrags der Abgeordneten Lenzer, Pfeifer, Dr. Riesenhuber, Dr. Probst, Gerstein, Dr. Bugl, Engelsberger, Eymer (Lübeck), Dr. Hubrig, Maaß, Neuhaus, Prangenberg, Weirich, Magin, Dr.-Ing. Kansy, Dr. Stavenhagen, Frau Dr. Hellwig, Müller (Wadern), Dr. Kunz (Weiden), Regenspurger und der Fraktion der CDU/ CSU Energieforschung und Energietechnologien 1981 bis 1985 — Drucksache 9/764 — in Verbindung mit Beratung des Antrags der Abgeordneten Lenzer, Pfeifer, Dr. Probst, Gerstein, Dr. Bugl, Engelsberger, Eymer (Lübeck), Dr. Hubrig, Maaß, Neuhaus, Prangenberg, Weirich, Dr. Riesenhuber, Dr. Stavenhagen, Frau Dr. Hellwig, Dr. Kunz (Weiden), Regenspurger und der Fraktion der CDU/CSU Neuorientierung der Forschungs- und Technologiepolitik — Drucksache 9/765 — Dr. Bugl CDU/CSU 3769 B Catenhusen SPD 3771 C Zywietz FDP 3774 B Dr. Probst CDU/CSU 3776 C Dr. Steger SPD 3779 D Timm FDP 3782 B Dr. von Bülow, Bundesminister BMFT 3784 A Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Anpassung von Dienst- und Versorgungsbezügen in Bund und Ländern 1981 (Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetz 1981) — Drucksache 9/557 — Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung — Drucksache 9/1032 — Beschlußempfehlung und Bericht des Innenausschusses — Drucksache 9/815 — 3786 D Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Durchführung der gemeinsamen Marktorganisationen — Drucksache 9/836 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten — Drucksache 9/941 — 3787 B Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 3. Juli 1979 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Elfenbeinküste zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und Regelung der ge- IV Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 genseitigen Amtshilfe auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen — Drucksache 9/658 — Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 9/956 — 3787 C Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 15. Juli 1980 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Portugiesischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen — Drucksache 9/897 — Beschlußempfehlung und Bericht des Finanzausschusses — Drucksache 9/957 — 3787 D Zweite Beratung und Schlußabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 16. September 1980 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Portugiesischen Republik über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen — Drucksache 9/898 — Beschlußempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft — Drucksache 9/1017 — 3788A Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Waigel, Dr. Schwarz-Schilling, Wissmann, Glos, Dr. Warnke, Dr. Lammert, Dr. Freiherr Spies von Büllesheim, Kraus, Helmrich, Echternach, Spilker und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU Strukturberichterstattung — Drucksache 9/913 — 3788 A Erste Beratung des von den Abgeordneten Dr. Wittmann, Dr. Riedl (München), Klein (München), Kraus, Dr. Faltlhauser, Dr. Kunz (Weiden), Dr. Müller, Röhner, Linsmeier, Lowack, Dr. Kreile, Sauter (Ichenhausen), Dr. Waffenschmidt, Niegel und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die verbilligte Veräußerung, Vermietung und Verpachtung von bundeseigenen Grundstücken — Drucksache 9/938 — 3788 C Fragestunde — Drucksache 9/984 vom 6. November 1981 — Äußerung des Bundesverteidigungsministers Dr. Apel über eine finanzielle Unterstützung der Friedensbewegung aus Moskau MdlAnfr 37 06.11.81 Drs 09/984 Breuer CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . 3702 C, D, 3703 A ZusFr Breuer CDU/CSU 3702C, D ZusFr Wimmer (Neuss) CDU/CSU . . 3703A Zahl der inhaftierten oder in Disziplinararrest befindlichen Wehrpflichtigen, deren Antrag auf Kriegsdienstverweigerung abgelehnt wurde; Schaffung eines Rehabilitationsgesetzes und Erlaß einer Amnestie MdlAnfr 38, 39 06.11.81 Drs 09/984 Pauli SPD Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . 3703 A, B, C, D, 3704 A,B,C ZusFr Pauli SPD 3703 B, D, 3704A ZusFr Herberholz SPD 3703 C ZusFr Dr. Wörner CDU/CSU 3704 A ZusFr Immer (Altenkirchen) SPD . . 3704 B Entscheidungen über die Widersprüche von Wehrpflichtigen gegen ihre Einberufung sowie Einberufung von in der Ausbildung stehenden Wehrpflichtigen MdlAnfr 40, 41 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Enders SPD Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3704 C, D, 3705A, B ZusFr Dr. Enders SPD 3704D, 3705 B Aussagen des sowjetischen Parteichefs Breschnew über das Kräfteverhältnis im Bereich der Mittelstreckenraketenwaffen MdlAnfr 42 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Wörner CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3705 C, D, 3706A, B ZusFr Dr. Wörner CDU/CSU 3705 D ZusFr Lowack CDU/CSU 3706 A ZusFr Dr. Todenhöfer CDU/CSU . . . 3706A ZusFr Schreiner SPD 3706 B Kräfteverhältnis im Bereich der Mittelstreckenwaffen MdlAnfr 43 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Todenhöfer CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3706 C, D, 3707 A ZusFr Dr. Todenhöfer CDU/CSU . . . . 3706 C ZusFr Dr. Soell SPD 3706 D ZusFr Jäger (Wangen) CDU/CSU . . . 3707 A Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 V Sicherung der Bundeswehr-Waffenbestände gegen Mißbrauch und Diebstahl MdlAnfr 44 06.11.81 Drs 09/984 Peter (Kassel) SPD Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3707A, B ZusFr Peter (Kassel) SPD 3707 B Bestückung sowjetischer U-Boote mit Torpedowaffen mit atomaren Sprengköpfen MdlAnfr 45 06.11.81 Drs 09/984 Wimmer (Neuss) CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3707C,D, 3708A, B ZusFr Wimmer (Neuss) CDU/CSU . . 3707C,D ZusFr Jäger (Wangen) CDU/CSU . . . 3707 D ZusFr Broll CDU/CSU 3708 A ZusFr Lowack CDU/CSU 3708 B Gründe für den Starfighter-Absturz beim Anflug auf den Militärflugplatz Nörvenich sowie Zahl der bisher getöteten Piloten und abgestürzten Maschinen MdlAnfr 46 06.11.81 Drs 09/984 Wimmer (Neuss) CDU/CSU Antw PStSekr Dr. Penner BMVg . . . 3708B, C ZusFr Wimmer (Neuss) CDU/CSU . . . 3708 C Einbeziehung Berlins in den Haus/HausGepäckdienst der Bundesbahn MdlAnfr 47 06.11.81 Drs 09/984 Dolata CDU/CSU Antw PStSekr Mahne BMV . . 3708 C, D, 3709A ZusFr Dolata CDU/CSU 3708D, 3709 A Vom Investitionsstopp betroffene Bundesbahnstrecken in den Landkreisen Limburg-Weilburg, Hochtaunus und Maintaunus MdlAnfr 48 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Langner CDU/CSU Antw PStSekr Mahne BMV 3709 B ZusFr Dr. Langner CDU/CSU 3709 B Verbesserung der Auslastung des Flughafens Köln/Bonn sowie Ausbau des Flughafens Düsseldorf auf Drängen der Lufthansa MdlAnfr 51, 52 06.11.81 Drs 09/984 Frau Dr. Wilms CDU/CSU Antw PStSekr Mahne BMV 3709 C, D, 3710 A, B, C, D, 3711A ZusFr Frau Dr. Wilms CDU/CSU . . . 3709 C, D, 3710 C ZusFr Wimmer (Neuss) CDU/CSU . . 3710A,D ZusFr Merker FDP 3710 D Fortführung der Auftragsverwaltung für Niedersachsen im Rahmen der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung in Aurich MdlAnfr 53 06.11.81 Drs 09/984 Frau Noth FDP Antw PStSekr Mahne BMV 3711A Reduzierung der Einleitung von Dünnsäure in die Nordsee MdlAnfr 54, 55 06.11.81 Drs 09/984 Frau Dr. Hartenstein SPD Antw PStSekr Mahne BMV . . . . 3711 B,C,D, 3712A,B ZusFr Frau Dr. Hartenstein SPD . . . 3711 B, D, 3712 B ZusFr Bindig SPD 3711 D Kontrolle der Lichtzeichen gemäß Straßenverkehrs-Ordnung sowie Qualifikation der Prüfer MdlAnfr 56, 57 06.11.81 Drs 09/984 Merker FDP Antw PStSekr Mahne BMV . 3712C, D, 3713A, B ZusFr Merker FDP 3712 C, D, 3713B Anzahl der Bestellungen von posteigenen Notruftelefonen MdlAnfr 62 06.11.81 Drs 09/984 Bindig SPD Antw StSekr Elias BMP . . . . 3713 C, D, 3714A ZusFr Bindig SPD 3713D, 3714A Einstellung von Bundeskanzler Schmidt zum NATO-Doppelbeschluß MdlAnfr 63, 64 06.11.81 Drs 09/984 Engelsberger CDU/CSU Antw StMin Huonker BK . . 3714 B, C, D, 3715 A ZusFr Engelsberger CDU/CSU 3714 B, C, D, 3715 A Sammlung von Geldern durch den deutschen Generalkonsul in New York zur Finanzierung einer privaten Veranstaltung zu Ehren des SPD Parteivorsitzenden MdlAnfr 67 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Kunz (Weiden) CDU/CSU Antw StMin Frau Dr. Hamm-Brücher AA 3715B,C ZusFr Dr. Kunz (Weiden) CDU/CSU . . 3715 C Unzureichende Betreuung inhaftierter deutscher Urlauber in Griechenland durch die diplomatischen Vertretungen MdlAnfr 68, 69 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Jobst CDU/CSU Antw StMin Frau Dr. Hamm-Brücher AA 3715D, 3716 A, B, C, 3717 A, C, D ZusFr Dr. Jobst CDU/CSU . . 3716 A, B, 3717A, B ZusFr Fellner CDU/CSU 3717 C VI Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 Entscheidung des amerikanischen Präsidenten über Verhandlungen mit der Sowjetunion im Sinne des NATO-Doppelbeschlusses MdlAnfr 71 06.11.81 Drs 09/984 Dr. Czaja CDU/CSU Antw StMin Frau Dr. Hamm-Brücher AA 3718A, B, C ZusFr Dr. Czaja CDU/CSU 3718B,C Gespräche über die Freilassung von Professor Jurij Orlow und der inhaftierten Mitglieder der „Förderungsgruppe zur Erfüllung der Beschlüsse von Helsinki in der UdSSR" während des Bonn-Aufenthalts von Parteichef Breschnew MdlAnfr 79 06.11.81 Drs 09/984 Jäger (Wangen) CDU/CSU Antw StMin Frau Dr. Hamm-Brücher AA 3718C,D ZusFr Jäger (Wangen) CDU/CSU . . . . 3718 D Stand der Gespräche über deutsche Kriegsgräber in der Sowjetunion MdlAnfr 80 06.11.81 Drs 09/984 Jäger (Wangen) CDU/CSU Antw StMin Frau Dr. Hamm-Brücher AA 3719A,B,C,D ZusFr Jäger (Wangen) CDU/CSU . . . 3719 C Nächste Sitzung 3788 C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . 3788* B Deutscher Bundestag — 9. Wahlperiode — 64. Sitzung. Bonn, Donnerstag, den 12. November 1981 3657 64. Sitzung Bonn, den 12. November 1981 Beginn: 9.01 Uhr
  • folderAnlagen
    Anlage zum Stenographischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Amling 13. 11. Becker (Nienberge) 13. 11. Borchert 13. 11. Brandt 13. 11. Brunner 13. 11. Büchner (Speyer) * 13. 11. Dr. Dollinger 13. 11. Dr. Hubrig 13. 11. Jansen 13. 11. Kittelmann * 12. 11. Dr.-Ing. Laermann 13. 11. Dr. Lenz (Bergstraße) 13. 11. Dr. Müller * 13. 11. Dr. Osswald 13. 11. Dr. Scheer 13. 11. Schmidt (Würgendorf) 13. 11. Dr. Unland 13. 11. Weiskirch 13. 11. Wissmann 13. 11. Zander 13. 11. * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Prof. Dr. Bernhard Friedmann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

    Herr Präsident! Meine Damen und meine Herren! Ich war vorhin einigermaßen überrascht, als Herr Coppik hier als finanz-



    Dr. Friedmann
    politischer Sprecher eines Teils der SPD-Fraktion auftrat.

    (Haase [Kassel] [CDU/CSU]: Matthöfers Nachfolger!)

    Herr Kollege Walther, den ich sehr schätze, hat für den anderen Teil der SPD-Fraktion gesprochen. Ich kann also nachempfinden, daß es in der Koalition entsprechend schwierig ist, noch zu Vereinbarungen zu kommen.
    Meine Damen und meine Herren, es geht mit darum, die finanziellen Dimensionen der Haushaltssicherungsgesetze, um die es ja heute geht, aufzuzeigen. Diese Haushaltssicherungsgesetze bringen eine Entlastung des Haushalts des Bundes und der Bundesanstalt für Arbeit von 11 Milliarden DM. Davon entfallen 4 Milliarden auf den Bundeshaushalt und 7 Milliarden auf die Bundesanstalt für Arbeit, wohlgemerkt: auf der Basis eines Beitrags von 3,5 % für Nürnberg. Aber: Wenn hier von Entlastungen die Rede ist, so wäre es ein Irrtum, zu glauben, daß seien Einsparungen. Ganz im Gegenteil! Gut die Hälfte dieser Entlastung wird nämlich durch Erhöhungen an anderer Stelle, nämlich durch Steuer- und Abgabenerhöhungen, hereingeholt,

    (Gerster [Mainz] [CDU/CSU]: So ist es!)

    und nur die andere Hälfte wird durch Einsparungen, durch Ausgabenkürzungen erzielt.
    Nun wäre es ja immer noch schön, wenn diese Ausgabenkürzungen echt wären. Aber tatsächlich handelt es sich dabei in großem Umfang um „Verschiebebahnhöfe" innerhalb des ganzen öffentlichen Bereichs.
    Wenn jetzt z. B. die Beiträge zur Rentenversicherung um einen halben Prozentpunkt gesenkt und die Beiträge für Nürnberg zunächst um einen halben und dann um einen weiteren halben Prozentpunkt erhöht werden, wenn man also bei der Rentenversicherung herunter- und bei Nürnberg raufgeht, dann reduziert man zwar den Zuschußbedarf für Nürnberg, aber in der Rentenversicherung fehlt das Geld.

    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Die Folge davon wird sein, daß die Mindestreserve bei der Rentenversicherung, die Schwankungsreserve, in drei Jahren auf eine Monatszahlung zurückgeht. Ich persönlich wäre nicht überrascht, wenn in drei Jahren nur noch für 14 Tage Geld in der Rentenkasse sein wird.
    Oder: Wenn Sie z. B. sagen, durch Kürzung und Streichung der originären Arbeitslosenhilfe sparen wir 470 Millionen DM, dann ist dies nur die eine Seite der Medaille. Denn der gleiche Personenkreis findet sich doch wieder bei der Sozialhilfe, die die Gemeinden, die Städte, die Kreise zu bezahlen haben.
    Oder Sie sagen, Sie wollten an anderer Stelle z. B. die Ausgaben für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen senken. Gut, ja, dann sinkt die Zahl der so Geförderten von 37 000 auf 7 000. Aber dafür steigen die Ausgaben für Arbeitslose; denn die 30 000 erscheinen j a wieder als Arbeitslose und kosten dort eben 600 Millionen DM, die Sie nirgends eingeplant haben.
    Oder wenn Sie jetzt beschließen, daß die Beiträge zur Rentenversicherung für Wehrpflichtige und Zivildienstleistende nicht mehr nach 100 % des Durchschnittseinkommens aller Arbeitnehmer, sondern nur noch nach 75 % bemessen werden, dann entlasten Sie zwar den Verteidungsminister, aber das Geld fehlt in der Rentenkasse.
    Es sind also Verschiebebahnhöfe innerhalb des gesamten öffentlichen Bereichs, die auch noch die magere Hälfte der Ausgabekürzungen in Zweifel stellen, die mit diesen Haushaltssicherungsgesetzen zusammenhängen.
    Nun ist heute in der Presse zu lesen, daß in Nürnberg ein neues Loch entstanden sei, ein Milliardenloch. Es liegt mir sehr daran, im Detail dies hier zu begründen. Ich möchte vorausschicken, daß ich selbst in Nürnberg war. Ich habe mir dort an Ort und Stelle die Zahlen erarbeitet. Ich habe sie nach pflichtgemäßem Ermessen ermittelt und stehe zu diesen Zahlen.

    (Zuruf der Abg. Frau Dr. Lepsius [SPD])

    — Jawohl, Frau Lepsius, Sie können mir das ruhig abnehmen. Ich lasse mich an diesen Aussagen im nächsten Jahr messen.
    Ich möchte damit beginnen. Die Bundesregierung unterstellt, daß insbesondere das Arbeitsförderungs- Kostendämpfungsgesetz Einsparungen von 3 Milliarden DM bringe, wenn das Gesetz ab 1. Januar griffe. Aber dieses Gesetz hat seine endgültige Fassung erst Ende dieses Jahres. Die Bundesanstalt wird nicht in der Lage sein, von einem Tag auf den anderen die Gesetze so schnell umzusetzen, daß sie schon ab 1. Januar ziehen; das wird erst an 1. Juli der Fall sein. So wird die Einsparung bei diesem Komplex halt nicht bei 3 Milliarden, sondern nur bei der Hälfte, nämlich bei anderthalb Milliarden DM, liegen.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Das ist ja unglaublich!)

    Ein zweiter Punkt. Sie haben unterstellt, verehrter Herr Ehrenberg, daß die sogenannte Empfängerquote im nächsten Jahr bei 57,5 % liegen werde, d. h., daß von 100 Arbeitslosen 57,5 Arbeitslosengeld beziehen würden. Zugegeben, die Quote schwankt, sie lag z. B. 1975 bei 65 %. Sie ist dann im Jahre 1980 heruntergegangen auf etwa 50 %. Sie wird in diesem Jahr bei 56 oder 57 % liegen. Aber wohlgemerkt, vom letzten Jahr auf dieses Jahr steigt die Quote um gute 5 %, und je mehr die Arbeitslosigkeit zunimmt, desto mehr wird die Quote zunehmen. Ein Prozentpunkt macht hier, Spitz auf Knopf gerechnet, 312 Millionen DM aus. Die Bundesanstalt hat mir bestätigt, auch sie rechne damit, daß die Quote im nächsten Jahr um 3 bis 4 % steigen werde. Das heißt, auch hier fehlt eine Milliarde DM.

    (Haase [Kassel] [CDU/CSU]: 1,2 Milliarden!)

    Der Zuschuß für Nürnberg steht jetzt im Einzelplan von Herrn Ehrenberg nach neuesten Berechnungen mit 3,3 Milliarden DM. Dabei ist unterstellt,



    Dr. Friedmann
    daß die Arbeitslosenzahl bei 1,6 Millionen liege. Die Ermittlungen bei der Bundesanstalt zeigen, daß das Kieler Institut recht hat. Es werden also mehr Arbeitslose da sein. 100 000 Arbeitslose mehr als unterstellt im nächsten Jahr — soviel werden mindestens sein — kosten, sachte gerechnet, 1,2 Milliarden DM, die ebenfalls fehlen.
    Ich habe vorhin gesagt, daß bei den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen — kurz ABM — ein Verschiebebahnhof sei. Tatsächlich gehen die ABM zunächst herunter, aber es erscheinen 30 000 Arbeitslose mehr an anderer Stelle, die 600 Millionen DM kosten, wofür nichts vorgesehen ist.
    Oder Sie setzen die Förderung der beruflichen Fortbildung von 80 % auf den Satz für einen Arbeitslosen herunter. Wer ist noch bereit, auf die Schulbank zu gehen, wenn er genau dasselbe bekommt wie ein Arbeitsloser, wie wenn er also zu Hause bleibt?

    (Sehr richtig! bei der CDU/CSU)

    Das haben Sie nicht bedacht. Sie haben zwar die Kürzung einbezogen, aber nicht die Tatsache, daß die Leute länger Arbeitslosengeld beziehen werden. Und da fehlen Ihnen wieder 500 Millionen DM.
    Ein letzter Punkt, der mir sehr wesentlich ist: Es war bisher seit Jahren Usus, daß die Gemeinden und Städte die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen vorfinanziert haben. Die Leute haben dort gearbeitet, und irgendwann haben die Städte und Gemeinden die Rechnungen der Bundesanstalt vorgelegt. So hat die Bundesanstalt einen Berg von etwa 1,2 Milliarden DM vor sich hergeschoben.

    (Glos [CDU/CSU]: Unbezahlter Rechnungen!)

    Nachdem nunmehr darüber gesprochen wird, daß die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fast ganz wegfallen sollen, werden die Städte und Gemeinden demnächst die Rechnungen auf einen Schlag vorlegen. Für die 1,2 Milliarden DM, die hier fakturiert werden, hat Nürnberg weder in dem Jahr noch im nächsten Jahr auch nur einen einzigen Pfennig.

    (Glos [CDU/CSU]: Das ist ungeheuerlich! — Haase [Kassel] [CDU/CSU]: Was macht das zusammen?)

    — Das, was ich eben aufgezählt habe, macht zwischen 5,8 und 6 Milliarden DM aus, und zwar — um das noch einmal klar zu sagen — über die 3,3 Milliarden DM hinaus, die jetzt bei Herrn Ehrenberg als Zuschuß stehen. Das heißt, es fallen Ausgaben in Höhe von 5 bis 6 Milliarden DM zusätzlich an,

    (Haase [Kassel] [CDU/CSU]: Allein bei der Bundesanstalt!)

    gerechnet auf der Basis von gut 1,6 Millionen Arbeitslosen und 4 % Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung sowie 120 000 fehlenden Beitragszahlern im nächsten Jahr. Dies alles ist hier also eingerechnet.
    Herr Ehrenberg, Sie geben ja immer eine Stange Geld für Gutachten aus. Dafür vergeben Sie draußen Aufträge in Millionenhöhe. Die Gutachten verschwinden dann, Herr Ehrenberg, in Ihrer Schublade, in Schubladen Ihres Hauses. Hier fällt mir auf, verehrter Herr Minister Ehrenberg: Den Sachverstand, den Sie in ihrem eigenen Kompetenzbereich haben, z. B. in Nürnberg, nutzen Sie nicht.

    (Beifall bei der CDU/CSU — Bundesminister Dr. Ehrenberg: Woher wissen Sie?)

    Sie fragen und lachen in Ihrer bekannten Art.

    (Abg. Dr. Riedl [München] [CDU/CSU] meldet sich zu einer Zwischenfrage)

    — Ich habe keine Zeit, Kollege Riedl. Ich muß gleich Schluß machen.
    Sie fragen und lachen in Ihrer bewährten Art. Das Lachen ist als zynisches Lachen im ganzen deutschen Volk bekannt.

    (Gerster [Mainz] [CDU/CSU]: Sehr richtig!)

    Ich möchte Ihnen sagen: Das weiß ich aus vielen Gesprächen mit leitenden Herren und Mitarbeitern in Nürnberg. Und um das Maß vollzumachen: Vor zehn Minuten hat der Vizepräsident der Bundesanstalt hier angerufen und hat mir ausrichten lassen, die Zahlen, die ich eben genannt habe, würden offiziell von Nürnberg aus alle dementiert werden. Daß dies auf politischen Druck hin geschehen ist, verehrter Herr Ehrenberg, liegt für mich klar auf der Hand.

    (Glos [CDU/CSU]: Das ist ein Skandal! — Weitere Zurufe von der CDU/CSU)

    Aber das eine kann ich Ihnen sagen: Diese Dementis werden kurze Beine haben. Als ich hier heraufging, bekam ich die Berechnung eines Bundeslandes zugesteckt, das von einer anderen Warte her genau zum gleichen Ergebnis gekommen ist wie ich.

    (Glos [CDU/CSU]: Unerhört!)

    Ihnen, lieber Herr Finanzminister Matthöfer, möchte ich bei dieser Gelegenheit noch sagen — ich habe es gestern schon angesprochen —: Sie haben vor ein paar Tagen im Bundesrat gesagt, während Ihrer Amtszeit würde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung nicht über 3,5 % hinaus erhöht. Ich habe das Zitat da. Ich lese es Ihnen gerne wieder vor. — Und wenige Tage später haben Sie im Kabinett mit beschlossen, daß der Beitragssatz auf 4 % erhöht wird. Herr Matthöfer, hier geht es auch um Ihre ganz persönliche Glaubwürdigkeit.

    (Gerster [Mainz] [CDU/CSU]: Wenn er Charakter hätte, würde er zurücktreten! — Beifall bei der CDU/CSU)

    Wenn alles so wahr ist wie das, was Sie uns hier vorgemacht haben

    (Dr. Riedl [München] [CDU/CSU]: Da stimmt nichts!)

    und das, was der Herr Ehrenberg bisher gesagt hat, dann können wir uns auf das gefaßt machen, was ich Ihnen eben hier vorgerechnet habe und wozu ich stehe.



    Dr. Friedmann
    Ich kann nur mit Norbert Blüm sagen: Wenn das eine Sanierung ist, dann ist ein Banküberfall ein Kreditgeschäft. — Danke schön.

    (Anhaltender Beifall bei der CDU/CSU)



Rede von Richard Stücklen
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)
Das Wort hat der Herr Abgeordnete Cronenberg.

(Dr. Riedl [München] [CDU/CSU]: Der Herr Ehrenberg wäre doch eigentlich dran!)


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dieter-Julius Cronenberg


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)

    Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bedaure es, daß Sie nicht den Herrn Ehrenberg, sondern den Herrn Cronenberg hier stehen haben. Ich bitte Sie, auch mit mir vorlieb zu nehmen.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Sie sind uns aber lieber! — Dr. Riedl [München] [CDU/CSU]: Wir haben Sie trotzdem gern!)

    Ich habe auch Verständnis dafür, daß Sie die Formulierung des Ehrensenators Blüm — Ehrensenator deswegen, weil hauptamtlich für die Sozialausschüsse tätig und nebenamtlich für den Berliner Senat —

    (Dr.-Ing. Kansy [CDU/CSU]: Unglaublich!) mit soviel Beifall beklatscht haben.


    (Haase [Kassel] [CDU/CSU]: Sie haben uns auf dem Parteitag beobachtet!)

    Ob es richtig ist, möchte ich Ihrer kritischen Oberprüfung überlassen. Ich bin sicher, Sie kommen zu einem vernünftigen Ergebnis.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Also zum gleichen!)

    Herr Kollege Riedl hat heute morgen den Eindruck zu erwecken versucht, als ob wir sozusagen auf einer Insel der Seligen, auf einer Insel des Friedens leben könnten, unabhängig von außenwirtschaftlichen Entwicklungen. Herr Kollege Riedl, Sie sind da nicht alleine. Man hört diese Argumentation aus den Reihen der Opposition immer wieder. Ich bitte Sie, doch einmal zur Kenntnis zu nehmen, daß dieses Land, die Bundesrepublik Deutschland, ausgestattet mit dem höchsten Lebensstandard dieser Erde, nach wie vor das exportabhängigste Land der Welt ist. Wer hier die Behauptung aufstellt, die Bundesrepublik Deutschland könnte sich von den außenwirtschaftlichen Bedingungen abkoppeln, irrt. Herr Kollege Riedl, wer falsche Analysen zur Grundlage seiner Überlegungen und Entscheidungen macht, der muß zu falschen Schlußfolgerungen kommen.

    (Beifall bei der FDP)

    Insofern, Herr Kollege Riedl, nehmen wir Ihnen Ihre Schlußfolgerungen nicht übel, denn sie basieren eben auf falschen Analysen.
    Wir bestreiten nicht, daß sich dieses Land und seine Volkswirtschaft in einer sehr ernsten Situation befinden. Wir bestreiten nicht, daß wir erhebliche Probleme zu lösen haben.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Das reicht aber nicht aus!)

    Uns, diesem Land, dieser Bundesregierung, dieser Koalition bläst der Wind ins Gesicht. Das wird nicht bestritten.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Kann man wohl sagen!)

    Aber wir leugnen diese Probleme eben nicht, sondern wir packen sie an

    (Lachen bei der CDU/CSU) und versuchen, sie zu lösen.


    (Beifall bei der FDP)

    Wir tun dies auch dann, meine Damen und Herren, wenn wir uns dabei nur partiell Ihrer Unterstützung erfreuen können.

    (Beifall bei der FDP)

    Ich möchte es aber nicht versäumen, mich zumindest für diese partielle Unterstützung bei Ihnen zu bedanken. Denn eines ist nicht zu leugnen: Die Kooperationsbereitschaft der Kollegen der CDU/CSU — zumindest, was die Verfahrenstechnik in den Ausschüssen anbelangt — ist aus meiner Sicht durchaus respektabel und lobenswert.

    (Beifall bei der FDP)

    Sie mag darauf zurückzuführen sein, daß das eigene Konzept, soweit vorhanden, in der Sache umstritten ist.
    Worum geht es uns? — Es geht uns darum, durch dieses Paket von Gesetzen, über das Sie und wir abzustimmen haben, diesen Haushalt so zu konsolidieren, daß die Voraussetzungen für eine solide Wirtschaftsentwicklung, für eine solide D-Mark und damit für mehr Beschäftigung in diesem Lande geschaffen werden. Dabei ist es ja nicht nur dieser Bundeshaushalt, sondern dabei sind es ebenso die Haushalte von Ländern und Gemeinden, die konsolidiert werden müssen. Dabei ist natürlich für jemanden, der Wirtschaftspolitik, Finanzpolitik und Sozialpolitik als Einheit betrachtet, ganz selbstverständlich, daß die Haushalte der Rentenversicherungsträger, der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg und die Kosten im Gesundheitswesen in die Überlegungen einbezogen werden müssen.
    Richtige Analyse bedeutet, erstens noch einmal festzustellen, daß es eine explosionsartige Erhöhung der Ölpreise gibt. Im Jahre 1978 haben wir 30 Milliarden DM für diesen Rohstoff ausgegeben und im Jahre 1980 eben 60 Milliarden DM. Wir müssen dafür Sorge tragen, daß die Wirtschaft umstrukturiert wird, um mit diesen Anforderungen fertigzuwerden.
    Aber, meine Damen und Herren, es ist auch festzustellen, daß dieses Land ein Stück seiner volkswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit verloren hat, weil die Sozialleistungsquote, die Summe aller Ausgaben für soziale Leistungen, im gesetzlichen wie im privaten Sektor, von 20 % des Bruttosozialproduktes 1960 auf 30 % des Bruttosozialproduktes 1980 gestiegen ist.

    (Vorsitz : Vizepräsident Windelen)

    Wenn ich hier sage, wir müssen die Probleme in gemeinsamer Verantwortung lösen, dann sage ich dies



    Cronenberg
    mit einem besonderen Appell an die Opposition; denn Sie wissen am allerbesten, daß Sie, insbesondere in der Zeit der großen Koalition, die entscheidenden Weichen für die Steigerung dieser Soziallastquote gestellt haben.

    (Beifall bei der FDP)

    Ich erinnere hier beispielhaft an die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die schließlich von Ihnen als soziale Großtat gefeiert und von uns — auch da befinden wir uns in der Kontinuität unserer Argumentation — nach wie vor kritisch betrachtet wird. Wer diese Weichen mit gestellt hat, wer sogar die Ursachen gesetzt hat, daß die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft gesunken ist, daß wir zuviel konsumiert und zuwenig investiert haben, sollte sich in der Pflicht der Verantwortung zur Regelung der Folgen befinden.

    (Beifall bei der FDP)

    Wir haben zur Konsolidierung des Haushaltes dieses Haushaltsstrukturgesetz und die Einzelgesetze vorgelegt und damit den Versuch unternommen, jene Weichenstellung vorzunehmen, die notwendig ist, damit wir auf die Herausforderungen, die uns von außen aufgezwungen worden sind, richtig reagieren, d. h. die Wettbewerbsfähigkeit dieser Volkswirtschaft dadurch wiederherzustellen, daß wir, wo immer möglich, die Kosten senken. Hier muß deswegen gesagt werden, daß die Ausgaben für soziale Leistungen, egal, ob es sich um Versicherungsbeiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder um freiwillige Leistungen z. B. im Bereich der betrieblichen Altersversorgung, oder um BAföG oder um Wohngeld handelt, in ihrer Höhe und Wirksamkeit überprüft werden müssen. In Zukunft darf das Wachstum für diese Sozialausgaben nicht höher sein als das Produktivitätswachstum der Wirtschaft. Deswegen haben wir die Eingriffe genau an diesen Stellen vorgenommen, und wir sind davon überzeugt, daß dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist.
    Wir wissen, daß dies nicht einfach ist. Wir wissen, daß die Lösung der Probleme draußen durchaus zu unangenehmen Auseinandersetzungen führt. Aber weil wir auch davon überzeugt sind, daß die Lösung nicht in einer Politik des scheinbaren Nachgebens gegenüber populären Forderungen liegt, sondern daß entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen, verfahren wir so.
    Wer dies kritisch betrachtet — dies ist Ihr gutes Recht, wenn nicht Ihre Pflicht, meine Damen und Herren von der Opposition — der sollte sich allerdings auch in Erinnerung zurückrufen, wie er in grundsätzlich vergleichbarer Situation gehandelt hat. Ich meine die Zeit nach 1966. Ihre damalige Antwort lautete: eine Ergänzungsabgabe, d. h. Steuererhöhungen. Ihre Antwort lautete damals: Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge von 14 auf 18 %. Ihre Antwort lautete, wie schon gesagt: Einführung der arbeitsrechtlichen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die uns heute so ungewöhnliche Probleme macht. Sie sehen, daß Sie, vor die gleiche Problematik gestellt, Antworten gegeben haben, von denen wir nach wie vor glauben, daß sie falsch waren und falsch sind. Wir haben uns, wie ich meine, mit beachtlichem Erfolg bemüht, in dieser Situation die richtigen Antworten zu geben. Die Tatsache der soeben erwähnten partiellen Zustimmung zu unseren Vorschlägen ist auch ein Beweis dafür, daß Sie dies in einem beachtlichen Umfang anerkennen.
    Nun wird immer wieder dargelegt, daß ein Beschäftigungsprogramm die Lösung aller Dinge ist.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Nicht von uns!)

    Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit hier erklären, daß wir am allerwenigsten diejenigen sind, die in diesem Land Beschäftigung verhindern wollen oder leichtsinnig Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Das Ziel all unserer politischen Überlegungen und der hier konkret vorliegenden Maßnahmen ist es, die Beschäftigungssituation in diesem Lande zu verbessern, die Arbeitslosigkeit zu vermindern. Dies kann nur dadurch geschehen, daß die Investitionskraft dieses Landes, die Investitionsbereitschaft dieses Landes gefördert wird.

    (Pohlmann [CDU/CSU]: Dann handelt doch mal!)

    Das geschieht durch die Tatsache, daß Abschreibungserleichterungen geschaffen werden, durch die Tatsache, daß investitionsfördernde Maßnahmen in das Sparpaket aufgenommen worden sind, und das geschieht dadurch, daß die Konsolidierung dieses Haushalts durch das vorliegende Gesetzespaket dazu führen soll und, wie ich hoffe, wird, daß der Wert der D-Mark steigt.

    (Zuruf von der CDU/CSU: Durch Abgabenerhöhungen!)

    Die Veränderung der Relation zwischen Dollar und D-Mark ist der einzige Weg, die einzige Chance, uns von der Hochzinspolitik der Amerikaner abzukoppeln. Eine aufwertungsverdächtige D-Mark gibt uns und der Bundesbank die Möglichkeit, für Zinssenkung in diesem Lande zu sorgen. Deswegen sind alle vorgeschlagenen Maßnahmen der einzig richtige und vernünftige Weg, diesem Lande mehr Beschäftigung zu geben. Wir brauchen keine zusätzlichen Programme, wir brauchen das, was wir tun: eine vernünftige Politik, die es uns erlaubt, weniger zu konsumieren und mehr zu investieren.

    (Beifall bei der FDP und der SPD)

    Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und schafft Arbeit.